Nase: viel Vanille von den Ex-Bourbonfässern, Honig, kaum Früchte detektierbar vielleicht etwas Bananen, Buttergebäck. Insgesamt sehr süß aber langweilig
Gaumen: süß und würzig. Getreidenoten. Jugendiche Schärfe auf der Zunge.
Abgang: schöner würziger Abgang. überraschend lang. Kaum Bitterkeit. Leichte Schärfe
Bewertung: Solider Deanston. Die Klasse der Sherryreifungen erreicht er bei weitem nicht. Dennoch einer der besseren 12er Standards unter den schottischen Single Malts. 80 Punkte
Bowmorerauch, nasser Sand und Lagerfeuer in der ersten Nase, Salz, angespültes feuchtes Seegras. Seemänner rauchen Pfeife auf dem Fischkutter, jetzt kommen Schritt für Schritt Fasseinflüsse dazu, gebrannte Mandeln, zerlassene braune Butter, Pana Cotta mit Erdbeersoße, neben dem Dessert liegt etwas Zitronengras, ein Hauch Maschinenöl bevor wieder cremige und süße Aromen hervortreten, Zuckerrübensirup, Vegemite (Grüße nach Down Under), frischer Pfeifentabak (Virgnia und viel Perique), süße Erdbeeren, Johannisbeeren und saure Kirschen, Kardamom und Zimt, matschige Rosinen. In der zweiten Nase noch etwas mehr Portweineinfluss, echte Vanilleschote und ein kurzer Gedanke an Feuerzeuggas
Was für eine extrem komplexe Nase. Ich habe bei weitem noch nicht alle Aromen benannt. Man kann mit jedem Riechen neue entdecken. Sehr wandelbar und gleichzeitig toll ausgewogen. Kein Part nimmt überhand.
Gaumen:
süßer Portwein ist direkt da, viel Süße, viel Frucht, Erdbeeren, Brombeeren, Sauerkirschen, Johannisbeeren, gefolgt von Rauch, leicht glimmendes Lagerfeuer, Maaresaromen, nasser Sand, etwas Eiche, trocken werdend, süß und cremig, Kandiszucker, ein Hauch Ingwer, Pfeffer, grüner Tee, getrocknete Orangenschale, unreife grüne Walnüsse
Abgang:
sofort portweindominiert, viel Frucht und Süße, dazu etwas dezenterer Rauch, Nüsse (vorallem Mandel), frische Minze, Salbei, alte Eichenmöbel knarzen im Whiskyzimmer, wärmend bis in den Magen, prickelnde Pfeffernoten, Schokolade, etwas Salz, frischer Tabak, mittellanger bis langer "heißer" Abgang, voll und aromenreich
Bewertung:
Ein wundervoller Bowmore. Er besticht durch unglaubliche Komplexität und den starken Portweinaromen im Geschmack. Voll und intensiv und dennoch abgerundet. Der Rauch ist voll da sowohl in der Nase als auch im Geschmacj und verleiht dem Bowie Feuer. Vielleicht verträgt er ein paar Tropfen Wasser, könnte aber dadruch auch an Intensität verlieren, die ihm so gut steht. Ein paar Minuten länger im Glas tuen es auch.
Zitat von Hobbit im Beitrag #906Gerade noch den Longrow Red zum zweiten Mal im Glas. Diesmal gefällt er mir noch ein Tick besser. Schön süffig.
Den hatte ich gestern mal kurz angetestet und für recht gut trinkbar eingestuft. Mal schauen was das Sample noch hergibt. Ne Großflasche konnte ich mir heute noch sichern. Mal schauen, was mir der Rest des Samples noch flüstert?
U.a. den Forums-Caol Ila. Im (unfairen) Vergleich zu einem sehr guten 1982er aus selbiger Destille. Chapeau an das 'Auswahl-Komittee'. Er kann natürlich nicht komplett dagegen an, aber das ist eine wirklich gute Abfüllung, die ihr ausgesucht habt und einer der besten jungen Caol Ilas, die ich kenne. Auf dem Niveau dürfen gerne weitere Forums-Abfüllungen folgen ...
Anfangs einen Ben Bracken 22yo Islay - nett, süsslich, etwas dezenter rauch. Aber auch der wässrigste Whisky, den ich bisher hatte. kein Ahnung warum der so flach rüberkommt. Hat ja immerhin 40%... naja, man kann ihn trinken und er ist sicher der "sommerlichste" Islay den ich bisher hatte. Sehr belanglos, max. 80 pt.
Dann mit Abstand einen Glengoyne 21yo OA - der wird immer besser je länger er offen ist. Deutlich Sherry, das Holz, was anfangs extrem war wird weniger, mit 43% eigentlich nicht so weit weg vom BB aber im Geschmack und der Intensität liegen da Welten dazwischen. Ein wirklich guter Sherrywhisky, ich denke um die 90 pt.