Geschmack: Anfangs fruchtig süß nach Orange und Vanille, dann eine schöne leicht pfeffrige Würze, gefolgt von einer leichten Rauchigkeit
Abgang: typischer Highland Park Rauch, aber etwas intensiver als gewohnt. Am Ende bleibt eine angenehme Bitterkeit nach Eiche zurück
Fazit: ein etwas ruppigerer Highland Park als sonst. Eigentlich ganz angenehmen zu trinken und besser als erwartet. Leider fehlt etwas der Tiefgang/Komplexität. Der 12er ist runder, aber nicht unbedingt besser, da der Dragon schon intensiver im Geschmack ist. Alles in allem war er mir aber die 42€ wert.
Meine erste Bekanntschaft mit einem rauchigen Whisky verlief denkbar schlecht mit einem Laphroaig 10 und das war zu viel des Guten. Das Medizinische ist (noch?) nicht ganz so meins.
Gestern war ich bei meinem Schwiegersohn und wir haben seine neueste Erwerbung verkostet : Highland Park Dragon Legend Und was soll ich sagen, das war der erste Whisky (von bisher 7 ) wo ich sagte : lecker, davon bitte mehr! Angenehme frische und leicht fruchtige Note, dezenter Rauch und erst nach und nach entfaltete sich der Geschmack im Mund. Auch blieb im Mund relativ lange ein angenehmer Geschmack zurück, leichter Rauch schwang mit. So ein Rauch gefällt mir - wie Lagerfeuer.
Habe mir jetzt im Forum als nächste Stationen unter anderem Samples von HP 12+14, Ardmore 12 Port Finish, Talisker Port Ruighe und Talisker Distillers Edition 2010/2020 bestellt.
Nehme gerne per PN Empfehlungen entgegen, welche Whiskys dem Dragon Legend ähneln. Rauch darf gern etwas intensiver sein, ohne ins Medizinische abzudriften. Danke
Natürlich kann man sich aufregen. Man kann aber auch Kekse essen.
Highland Park Dragon Legend, 43,1% alc. Ausbau: Sherryfässer
Nase: Der Whisky startet mit einer Mischung aus reifen Fruchtaromen und geräuchertem Tee. Orangenabrieb, Pflaumen und ein Hauch von Kirschen in Schokolade, anschließend rieche ich Karamell, Holzkohle, Honig und Mandelmus.
Gaumen: Leicht würzig, auf jeden Fall würziger als in im Geruch, dazu ein volles und cremiges Mundgefühl. Karamell und etwas Torf, Orangenmarmelade, ein paar Sultaninen und getrocknete Aprikosen, Gewürznelken und grüner Tee mit Honig.
Abgang: Mittellang, etwas rauchig und viel feuchte Erde. Kalter Tee, Orange, Zitronenabrieb, Meersalz und eingelegte Kornelkirschen. Zum Ende hin Gewürznelken und ein Hauch schwarzer Pfeffer.
Fazit: Dieser Highland Park hat vielleicht einen Hauch mehr Torf als andere Abfüllungen der Brennerei, eine Rauchbombe sollte man aber nicht erwarten. Stattdessen eine feine Komposition und für einen Whisky ohne Altersangabe überraschend gut. 84/100 Punkte (2024)