Nase: Ein dunkler Schwall von Röstaromen mit sehr viel Schokolade und natürlich Rye-Charakter. Sehr voluminös mit kaum warnhembarem Alkohol, viel Vanille, Orangen, schöne Süße. Die Fässer sind natürlich sehr dominant. Alte Bücher, etwas Zimt und eingelegte Früchte. Würze kommt langsam hervor.
Geschmack: Sehr geschmeidig, süß und voll. Die Süße und aufsteigende Würze wollen sich gegenseitig überholen. Die Würze schiebt, ganz leicht pfeffrig mit viel Speichelfluss durch die nach wie vor starke Süße. Dunkles Karamell mit Bratapfel.
Abgang: Die Würze bleibt zunehemend zurück, schöne Espressonoten mit hellem Kakao. Orangenschale und schöne Eiche verbleiben, toll.
Ein besonderer, geiler Rye. Sehr tolles Erlebnis, mit viel geschmeidiger Süße gepaart mit starker Eiche und schönen weihnachtlichen Aromen. 89-89-88
Nase: Nur im ersten Moment eine deutliche Rye-Note. Schnell machen sich Früchte wie Erdbeeren, mit Schokolade überzogene Kirschen und auch Saftorange bemerkbar. Insgesamt ist der Sagamore also auf der etwas helleren Seite zu Hause. Der Rye trägt trotzdem seinen Anteil in Form von Zimt und Roggen-Würze bei. Untermalt wird alles von einer angenehmen Röstnote aus der zusätzlichen Fassreifung. Nach dem ersten Schluck macht er im Glas so richtig auf und wird sehr voluminös. Die Rye-Noten gehen sogar ein wenig in den Hintergrund, man könnte ihn dann auch für einen würzigen Bourbon halten.
Geschmack: Der Alkohol ist super eingebunden. Er hat ein sehr seidiges Mundgefühl. Nicht so süß wie in der Nase und sogar ein wenig trocken. Die Aromen sind sehr ausbalanciert.
Abgang: Zuerst macht sich der Rye noch mal bemerkbar, bevor brauner Zucker, Karamell und die Früchte in den Vordergrund treten. Kam er in der Nase noch heller rüber, erinnert der Abgang am meisten an einen Double Oak. Tief, dunkel und lang.
Eine wirklich tolle Abfüllung, die vom ersten Schluck an Spaß macht und sich mit der Zeit noch mal deutlich verändert. Interessant vor allem für Neugierige, die vom Bourbon kommen und sich gerne mal an einem Rye versuchen möchten, der einem nicht gleich den Hintern versohlt.
———————————————————————————————————————— “I often quote myself. It adds spice to my conversation.“ Bernard Shaw