Gründungsjahr: 1898 Region: Highlands Typ: Malt Status: abgerissen Gründer: David McAndie, Glenlochy-Fort William Distillery Co. Ltd Eigentümer: Diageo Letzter Besitzerwechsel: 1953 von Train & McIntyre
Wasserquelle: Glen Nevis Washstill(s): 1 × 14.580 l Spiritstill(s): 1 × 14.380 l Produktionsvolumen: unbekannt
Mögliche Aussprachen des Namens: Glen-lochy
Bedeutung des Namens: ?
Kühlfilterung: unbekannt Färbung: unbekannt
Preisgefüge: unbekannt
Besonderheiten: keine
Status bei Genießern: nahezu unbekannt
Brennerei: Die Brennerei lag bei Fort William und wurde bereits 3 Jahre nach der Gründung aufgrund einer schlechten Wirtschaftslage auf Minimalbetrieb gefahren. Auch nach der Übernahme des späteren Diageo-Konzers lief die Glenlochy wirtschaftlich gesehen nie besonders gut und produzierte selten auf Maximalbetrieb. 1983 wurde die Brennerei geschlossen. Heute sind die Gebäude teilweise abgerissen, teilweise zu Ferienwohnungen umgebaut.
Typische Aromen und typische geschmackliche Merkmale: Von Glenlochy hat es nie Originalabfüllungen gegeben, das meiste wanderte in die Blendproduktion, was eine geschmackliche Charakterbestimmung entsprechend erschwert.
Zur Bedeutung des Namens: Dieser bezieht sich auf den Ortsnamen, in welcher die Brennerei gegründet wurde: Inverlochy = Glenlochy, direkt angrenzend an Fort William.
Und ansonsten kann ich noch zwei Bilder aus dem Diageo Archive beitragen. Die Bilder sind 1953 oder kurz danach entstanden, da hier schon das Distillery Guest House abgebildet ist.
Die Brennerei Glenlochy wurde 1898 mit Ankauf eines Grundstücks durch die Glenlochy Fort William Distillery Company im Örtchen Inverlochy bei Fort William gegründet. Initiator war David McAndie, Weinhändler und Inhaber der Brennerei Glencawdor (oder auch Glen Cawdor). Mitinhaber des neuen Unternehmens wurde unter anderem James Grant, Eigentümer von Highland Park. Im Jahre 1901 nahm die neu errichtete Brennerei ihren Betrieb auf. Damit war sie die dritte aktive Brennerei vor Ort, die anderen beiden waren die Ben Nevis Distillery sowie die Nevis Distillery.
Im Vergleich zu den den beiden anderen Brennereien sollte Glenlochy mengenmäßig an Ben Nevis heranreichen (3000 Gallonen die Woche), jedoch wurden die ursprünglichen Pläne noch einmal geändert. Die Mälzerei wurde in der Bauphase halbiert und stattdessen in ein Lagerhaus umgebaut, auch verzichtete man auf einen Washback. Die Kapazität betrug bei Eröffnung noch 1500 Gallonen die Woche. Diese Reduzierung wird wohl eine direkte Reaktion auf die Auswirkungen des Pattison-Crashs gewesen sein.
Auch in den Folgejahren wurde Glenlochy durch die Whiskykrisen der damaligen Zeit geprägt, ab 1913 stand das Unternehmen zum Verkauf und wurde 1917 stillgelegt. Nach einem Besitzerwechsel floß ab 1922 wieder Whisky, ab 1934 folgten wiederum Eigentümerwechsel. Ende 1934 ersteigerte Thomas L. Rankin die Brennerei für einen Spottpreis von 850,00 Pfund, wohl mit dem Ziel Glenlochy abzureißen und die Grundstücke zu verwerten. Auch die Brennereien Gartloch und Bo’ness wurden Opfer seiner Unternehmungen. Schlussendlich blieb Glenlochy von diesem Schicksal verschont und wurde 1937 abermals verkauft. In der Folge konzentrierten sich die Anteile im Unternehmen Train & McIntyre, welches 1953 von der Distillery Company Ltd (DCL) aufgekauft wurde. Im Rahmen des damaligen Hypes wurde noch einmal investiert und ab 1959 Glenlochy modernisiert. Hier bekam die Brennerei nun auch ihren vierten Washback. Die Mälzerei war bis 1969 in Betrieb, anschließend kam das Malz von Lochaber (das war die 1908 geschlossene Nevis Distillery, die Mälzerei gab es noch).
Ab 1981 wurde die Brennerei dann Opfer der nächsten Whiskykrise, zuerst drosselte man noch die Produktion und setzte diese bereits 1981 für vier Monate komplett aus. Am 31. Mai 1983 sollte Glenlochy dann für immer geschlossen werden. In der Folge wurden Teile von Glenlochy abgerissen, andere in Wohnraum umgebaut.
Unknown-4.jpeg - Bild entfernt (keine Rechte) Bereits zur Gründung wurde am 18. November 1898 der Bahnanschluss mit der North British Railway Company vereinbart.
Ich füge mal noch zwei Bilder von 1925 ein. Beide entnommen aus dem Buch der James Eadie Ltd. "The Distilleries of Great Britain & Ireland" (1922-1929)
Je älter man wird, desto ähnlicher wird man sich.
Manchmal sind Nächte, in denen man nicht einschlafen kann, die Nächte, in denen man aufwacht.