Die Abfüllung ist der des 13er schon recht ähnlich. Das Finish gibt ihm aber einen besonderen Umpf in Richtung Karamell, Eiche, Dunkelfruchtigkeit und in Anklängen auch Rotweinaromen. Das aber immer auf der Basis des hellfruchtigen und leicht bitteren 13ers. Mir gefällt die Abfüllung sehr gut. Süffig und lecker aber ohne irgendwie banal zu sein. Und das Finish bringt noch ein Extra ein ohne das Destillat zu überfärben. Hoffentlich gibts die Abfüllung langfristig.
Ich hab zwar keine Notes notiert, fand den aber auch wirklich sehr gut. Die Unterschiede zum 13er Standard waren schon schmeckbar, wenngleich ich allerdings von einem Finish im Armagnac Cask mehr Druck erwartet hätte. Das aber wohl auch, weil ich da bekanntermaßen ja deutlich zu den dunklen, heftigen Sachen tendiere.
Trotzdem wie gesagt eine Kaufempfehlung auch von mir :)
habe auch keine Notes verfasst / archiviert, aber: dem normalen 13er OA (den ich von seinem PLV / PGV und seiner aromatischen Nähe zur Campeltown-Stilistik her sehr gerne mag) nicht unähnlich ... das Armagnac-Finish ist nur leider (für mich) nicht hervorhebenswert ... ich bleibe beim normalen 13er, den es immer wieder für 40,-€ und z.T. deutlich darunter (auch im Offline-Handel) gibt
Nase: Hell fruchtig, floral, fein süß und etwas wachsige Noten mit naturtrübem und leicht angegorenem Apfelsaft
Mund: Leicht herbe und würzige Eiche mit milder Süße, Fruchtnoten und etwas Citrus
Nachklang: Aromatische, würzige und etwas bittere Eiche mit leichtem Kerzenrauch und feiner Süße
Kommentar: Vom Armagnac Finish ist überhaupt nichts zu erkennen, aber er erinnert vom Profil etwas an den Clynelish 14y. Sehr harmonisch gereift ohne dabei langweilig zu wirken. Auch für den Preis von unter 50€ ein toller Malt mit Charakter.
Craigellachie 13 Jahre, Bas Armagnac Finish, 46%. Originalabfüllung ca. 2023/2024. Ausbau: Bourbon- und Sherryfässer, Nachreifung in Bas-Armagnac-Fässern.
Nase: Hefezopf und Obstkorb, Croissant mit Aprikosenmarmelade. Ich rieche Birnengelee, frische Äpfel, Orangen und Kiwi, dazu diese buttrigen Gebäckaromen und eich Hauch von Bienenwachs.
Gaumen: Süß und säuerlich, leicht bitter. Zitronensaft, Champagner und Limette. Aber auch Gewürznelken und Fenchel, Butterkekse, etwas Pfeffer und naturtrüber Apfelsaft.
Abgang: Mittellang und doch recht malzig, dazu Limettenscheiben mit Honig, etwas weißer Pfeffer und ein auch Hauch warmen Kerzenwachs auf Holz.
Fazit: Bei dieser Nachreifung war meine Skepsis groß, die Komposition funktioniert jedoch gut. Die süßen Zitrusfrüchte ziehen sich durch und ergeben hier einen schönen Craigellachie. 83/100 Punkte (2025)