Zum Seitenanfang Schritt hoch Schritt runter Zum Seitenende
[b][/b]
[i][/i]
[u][/u]
[big][/big]
[s][/s]
zentriert
[code][/code]
[quote][/quote]
[spoiler][/spoiler]
[url][/url]
[video][/video]
[img][/img]
Smileys
happy
smile
lol
zwink
mrgreen
oops
cool
hm
oehm
sad
roll
zunge
shock
arrow
kaffee
xmas
finger
engel
keks
motz
crushed
eek
love
freak
box
ratlos
teach
hammer
ragnar
slainte
thump
chat
mampf
kratz
whisp
cele
trooper
death
rip
pop
bang
pray
close
platz
flag
kinn
kotz
raushier
☑️
❌️
[mail][/mail]
[pre][/pre]
Farben
[rot][/rot]
[blau][/blau]
[gruen][/gruen]
[orange][/orange]
[lila][/lila]
[weiss][/weiss]
[schwarz][/schwarz]
Flaschenteilung
Admin/Mod-Ruf
Ins Archiv
Lehnhoff
Torfstecher
Beiträge: 102 | Zuletzt Online: 23.11.2020
Registriert am:
18.08.2018
    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Ich hab nen Tipp für euch - Interessante Abfüllungen" geschrieben. 17.11.2020

      Zitat von Roy Bradl im Beitrag #4330
      Zitat von Latituder im Beitrag #4322
      Nein, muss es auch nicht. Die nahezu gleiche Alkoholstärke spricht dafür. Wobei es ja auch eine bewusst eingestellte Zielalkoholstärke sein könnte, die dadurch entstanden ist, dass man unter 40% gefallene Fässer Single Malt aufgesprittet hat mit Grain Whisky mit einer höheren Alkoholstärke bis die gute Trinkstärke von 44,x erreicht wurde (Bspw: Ein Fass Girvan aus 1979 mit 50% mit einem Fass Single Malt ? mit 39%). Es gibt ein paar Girvanfässer aus dem Jahr 1979, die genau diese Anforderungen erfüllen.

      Das eine schließt das andere nicht aus in diesem Fall.

      Interessanter wäre natürlich, was den Maltanteil ausmacht. Suchziel wären Abfüllungen mit Brennjahr 1980, die sehr nah an 40% abgerutscht sind. Bei diesen Batches sind dann sicherlich auch ein paar Fässer unter 40% für die Einzelfassabfüllung gerutscht und wurden zur Weiterverwertung von den UAs mit höherprozentigem Grain geblendet (bspw. mit Girvan 1979) und als Blended Whisky abgefüllt. Ich weiß von anderen Abfüllungen, dass das häufiger bei Glenfarclas von UAs praktiziert wurde. Primär aber nicht mit Grain, sondern mit anderem Malt. Und auch eher bei noch älteren Abfüllungen (Glenfarclas vor 1975).

      Es gibt aber auch viele Glenrothes, die bekanntlich relativ gut für die UAs erhältlich sind und die Anforderungen erfüllen. So gibt es einen 1980er Adelphi von 2019, der mit 40,2% noch so gerade als Einzelfass abgefüllt werden konnte.

      Mein Tipp wäre daher ein Blend von Glenrothes 1980 und Girvan 1979. Blenddatum vermutlich 2019.
      Adelphi, NSS und Cadenheads haben die Glenrothes-Fässer aus 1980 zwischen 2018 und 2019 gekauft. Die meisten waren aber unter 40% abgerutscht. Vielleicht gab es auch ein Rabatt für die Fässer unter 40%. Cadenheads und NSS haben sich noch ein Fass Girvan aus dem Lager geholt oder gekauft, um ihr Fass überhaupt verwerten zu können. Das sherry butt beim Spica ist das Glenrothes-Fass, das bourbon barrel das Girvan-Fass. Die Cadenheads-Abfüllung ist je ein halbes Fass, welches noch von 2019 bis 2020 in einem sherry butt zusammen reifte und nun etwas irreführend mit 468 Flaschen als "matured in a single sherry butt (but not for the whole 40 years)" verkauft wird. Die anderen Hälften tauchen bald bei einem anderen UA oder zu einem späteren Zeitpunkt bei Cadenheads selbst auf.

      Das wäre eine Theorie.

      @Latituder
      Wenn ich es richtig im Kopf hab gab es zum Jubiläum von Cadenheads einen alten Glenfarclas, der als Spirit Drink verkauft wurde weil nur noch 38% übrig waren.
      Das würde gut zu deiner Theorie passen.

