Nose Eine feine Rauchnote, die Noten von Aprikose und Honigmelone umwölkt. Wenig torfig, dafür hat der Rauch einen leicht stechenden Einschlag von Salmiak. Sobald sich die Nase an den Rauch gewöhnt hat, dominieren die Früchte und feine Vanille. Etwas Eiche.
Taste Voller Körper. Rauch, wie er aus einer Kammer dringt, in der Würstchen geräuchert werden. Heidekraut und Honig, Fruchtnoten. Wie in der Nase verflüchtigt sich der Raucheindruck rasch und hinterläßt eine angenehm wärmende fruchtige Süße.
Finish Mittellang und trocken werdend mit zunehmender Eiche und einer Rückkehr erkalteten Rauchs.
Comments Rund, ausgewogen, fein. Der 22YO kann sich sehen lassen.
Aroma: Schaumbananen, dezente Zitrone, wunderbare Süße, Vanille, helles, weiches Karamell und Zuckerwatte. Die Nase ist sowas von süß! Hinter der dominierenden Süße versteckt sich eine Spur Rauch, Gummiabrieb, getrocknete Kräuter und eine von mir nicht näher zu definierende mineralische Note.
Geschmack: Süß, mild, etwas frisch geriebene Zitronenschale, leichte Säure und ein wenig bittere Eiche. Vanille, Fudge, Orangenmarmelade, etwas kandierter Ingwer und etwas Meersalz.
Nachklang: Mittellang, süße Zitronen, würzige Eiche und zum Ende trockener werdend. Hier zeigt sich die Rauchigkeit noch am deutlichsten. Ein schönes wärmendes Lagerfeuer.
Fazit: Der NAS Connemara hat mir überhaupt nicht gefallen. Diese Abfüllung gefällt mir richtig gut. Ich bin nahe dran begeistert zu sein. Etwas mehr Rauch und etwas weniger Süße und ich wäre nicht abgeneigt mir eine Flasche zuzulegen. Zudem scheint die Abfüllung (momentan) noch fair bepreist zu sein.
"Freedom an' whisky gang thegither! Take aff your dram!" Robert Burns, 1786
Abgang: fast lang: herber Sahnekakao am Zungengrund, rauchige Haselnüsse am Gaumen, mit Vanille und etwas Milchkaffee in eine feine Holzwürze überleitend, um mit salziger Tinte und Latschenkiefer mildrauchig in schokoladiger Eiche bei zunehmender Süße auszuklingen
Bewertung: Ein mildwürziger leichter Ire, etwas unkultiviert in der Einbindung des Alkohols, doch davon abgesehen ein mildrauchiges Leckerchen, mit feinen Kräuter- und Fruchtaromen, bei dessem Alter ich niemals an 22 Jahre gedacht hätte, -gut-.
"Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln." (Otto von Bismarck)
Milchstraße, Lokale Interstellare Wolke, Sonnensystem Sol, 3. Planet
Recht komplexe Nase. Tropische helle Früchte. Banane, Lychee, Papaya, Ananas usw. Der Rauch ist sehr dezent und eingewoben ins Gesamtbild. Hat was von Zigarrentabak (unverbrannt). Dann florale und getreidige Akzente. Süßer Rührkuchen mit Mandeln. Die Vanille erwacht jetzt auch, wie auch die Milchschokolade. Der Malt entwickelt sich sehr mit Luftkontakt. Das wird so delikat, dass sogar ich mich jetzt ein wenig mit dem Mundkontakt zurückhalte, da jetzt sogar likörartige Fruchtnoten emporkommen. Okay, jetzt will ich mehr. Uh, der ist im Mund aber wirklich ansprechend. Dezente Süße trifft auch abgelagerten Rauch und feine Eichenaromen. Alkohol ist vollständig wegintegriert und wow, ist der fruchtig auf der Zunge. Der Rauch schiebt sanft von hinten, will aber nie dominieren. Stattdessen will es aber die Eiche, die sich immer adstringierender präsentiert. Begleitung gibt es von vollmundigen Getreidearomen. Der Abgang ist lang und komplex. Leicht säuerlich und röstig, aber weiterhin sehr fruchtig mit Rauch, Eiche und Schokolade.
Der hat was. Ist wirklich der leckerste Connemara bisher in meinem Glas. Schöne Sache, dieses Aromenprofil in gereift erleben zu dürfen.
------------------------------------------------ Quoten-Alien des Forums
Na, Leute haben später erzählt, hätte ich mir Geschichte nur ausgedacht. Böse Leute haben erzählt: Hätte ich Schwäche für Alkohol, die ich auf Erde heimlich mache, aber wenn ich bin auf lange Raumfahrt, dann hemmungslos. Gott allein weiß was gibt für Gerüchte, aber so sind Menschen: Glauben lieber größte Blödsinn, als wahre Tatsache. Ijon Tichy - Raumpilot