Aroma: Süüüüß im Antritt. Die 61% sind zunächst nicht zu spüren. Rosinen, Feigen und Ahornsirup aber wo ist der Whisky? Etwas Karamell.
Geschmack: Wieder süß mit Rosinen und Feigen aber auch im Mund, wo ist der Whisky? Sehr süffig und Richtung Abgang kommen Lakritze und etwas gelbe Gummiente (nicht schlimm)
Abgang: Ölig süß und mundfüllend kling er aus. Das Fass oder die Fässer zeigen sich eher selten. Man sagt sich da wäre auch Schwefel aber ich finde den nicht
Fazit: Das ist ein richtiges süßes Süßmaul. Das Ergebnis passt. Wenn man Lust auf süß hat dann ist man hier richtig. Zum "Wo ist der Whisky": Ich denke, dass hier ein relativ neutraler Grain mit einem gekonnten Finish gepimpt wurde. Aber egal, der ist LECKER
Das Fass ist eine wichtigere Erfindung als das Rad, denn in einem Rad kann man keinen Whisky reifen.
Nase: Süß, eine schwere Süße, Rübenkraut, Ahornsirup, Rosinen und Feigen. Die Süße ist schon likörartig, dazu kommen Holz, Gummiband und eine leichte Schwefelnote.
Gaumen: Wie in der Nase sehr süß, Ahornsirup, Schwefel und Gummiband.
Abgang: Schwefelige Süße, muffige Sherrynoten, Lakritze, Holz und Gummiband. Das Mundgefühl ist ölig.
Bewertung: Süße Sherrynoten mit ein bisschen Schwefel? Aber gerne doch! Der gefällt mir sehr gut!
Nase Eine Dose voll frisch gebackener Plätzchen, Lebkuchenteig, Zimt und Koriander, Rosinen, getrocknete Datteln und Feigen: volle Aromenbreitseite. Eine sehr aromatische und voluminöse Nase. 88
Abgang Recht lang, dabei trocken und nach wie vor mit Lakritz und einer ordentlichen Portion an Gewürzen. Milchkaffee, Karamell, Vanillekipferl. 87
Fazit Was für ein unerwarteter Knaller. Die 61.3% sind durchaus respekteinflößend, aber das gibt sich, hat man ihn einmal über die Zunge flutschen lassen. Sehr gefällig am Gaumen, dabei hocharomatisch und abwechslungsreich. Gefällt.
Nase: Eine nasenfüllende klebrige Süße schlägt an, ''Medjool'' Datteln, saftige Sultaninen, konzentriertes Feigenmark, Zuckerrübensirup wandelt sich über einen kurzen Zwischenstopp bei Melasse zu Ahornsirup, Treacle Toffee, ein Anklang an Backpflaumensaft, karamellisierte Walnuss, minimal Liebstöckel, weit im Hintergrund liegt eine einsame Zimtstange neben einer verschwindend geringen Spur Gummiabrieb, hier ist der pure Fasseinfluss am Werk, vom Destillat ist nichts zu finden
Gaumen: Der Geruch wird bestätigt, sehr zähflüssig und mit einer klebrigen Süße von Treacle Toffee und Zuckerrübensirup versehen, Melasse, Datteln, Sultaninen, Backpflaumen und getrocknete Schwarzkirschen, Pekan- und Walnüsse in dunklem Karamell, Lakritze im Zuckermantel, in weiter Entfernung sorgt ein spröder Einweckgummi hier und da für ein leichtes Stirnrunzeln, kann aber immer wieder erfolgreich ausgeblendet werden, zum Schluss kommt die Eichenwürze mit etwas Liebstöckel und einer Mischung aus Kakao und braunem Zucker wieder zum Zug
Abgang: Der Spirit verpufft wie erwartet schnell und sauber, aber die Holzwürze hält sich doch recht lang, Brandteig, dunkles Toffee mit Walnuss, Kakao, Melasse, Lakritze, Datteln und Sultaninen verblassen langsam, wodurch ein paar Bleistiftspäne mit Graphitstaub und Radiergummiresten für einen trocken-holzigen Ausklang neben einer Erinnerung an Backpflaumen und Schwarzkirschen freigelegt werden
Bewertung: Dieser Grain lebt vom PX-Fass und zwar wie! Die leichten Gummianklänge beiseitegelassen, ist dies fast schon ein Paradebeispiel, wie durch eine geschickte Nachreifung ein eher ausdrucksschwaches Destillat opulent aufgeladen werden kann. Süße, Würze und leichte Fruchtigkeit bilden hier ein aromatisches Dreigestirn, das mir gut gefällt.
“I definitely was attracted to similar things in punk and science. They both depend on a healthy dose of skepticism.” Greg Graffin
Nase: im Vordergrund Kaffee, Datteln, Rum Rosinen, tolles PX Fass! Mit Wasser dann Richtung Creme Brûlée, Werthers Otiginal, aber es schwebt so ein aceton Geruch vom Grain mit. Die Nase ist hierbei das Beste, die macht echt Spaß!
Mund: hier ist immer so ein Gummi-Aceton Geschmack dabei. Dahinter ein Super Fass am Werk, es gibt kandierte Früchte, Säure, Tabakblätter, Kräuter. Aber egal wieviel Wasser ich ihm gebe - und nach ein paar Tropfen wird er ausgewogener - hört der Grain Beigeschmack nicht auf mich zu stören.
Abgang: Eichenwürze, abgestandene Cola, Gummireifen. Muss man mögen
Fazit: Es sollte erwähnt sein, es ist mein erster Single Grain. Der Chiita von Nikka sollte hierbei nicht zählen, ein sehr ausgewogener Blend aus Grains. Der hier bereitet mir bis zuletzt Schwierigkeiten. Das war aber trotzdem sehr interessant zu probieren.