      Letztes Jahr gab es im Warehouse bei Cadenhead's einen 39jährigen Blend, wo Edrington irgendwas zusammengekippt hat. Davon hatten die ein paar Fässer, wie sie erzählten. Das hieße, Cadenhead's hat da ein paar Fässer mit altem Edrington-Whisky stehen, von dem man nicht so genau weiß, was drin ist. Wenn man bedenkt, dass noch vor 25 Jahren die Jungs bei Tobermory z.T. wahllos "Ledaig" oder "Tobermory" auf die Fässer geschrieben haben, kann man davon ausgehen, dass man da damals nicht so sorgfältig ausgezeichnet hat. Das kann Cadenhead's dann nur als Blend verkaufen, ggf. mit einem anderen Fass dazu.
      Edrington scheint es mit der Auszeichnung der Fässer wohl sowieso nicht so genau zu nehmen. Da scheint es auch ein paar sogenannte Single Casks von HP zu geben, wo einfach Edrington Sherry Malt abgefüllt wurde, obwohl man nicht wußte, ob tatsächlich HP drin war. Wenn man einen großen Fassbestand hat, ist das nicht schlimm, wenn man einen eigenen Blend macht. Aber das macht Cadenhead's ja gerade nicht so recht (von den Shop-Fässern abgesehen). Egal, ich hab mir eine bestellt.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Nur echt mit Aluhut" geschrieben. 13.11.2020

      Zitat von LeChiffre im Beitrag #4
      Ich schmeiß mich weg .
      Hat jemand von euch zugeschlagen?

      Da konnte ich nicht anders als gleich eintüten. Den Whisky haut man mit ein paar Freunden weg, entweder kopfschüttelnd oder schenkelklopfend aufgrund der Dummheit der Leute. Denn genau das ist momentan das einzige, was irgendwie noch hilft: Humor und Schnaps.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Glenfarclas Family Casks Summer 2020 " geschrieben. 13.11.2020

      Zitat von Caileachd im Beitrag #54
      Zitat von tommy im Beitrag #52
      Zitat von Luckywolf im Beitrag #51
      Hier gibt es noch mit fairen Preisen...

      Glenfarclas FC 2020 alle incl. Versand

      1990 € 509,00

      1991 € 499,00

      1994 € 249,00

      2000 € 169,00

      sales@whisky-port.de

      Viel Glück



      @Luckywolf Danke für den Tipp. Die Preise erscheinen fair. Aber um was für einen Shop handelt es sich denn eigentlich und wie seriös sind die? Ich habe noch nie etwas von whisky-port.de gehört und die haben auch keine richtige Onlineseite. Interessant wären auch die Zahlungsbedingungen. Vorkasse käme für mich bei einem so unbekanntem Shop nicht in Frage.


      Es gibt noch nichtmal ein Impressum... Ob das alles so legal ist, ist die Frage....

      Wenn der Shop im Aufbau ist (was bei einigen kleineren Läden der Fall sein könnte), dann ist die Fassstark-Karawane da noch nicht drüber gezogen und dann stehen da vielleicht auch noch Family Casks rum. Solange es noch einen Fachhandel gibt, gibt es eben auch Shops, die nicht optimiert sind, dass die Sammler ihre Ware sofort bei Google auf der ersten Seite finden. Da gleich Betrug zu wittern, ist unfair.

    • Die Liste :
      Smokydrink 10cl
      Michelob1974 10cl
      Stef_D 10cl
      Cantaloop 10cl
      matts 10cl
      Lehnhoff 20cl
      Rest 0cl

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Hype bei Springbank Standards ???" geschrieben. 26.10.2020

      Vielleicht ist Springbank in den letzten 2-3 Jahren etwas beliebter geworden, spricht sich ja eben auch rum. Aber "Hype"... also das ist dann eher Glenallachie Ölfass oder ADOS. Die gebrannte Menge bleibt wahrscheinlich relativ gleich, aber wenn dann 10% mehr Leute Springer trinken wollen, dann wirds etwas knapper. Und die Freunde von Springbank sind in der Regel keine Farbtrinker. Teuer geworden sind Springer UAs, in z.T. nicht nachvollziehbare Gegenden.
      Der 12CS kostet immer so um die 65 Euro. 10 Jahre CS kosten beim durchschnittlichen UA 80-90 Euro. Laphroaig 10 CS kostete dieses Jahr auch 80,-, Lagavulin 12 CS immer um die 90. Das ist mE echt nicht zu hoch. Der 15er kostet das gleiche wie Glendronach Revival und Benromach 15. Also irgendwie noch normal im Rahmen.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Hype bei Springbank Standards ???" geschrieben. 25.10.2020

