Nase: Gleichmal einladend schokoladig und fruchtig, Rosinen, Datteln, Pflaumenmus, Kirsche, viele rote Beerenfrüchte, Himbeere, Erdbeere, gezuckerte Johannisbeere, angenehme Eichenwürze und sattes Malz sind geschickt eingeflochten, das milde Holz wirkt leicht eingestaubt und bringt eine etwas antike Note ins Spiel, im Hintergrund Vanille und Bananenbrot
Gaumen: Überraschend mild für 58% und sehr cremig, die roten Beerenfrüchte sind federführend, dabei aber ziemlich süß, Erdbeeren aus der Dose, Himbeer-Johannisbeergelee, Zwetschgenkompott mit braunem Zucker, Rosinen und Datteln, kräftig malzig, reife Banane, immer schokoladiger werdend, Trüffelpraline, würzige Eiche mit toastigem Holzstaub und Vanille begleitet
Abgang: Mittlere Länge, gleich nach dem Runterschlucken ordentlich Eichenwürze, lässt aber zügig nach und macht Platz für Kakao und braunem Zucker, grasiges Malz, Schoko-Bananenkuchen, hintenraus erklingt ein nachhaltiges Echo der roten Beerenfrüchte in Kombination mit Rosinen und Datteln sowie ein paar Gewürznoten von weißem Pfeffer und Muskat mit einem Hauch Vanille
Bewertung: Dieser Malt durfte in einem wirklich feinen Portweinfass reifen. Keine Fehlnoten, keine übertriebene jungholzige Bitterkeit, dafür Schokolade und Beerenfrüchte auf einer üppigen Malzgrundlage mitsamt angenehmen Eichentönen. Wirkt zu keinem Zeitpunkt jung und unausgereift, ist aber für meinen Gaumen fast schon an der Grenze zur überhöhten Süße.
“I definitely was attracted to similar things in punk and science. They both depend on a healthy dose of skepticism.” Greg Graffin