Nase: Ausgeprägt hellfruchtig, aber auch ein wenig verhalten, Aprikose, Mirabelle, gelbe Knorpelkirsche, bissl Zitronenabrieb, knackige ‘‘Golden Delicious‘‘ Äpfel, Orange, Pfirsich, dazu kommt Sahnetoffee, Haselnussmus, etwas Schokolade, sanfte Eiche, beim tieferen Schnuppern erfährt die Nasenschleimhaut eine leichte Kühlung, die Schokolade und belebende Zitrusfruchtigkeit verbinden sich und wecken Erinnerungen an Erfrischungsstäbchen
Gaumen: Zunächst cremig den Mundraum flutend entwickelt sich eine intensiv einschneidende Schärfe mit viel Alkohol, dieser brennt sich regelrecht in die Zunge ein, die hellen Früchte bleiben dennoch erhalten und werden nach erfolgreichem Überwinden des alkoholischen Einschnitts von einer sehr ansprechenden Mischung aus Toffee und Haselnussnougat mitsamt gerösteten Kokosraspeln bereichert, Aprikose, Apfel, Pfirsich, viel Orange und ein wenig Zitrone, unaufdringliche getoastete Eiche, Vanille, sehr schokoladig, ein paar Krümel milder Drehtabak und Nubuklederabrieb
Abgang: Mittlere Länge, mit einem alkoholischen Glühen verabschiedet sich der Whisky auf dem Weg die Kehle hinunter, schokoladig cremige Überreste mit Orangenaroma bleiben zurück, sanfte Toastaromen werden von der milden Eiche getragen, Haselnuss- und Mandelnougat, Vanille, Kokosnuss, Pfirsiche und gelbe Kirschen mitsamt süßen Äpfeln im Nachhall
Bewertung: Ginge es um den Geruch allein, wäre dies ein echt schöner Schmeichler, allerdings zeigen sich im Mund die 60% in einer heftigen, alkoholischen Schärfe, die es erst einmal zu überwinden gilt, bevor sich der Whisky wieder angenehm entwickelt. Wasserzugabe und längere Standzeit helfen zwar etwas, aber der Alkohol bleibt leider trotzdem recht präsent.
“I definitely was attracted to similar things in punk and science. They both depend on a healthy dose of skepticism.” Greg Graffin