      Springbank kommt jenseits der drei Standards immer in Batches. D.h. den CS gibt es meistens, ab und an auch nicht. Gleiches gilt für den 15er, 18er und den 21er ebenso. Da der zumindest in D gut vertrieben wird, schlummern halt auch noch viele Flaschen im stationären Fachhandel. Und wie schon geschrieben: zwischen Mitte März und Juli arbeitete niemand bei Familie Mitchell. Da jede Flasche selbst abgefüllt wird, heisst das einfach, dass dieses Jahr ein Drittel weniger Springer verfügbar ist. Zumindest der deutsche Importeur hatte im Sommer keine Flasche aus Campbeltown mehr auf Lager. Aber nur weil etwas, was immer schon begrenzt verfügbar ist, ausverkauft ist, würde ich nicht von "Hype" sprechen.
      Springbank hat gerade etwas die Preise erhöht, ist aber wahrscheinlich immer noch mit das beste PLV auf dem Markt. Finde ich auch völlig okay, schließlich haben die ihrer Belegschaft in der o.g. Corona-Pause das volle Gehalt weitergezahlt.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Ich hab nen Tipp für euch - Interessante Abfüllungen" geschrieben. 24.10.2020

      Zitat von Boletus im Beitrag #3944
      Na, wer hat ein bisschen Geld aus der Portokasse übrig? Dann hab ich hier was für ihn.

      Am coolsten finde ich ja "im Jute-Säckchen". Wo eine 80-Euro-Flasche schon in Holzkiste kommt, finde ich es eigentlich ziemlich cool, dass die 1000-Euro-Flaschen einfach nur im Stoffsack verpackt werden.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Was mich gerade nervt..." geschrieben. 06.10.2020

      Der Cadenhead Club funktionierte früher noch mit Sparmarken. Da konnte man pro gekaufte Flasche in einem Cadenhead's Shop einen Stempel bekommen, den man dann gegen eine Clubflasche oder was aus dem Sortiment eintauschen konnte. Das wurde vor ein paar Jahren eingestellt (allerdings gab es da auch einen jährlichen Mitgliedsbeitrag). Seitdem gilt: einmal bezahlen, immer Mitglied. Neben den erwähnten Vorteilen bekommst du auch zwei Warehouse Tastings in Campbeltown pro Jahr umsonst. Es gibt normalerweise auch Clubflaschen, auf die nur du als Mitgleid zugriff hast. Die werden in der Regel beim Cadenhead's in the Courtyard-Festival von Mitgliedern verkostet und ausgesucht. Da gab es von einem 5-jährigen Bunnahabhain bis zu einem 25-jährigen Glen Grant bislang alles.

      Springbank Society funktioniert ähnlich. Einmal zahlen, du bekommst ein Polo-Shirt, Heftchen und Pin, zudem eigentlich noch eine Miniatur. Dafür bekommst du freien Eintritt vor Ort bei Führungen und genießt Zugriff auf 1-2 Society-Abfüllungen pro Jahr, die in der Regel fair bepreist sind. Das ann dann ein Hazelburn aus dem Bourbon-Fass sein oder ein Longrow aus dem Port- oder Sauternesfass, sowas halt.

      Bei beiden bekommst du wie schon geschrieben, früher Infos über Abfüllungen. Wie die shops das dann mit der Zuteilung handhaben, ist jeweils unterschiedlich. Ich bin jedenfalls bei beiden Mitglied, aber ich komm aus der Nummer auch nicht mehr raus :-D Lohnt auf jeden Fall mehr als SMWS.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Wann ist jemand ein Bottleflipper? " geschrieben. 05.10.2020

      Zitat von Nosferatu68 im Beitrag #262
      @Lehnhoff

      Mal abgesehen von deiner fachlichen Expertise empfinde ich es als vermessen, Jemanden mit einer bestimmten Moralvorstellung als naiv zu bezeichnen. Das entspricht nicht einer besonders ausgeprägten empathischen Ansicht. Warum sollte man sich andere und komplexere Werkzeuge zueigen machen, wenn es einfach ist? Sich auf Kosten Anderer zu bereichern ist in meinen Augen unmoralisch und lässt jede Form von Anstand vermissen. Aber deine Ansicht passt genau zu dem Bild, was ich mittlerweile von unserer Gesellschaft habe, und zwar immer ich, ich, ich , ich. Und damit bin ich nicht einverstanden, ob es jetzt nun um Whisky geht oder um andere Dinge. Das zeugt vom eindeutigen Verfall unserer Wertegesellschaft, die das in weiten Teilen nicht mehr ist.


