Guten Morgen Forenfreunde, Inspiriert durch die wieder aufgekommene nach dem richtigen Glas wollte ich mal Fragen wie ihr denn Eure heilgen Trinkkelche reinigt. Das gesammte genießen des Whisky ist ja eine Art ritual bei dem alles passen muss also dürften ja auch keine Fremdaromen/Geschmäcker an die Gläser kommen. Habt ihr eine spezielle Technik zum reinigen oder kommen sie einfach in die Spülmaschine? Ich für meinen Teil spüle sie eigentlich spätestenst am nächsten Morgen nur mit heißem Wasser von Hand bzw. einem speziellem Lappen da es bei den Sniftern ja nicht so einfach ist.
Bin gespannt auf eure Antworten
Man kann jeden Dram nur einmal genießen, also macht es !!!
Beim Reinigen benutze ich eigentlich keine besonderen Techniken oder Materialien oder ähnliches. Abgespült werden die Gläser von Hand mit Schwamm und Spülmittel, das ganze natürlich mit der nötigen Vorsicht. In den Geschirrspüler kommen die Gläser nicht, weil der die Oberfläche auf Dauer stumpf macht.
Eine Weile rumprobiert habe ich allerdings mit verschiedenen Varianten beim Abtrocknen. Da in Berlin das Wasser anscheinend sehr kalkhaltig ist, kann man die Gläser nicht einfach trocknen lassen ohne unschöne Wasserflecken zu erzeugen. Normale Geschirrtücher oder Papier von der Küchenrolle hinterlassen allerdings gern Fusseln. Im Internet bin ich dann irgendwann auf den Tipp gestoßen zum Gläser abtrocknen Tücher aus Reinleinen zu verwenden und siehe da, das bringts. Trocknen gut ab und hinterlassen keinerlei Fusseln.
Wie in jeder ordentlichen Gastronomie: Abends nicht eintrocknen lassen, mit heißem Wasser, einem feinen Lappen oder Schwamm und Spülmittel von Hand spülen, mit kaltem Wasser klarspülen und mit einen Tuch polieren.
Beim Blenders1920 Glas muss ich leider der Form wegen auf das ganz akkurate Polieren teilweise verzichten.
Bei mir landen alle Gläser in der Spülmaschine, da ich einfach zu faul bin um mit der Hand abzuwaschen. Bisher haben das vom Glencairn bis zum Premium Snifter alle ausnahmslos in tadellosem Zustand überlebt.
Ich finde es aber schön, dass einige hier das Abwaschen und Polieren sehr gewissenhaft von Hand zelebrieren, um das Hobby voll auszukosten.
Nur Wasser und Reinleinentrockentuch. Plus "rituelles Blitzblank-Polieren". Niemals Spülmaschine. Fragt mich nicht, warum. Mag ich bei Tastinggläsern einfach nicht (gilt für alle Whiskygläser).
Ich reinige meine Tastinggläser von Hand. Die Haptik und der Geruch nach nem Spülmaschinengang gefallen mir einfach nicht. Das Innere des Glases wird mit heißem Wasser durchgespült, Spülmittel nur außen (um etwa beim Glencairn die Fettabdrücke der Pfoten zu entfernen). Reinleinentücher sind prima und nutze ich auch, beim Glencairn tut es aber auch ein Tuch von der Küchenrolle. Fussel habe ich dabei keine.
Falls ich Lust auf Aprikosen aus dem Räucherofen am nächsten Morgen habe, lasse ich ein Glas auch mal (mit Deckel) stehen. Ansonsten wird abends gespült und abgetrocknet.
Alles von Hand und nur mit Wasser. Für Whiskygläser habe ich dazu ein eigenes Handtuch und eine eigene Abwaschbürste. Die Bürste kann ich aber nur für die Glencairns verwenden.
Die Spiegelau Snifter und Glencairns sind ja spülmaschinentauglich. Also kommen die da rein, wenn noch Platz ist. Wenn die Messer per Hand gespült werden und ein Glas daneben steht, wird es per Hand gespült. Gläser mit Aufdruck werden sehr vorsichtig per Hand sauber gemacht. So ein richtiges System habe ich also nicht
In der Regel einfach mit Wasser und noch von Muttern vererbten Küchenhandtüchern, da fusselt nix mehr! Wenn es sich ergibt wandern manche Gläser auch mal schnell mit in den Spülmaschine, werden danach aber trotzdem durchgespült und von Hand getrocknet.
Gespült werden meine Whisky-Gläser nur in 80 Grad erhitzten Einhorntränen. Dort lasse ich sie dann ca 30 Jahre einweichen, bevor ich sie vorsichtig mit den Federn eines Baby-Dodos von innen und aussen trocken steichle. Um ganz sicher zu gehen, dass auch der letzte Rest Whisky aus dem Glas verschwunden ist, spüle ich das Glas mit einem ordentlichen Schluck Black Bowmore aus ( das Zeug ist ja auch echt nicht genießbar) und wiederhole die Prozedur.
Wenn ich dann abends in meinem mit Mammut-Elfenbeinintarsien verzierten Ohrensessel aus Malabar-Zieberkatzen-Fell sitze und meinen Queen Margot aus meinem frisch gespülten Glas trinke, weiss ich wieder, warum ich mir diesen Spülirsinn angetan habe...(Zitat Oktobull Dezember 2016 bei whisky.de).