      Mein Einwurf war doch nur ein Angebot, das aus einer analytisch anderen Perspektive zu sehen. Die ich nicht unbedingt teilen muss. Eine ökonomische Sichtweise kommt immer eher kalt und unsozial rüber. Aber neben einer sehr normativen Perspektive gibt es eben auch andere. Und wenn ich eben nicht die einzelnen armen Schweine als alleinige Übeltäter dafür verantwortlich mache, dass der Whisky so teuer geworden ist, sondern das System, welches solches Verhalten erst möglich macht und nahelegt, dann finde ich das eigentlich ziemlich empathisch. Es ist nichts daran empathisch, wenn ich mich auf ein normativ ganz hohes Ross setze und einen großen Teil der Whiskyszene entlang meiner (!) Maßstäbe aburteile, auf dass nur noch wenige meinen Werten genügen. Dann haben wir in letzter Konsequenz Lynchmobs bei Whiskymessen, weil rauskommt, dass ein anwesender Flaschen geflippt hat (nicht lachen: sowas ist in fast allen "Subkulturen" schon passiert). Nicht der einzelne Flipper ist das Problem, das ist glaube ich deutlich.

      Ich bin seit über 30 Jahren Vegetarier. Ein einfaches Werkzeug wäre: "alle Fleischesser sind W***er, schließlich wissen die über Tierhaltung und alles Bescheid, trotzdem geht denen ihre Plauze über alles. Immer nur ich, ich, ich, Hauptsache ich hab lecker essen, egal wer oder was drunter leidet!" Das hab ich vielleicht vor 30 Jahren gemacht, aber ich weiß inzwischen auch, dass die Frage, ob und warum jemand Fleisch isst oder nicht, viel komplexer ist. Und ich kenne sehr sehr viele Menschen, welche Fleisch essen, die sehr klug und empathisch sind und trotzdem ihre Gründe haben, weiterhin Fleisch zu essen. Ich würde einen Teufel tun, die so abzuurteilen oder einen Abgesang auf die westliche Gesellschaft anstimmen, weil sich 90% nicht nach meinem Empfinden unmoralisch verhalten. Und das ist nicht die einzige normative Baustelle in meinem Leben. Wenn man Werte hat, dann ist es angesichts der Missstände ein täglicher Kampf, nicht zynisch zu werden.

      PS: Das mit den Titeln ist mir sonst selber zu doof, aber wenn ich so herablassend angemacht werde...

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Wann ist jemand ein Bottleflipper? " geschrieben. 05.10.2020

      Zitat von Georg im Beitrag #258
      Zitat von Lehnhoff im Beitrag #254
      Ein Gedanke noch dazu, der mir die letzten Tage gekommen ist:

      In den Wirtschaftswissenschaften würde man Spekulierer von Investoren dahingehend unterscheiden, ob sie mit oder gegen den Markt investieren. Der Investor geht davon aus, dass das Produkt eine gute Perspektive hat und man diesen Wertzuwachs mit Kapital unterstützt. Der Markt bildet den optimalen Preis für die Investition ab, inklusive der zu erwartenden Erträge. Der Spekulierer geht hingegen davon aus, dass der Markt - und hier wird es für uns interessant - imperfekt ist. Der Markt spiegelt eben nicht das optimale Verhältnis von Angebot und Nachfrage wider. Bottleflipper "korrigieren" gewissermaßen die Marktfehler. Wenn der Markt gut wäre, gäbe es keinen Anreiz zum Flippen. Und so wie es 2008 eher peinlich war, wenn öffentliche Stimmen meinten, dass die Finanzkrise (oder die Auswüchse auf den Finanzmärkten) von der gier "unanständiger" Trader ausgelöst wurde, so falsch ist es auch, das Problem Bottleflipping und den Whiskymarkt auf eine individuelle Ebene zu reduzieren, indem man fehlenden "Anstand" kritisert. Das ist mindestens naiv.

      Wenn Du schon die provozierende Vokabel "naiv" verwendest,
      dann lass Dir gesagt sein, dass die Wissenschaftler Vokabeln gut-schlecht etc., also wertende Begriffe meidet wie Der Teufel das Weihwasser. Wissenschaft versucht, so exakt wie nur möglich zu sein. Darin unterscheidet sie sich vom Laien.
      Gruß
      Georg
      Diplom-Volkswirt

      "Naiv" kann ich das deshalb bezeichnen, weil zur Analyse eines komplexen Problems zu "einfache" Werkzeuge genutzt werden. Konzeptionelle Sparsamkeit (parsimonity) ist zwar erstrebenswert, darf aber nicht zu reduktionistischen Fehlschlüssen verleiten. Ich kenne genug Kolleginnen und Kollegen, die unterkomplexe analytische Werkzeuge nutzen, dies aber ohne schlechte Absichten. Die sind dahingehend naiv, dass sie glauben, dass sie damit was reißen könnten. Ich kenne aber auch welche, die aus Gesinnungsgründen unterkomplexe Konzepte und Theorien nutzen, obwohl dessen Wirksamkeit keineswegs belegt ist.

      Ähnlich ist es bei dem Flipper-Thema, zu dem ich ja mal nur eine heuristische Analogie aufgemacht habe. So wie eigentlich alle wissen, dass das Problem des Whiskymarktes ein strukturelles ist, tun wir zu oft noch so, als könnte das gelöst werden, indem sich alle individuell mal am Riemen reißen oder einfach anständig sind. Da passen Problem und Theorie genauso wenig zusammen, als würde ich sagen, das Problem der Armut wäre schnell gelöst, wenn sich die Leute einfach ein wenig mehr anstrengen würden.
      Gruß
      Christian
      Dr. rer.pol.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Wann ist jemand ein Bottleflipper? " geschrieben. 05.10.2020

      Ein Gedanke noch dazu, der mir die letzten Tage gekommen ist:

      In den Wirtschaftswissenschaften würde man Spekulierer von Investoren dahingehend unterscheiden, ob sie mit oder gegen den Markt investieren. Der Investor geht davon aus, dass das Produkt eine gute Perspektive hat und man diesen Wertzuwachs mit Kapital unterstützt. Der Markt bildet den optimalen Preis für die Investition ab, inklusive der zu erwartenden Erträge. Der Spekulierer geht hingegen davon aus, dass der Markt - und hier wird es für uns interessant - imperfekt ist. Der Markt spiegelt eben nicht das optimale Verhältnis von Angebot und Nachfrage wider. Bottleflipper "korrigieren" gewissermaßen die Marktfehler. Wenn der Markt gut wäre, gäbe es keinen Anreiz zum Flippen. Und so wie es 2008 eher peinlich war, wenn öffentliche Stimmen meinten, dass die Finanzkrise (oder die Auswüchse auf den Finanzmärkten) von der gier "unanständiger" Trader ausgelöst wurde, so falsch ist es auch, das Problem Bottleflipping und den Whiskymarkt auf eine individuelle Ebene zu reduzieren, indem man fehlenden "Anstand" kritisert. Das ist mindestens naiv.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Wann ist jemand ein Bottleflipper? " geschrieben. 05.10.2020

      Zitat von Tom na Gruagaich im Beitrag #233
      Zitat von kraeftigen im Beitrag #230
      Zitat von Tom na Gruagaich im Beitrag #225

      Ich erzähl mal was von Daftmill....


      Sehr schönes Beispiel für "der Sekundärmarkt ist Scheiße"

      Teile ich so.

      Aber, ich hätte den auch nicht gekauft wenn man ihn mir zum Ausgabepreis angeboten hätte.

      Weit über 100+ für minderjähriges Zeug? Nur weil die Destille neu und der Markt neugierig ist?

      Hätte der Markt Daftmill damals links liegen lassen, als für die ersten Abfüllungen, gemessen am Alter, schon Mondpreise verlagt wurden, dann wäre das jetzt auch nicht so...

      Und auch wenn ich dein Beispiel extrem schlüssig finde sind wir wieder bei dem Huhn und dem Ei....


      Und letztlich, was hast du wirklich verloren wenn du keine Flasche bekommst? Nix. Würdest du sie aufmachen?






      Ja, das Thema Daftmill ist für mich doppelt ärgerlich. Der Inhalt entspricht meinem Geschmack, der mehr an schönen floralen Lowlandern interessiert ist, als an sherrygetränkten Torfbomben. Daftmill ist sehr lecker, aber nur für die, die dieses Aromaprofil auch mögen. Daftmill hat nur den falschen bzw. aus anderer Sicht richtigen Zeitpunkt gewählt, an den Markt zu gehen. Dadurch sind die so gefragt und nur die wenigsten Flaschen werden wohl geöffnet. Wenn sich niemand dafür interessiert hätte, wäre ich sehr glücklich, könnte ich doch deren Whisky für einen reelen Preis regulär ohne Stress kaufen. Und ja, ich würde die Flasche aufmachen, wenn ich sie bekomme, denn ich bin kein Sammler, und Reihen und Serien interessieren mich überhaupt nicht. Ich will den Inhalt. Und das Daftmill existiert, war mir schon weit vor dem Inaugural Release bewusst.

      Zitat von kraeftigen im Beitrag #230


      Ich frage mich z.B. auch immer. Was machst du wenn du mal keinen Ardbeg bekommst? Wenn die Serie reißt...

      Ich denke nix. Dann ist da halt ne Lücke... der kurze ärger rechtfertig nicht den Energieaufwand sich über Jahre Monate oder Wochen zu ärgern weil ein Flipper genau MEINE Flasche zu gelost bekommen oder schneller gekauft hat




      Natürlich macht es keinen Sinn, dass man sich Jahre und Monate drüber ärgert. Und auch, wenn ich hier viel darüber schreibe, heißt das noch lange nicht, dass ich hier griesgrmig schlecht gelaunt herumsitze, weil ich keinen Daftmill bekommen habe. Darum, auch wenn es vielleicht täuscht, habe ich eine relative Gelassenheit in dem Thema, ist nur Schnaps. Ich kann aber nicht verstehen, wie es einem vollkommen egal ist und man dazu gar keine Meinung hat, wenn man davon selber auch schon mal betroffen war.




      Ich war im Sommer bei Daftmill. Francis Cuthbert konnte 2003 nicht wissen, dass sein Whisky in 15 Jahren so eine Nachfrage erfahren würde. Er ging eher davon aus, dass er mit einem Rucksack Flaschen von Laden zu Laden tingeln muss, um was zu verkaufen. Bedenken wir, dass z.B. Caperdonich 2002 gerade mal dichtgemacht hatte und der Irre macht paar Monate später erstmal eine neue Brennerei auf.
      Motiviert war das vor allem dadurch, dass Daftmill immer schon Gerste für die Whiskyproduktion angebaut hat (neben Kartoffeln etc.), aber damals ja schon klar war, dass man damit ziemlich verwundbar für die Preisentwicklung sein wird. Also lieber selber zwei Brennblasen kaufen und selber brennen, bevor die Gerste dem totalen Preisverfall ausgesetzt ist. Insofern ist Daftmill eher aus einer Notlage statt aus kühnem Kalkül entstanden. Es hat auch z.B. ziemlich lange gedauert, bis klar war, wie gebottled und vermarktet werden würde. Er macht das ja nur nebenher, denn er ist zuerst einmal Bauer. Und wenn der Acker bestellt werden muss, kannst du dich nicht um den Whisky kümmern (deswegen gibt es Summer- und Winter-Batchs).
      Die Limitierung auf 17xx Flaschen pro Release ergibt sich übrigens daraus, dass der Tank der Abfüllanlage nur 1000 Liter fasst und es eben auch nicht soo viele Fässer gibt.
      Ich habe letztes Jahr in London den Daftmill UK für 195 GBP gesehen. 99 GBP nimmt da wohl auch niemand mehr. Und 160 EUR ist für die europäischen Releases eher die Untergrenze, was ökonomisch im Fachhandel machbar ist. Aber es gibt wohl kaum ein authentischeres Produkt auf dem Whiskymarkt. Bevor ich mir zwei Flaschen no-name South coast Islay mit Sherry Makeup kaufe, trinke ich lieber eine Flasche Daftmill, zumal der Stoff 1a ist von Qualität her.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Wann ist jemand ein Bottleflipper? " geschrieben. 01.10.2020

      Zitat von Gloin im Beitrag #176

      Einmal angenommen, Whisky wäre ein extremes Nischenprodukt mit der Folge, dass die Preise konstant günstig wären und jede gewünschte Abfüllung in ausreichender Menge verfügbar und für jeden, der es möchte, zugänglich. Wenn es eine Empfehlung gäbe, dieser oder jener Whisky sei besonders gut, dann hätte also jeder Genießer die Möglichkeit, sich eine Flasche davon zu kaufen. Niemand müsste mehr neidisch sein, aber niemand könnte auch mehr angeben.

      Was würde dann aus unserem Hobby werden? Würdest Du aufhören, Whisky zu kaufen, weil die Jagd und der Status fehlen?


      Das ist mir vor ein paar Wochen nochmal frappierend klar geworden, als Serge mal schrieb: vor 10 Jahren hat man Whisky nach Geschmack gekauft. Der eine mochte Port Ellen, der andere Dalwhinnie. Beides kostete ca. das gleiche, weshalb man ganz nach persönlichem Geschmack kaufen konnte. Sieht man auch immer noch mal, wenn Leute ihre Rechnungen von vor 15 oder 20 Jahren posten. Haben die einfach 'nen Rosebank und einen 21 Jahre alten Springer gleichzeitig mit einem 15-jährigen Ferkel und nem Talisker OA gekauft. Einfach weils schmeckte.

      Paradiesische Zustände.

      Hier taucht dann auch die Kehrseite des angebotsgetriebenen Whiskykaufs auf: Geschmack spielt immer weniger eine Rolle. Gerade von Leuten, die schon 20-25 Jahre Whisky trinken (und schon alles im Glas hatten), kommen Aussagen wie "ich mag Glen Elgin, den 12er trink ich immer wieder gerne" und "Balblair geht immer". Die haben ihren Geschmack gefunden und wissen, was sie an vermeintlich einfachen Whiskys haben.

      Vielleicht sind wir nicht "oversexed and underfucked", sondern "overbottled and underdrammed"? (außer @Gloin natürlich )

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Wann ist jemand ein Bottleflipper? " geschrieben. 30.09.2020

      Zitat von Andreas W. im Beitrag #138

      Ja, genau deshalb mag ich Bottlefipper auch nicht besonders gerne. Leider habe ich bereits öfter erlebt, dass einige Bottleflipper einen die limitierten Abfüllungen in größeren Stückzahlen (3-8) "vor der Nase wegkaufen".

      Aber hier konstruieren wir uns doch eine Welt zurecht. Dieses "weil der Flipper die Flasche gekauft hat, krieg ich keine ab" ergibt doch nur Sinn, wenn man der Meinung ist, dass man ein natürliches Vorzugsrecht bei der Allokation von Whiskyflaschen hätte. Eine Flasche kommt auf den Markt, ist idR für alle frei verfügbar, aber trotzdem schaffen es die Flipper anscheinend immer wieder, den "rechtmäßigen" Trinkern ihre Flaschen wegzukaufen. Das ist doch oft der Tenor. Und da frage ich mich: wieso ist das scheinbar ein regelmäßiges Problem?

      Liegt es daran, dass der gemütliche Trinker zu bräsig ist, schnell genug auf "bestellen" zu klicken? Hat der Flipper bessere Serverkapazitäten oder gar Angestellte? Ich glaube, das ist es nicht.

      Hat der Flipper gute Kontakte zu Händlern, die ihm Flaschen zukommen lassen, bevor der ahnungslose Trinker sie überhaupt bekommen kann? Vielleicht. Das macht ein Händler aber nur, wenn der Flipper auch sonst ein guter Kunde ist.

      Nein. Der "arglose Geniesser" will in schon angesprochener Wohnstätte eine repräsentative Auswahl an angesagten Flaschen haben. Er möchte das auch zeigen und dafür auch Anerkennung bekommen und sei es nur in der hypothetischen Vorstellung, dass irgendwann mal ein paar Maltheads zu Besuch kämen, mit denen man ein paar der ganzen Prachtpullen mal aufreissen könnte (das meine ich mit Status: "du Hecht kommst aber auch an geile Pullen ran, mannomann!"). Und wenn da so ein paar Maltmen o.ä. fehlen, nervt ihn das. Sofort aufreißen tun die Flaschen ein paar Wenige, aber das ist die Minderheit, wage ich zu behaupten. Und vom zunehmenden Bestand an geschlossenen Wunderpullen bis zur Sammlungsbereinigung ists ein kurzer Weg. Dann können die Flaschen hier im Forum wieder angeboten werden (natürlich nicht zum EK) und weil ein paar Monate vergangen sind, ist man auch kein Flipper. Aber sowas wie "Flipper in Disguise". Die Pullen, die nicht so teuer geworden sind, gibts für Whiskybase minus 15%. Die Flaschen, die aber das Dreifache wert sind oder als Flipperflaschen bekannt sind, werden hier nicht angeboten, sondern gleich versteigert, weil man sich dann doch ein bisschen dafür schämt, hier den Marktpreis aufzurufen.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Wann ist jemand ein Bottleflipper? " geschrieben. 30.09.2020

      Zitat von Pippo_G im Beitrag #150
      Zitat von Andreas W. im Beitrag #138


      Ja, genau deshalb mag ich Bottlefipper auch nicht besonders gerne. Leider habe ich bereits öfter erlebt, dass einige Bottleflipper einen die limitierten Abfüllungen in größeren Stückzahlen (3-8) "vor der Nase wegkaufen". Manche davon legen sie dann auch noch in der Base als Bestand an und bieten einen diese dort sogar unaufgefordert zum Kauf (natürlich mit deutlichen Aufpreis) an. Ich finde das schon ein wenig umverschämt.

      Ich habe ja kein Prolbem damit, wenn sich jemand gleich 2-3 dieser Flaschen besorgt um sich selbst einen eigenen Vorrat anzulegen. Habe ich auch schon gemacht, um dann nicht später, zu völlig überzogenen Preisen, den Nachschub am Sekundärmarkt zu kaufen. Aber den Leuten, die nur den schnellen Gewinn haben möchten, wünsche ich wirklich, auf den Flaschen sitzen zu bleiben. Naja, ich kaufe bei denen aus Prinzip nicht.



      Na dann kuck dir von unserem guten Steve-Kumpel in der Base mal seine Sammlung an... ja angeblich flippt er nicht, aber die Systematik spricht halt nicht wirklich so nach ner strukturierten Sammlung, sondern... jupp

      Der hat noch ganz andere Flaschen, die nicht in der Base gelistet sind. Wenn man jeden Tag mehrere Anfragen "willst du verkaufen?" pro Flasche kriegt, macht das auch Sinn. Der Bursche reisst jedenfalls Flaschen einfach so auf, die sich hier sehr viele für den "besonderen Moment" aufbewahren (der dann doch nicht kommt und die Pullen müssen notverkauft werden). Einfach weil sie geil sind und es Spaß macht, geilen Whisky zu trinken.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Wann ist jemand ein Bottleflipper? " geschrieben. 30.09.2020

      Langsam nervt aber auch die Heuchelei hier. Alle kloppen auf die Anbieter, aber dass anscheinend so viele Nachfrager partout jede limitierte Einzelfassabfüllung haben müssen, geht unhinterfragt durch.

      Ja, vor 10 Jahren gabs das nicht. Da hat man auch einfach auch mal Whisky getrunken, den es überall gab. Die Läden, das Netz ist voll von Whisky, aber nein - es muss ja die dunkle Einzelfassabfüllung einer A-Brennerei sein (Ich weiß: mit der kann man dann hier oder auf Facebook/Instagram besser posen).

      Und dann dieses Märchen von “weil der Flipper die Flasche weggekauft hat, kriegt die jemand nicht, der die aufgemacht hätte”. Ich sage mal: von 100 Leuten, die eine Flasche nicht bekommen haben, hätten vielleicht 5 die tatsächlich aufgemacht. Ich sehe immer wieder Einzelfass-Abfüllungen auf dem Sekundärmarkt auftauchen, obwohl die brachial gut sind. Ich freue mich dann immer, dass ich nochmal eine Flasche aus 2014 bekomme, um meinen Bestand aufzufüllen. Wenn es tatsächlich so viele geben würde, die die Flaschen wirklich aufmachen täten, müssten die alle schon längst leer sein. Und wir reden hier nicht von Hype-Pullen. Weshalb ich glaube, dass es in der Flipper-Debatte dann doch viel mehr um Neid auf Status und entgangenen Gewinn geht, den man selbst nicht einstreichen konnte.

      Das Problem sind nicht (nur) die Anbieter, sondern auch die Mehrzahl der User hier, die sich für allgemein verfügbare Whiskys anscheinend zu fein sind. Ihr macht euch, um @Stef_D zu zitieren, das Leben doch selbst anstrengend. Ja, ich hätte auch gerne den Bowmore von The Whisky Barrel bekommen, aber an dem Tag hab ich verpennt. Zum Ardbeg Blaack Committee war ich in der falschen Zeitzone. Schade, aber so what? Dafür krieg ich ne Flasche Daftmill SC und nochmal 'nen schönen Littlemill von 1985. Freu ich mich doch drüber. Jede/r kriegt doch immer mal was schönes vor die Flinte, aber das reicht anscheinend nicht. Es muss immer noch mehr sein, am besten alles.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "ElsBurn Distillery Edition Batch 001" geschrieben. 30.09.2020

      Ich habe den neben der letzten DE von Glen Els offen. Und wo die Else echt pappsüß ist, kommt der Elsburn viel trockener daher. Immer noch üppig, aber meine Assoziation ist eher ein gut gereifter Speysider. Ich kann mir vorstellen, dass man da ein paar Überraschungen erfährt, wenn man den mal blind ins Glas gibt.

    • Lehnhoff hat einen neuen Beitrag "Sonderangebote im Web" geschrieben. 24.09.2020

      Zitat von Michael177 im Beitrag #5128
      Zitat von matts im Beitrag #5127
      Zitat von Michael177 im Beitrag #5126
      Zitat von Buddy Cool im Beitrag #5125
      Zitat von Michael177 im Beitrag #5124
      Zitat von Drum im Beitrag #5122
      Save the Date! Der nächste Amazon Prime Day soll wohl am 13.10.2020 stattfinden.
      Quelle: PC Welt >>



      Juhu! Da bin ich wandern. Ich hoffe ohne Wlan und ohne Lte.


      Das ganze beginnt schon in der Nacht von Sonntag auf Montag um 0 Uhr.


      Ab Sonntag abend bin ich im Harz. 😉


      Wo geht's denn hin wenn man fragen darf @Michael177 ?


      Bad Harzburg.


      Da im Harz sind die Chancen auf kein Empfang gar nicht mal so schlecht, wie ich auch schon mal feststellen durfte (allerdings war ich da mit dem Rad unterwegs und hätte die Maps-Funktion schon gebrauchen können...).

Empfänger
Lehnhoff
Betreff:


Text:
Sie haben nicht die erforderlichen Rechte, um einen Gästebucheintrag zu verfassen.


disconnected Stammtisch Mitglieder Online 25
Xobor Forum Software © Xobor
Datenschutz