Gründungsjahr: 1829 Region: Lowlands Typ: Malt Status: geschlossen tlw. abgerissen Gründer: Alexander Bonthrone Eigentümer: ./. Letzter Besitzerwechsel: nie
Wasserquelle: Fluss Eden Washstill(s): 1 Spiritstill(s): 1 Produktionsvolumen: stillgelegt
Bedeutung des Namens: 1923 wurde sie nach dem nahegelegenen Fluss Eden, aus dem auch das zur Whiskyproduktion benötigte Wasser entnommen wurde, in Stratheden umbenannt.
Kühlfilterung: nicht bekannt Färbung: nicht bekannt
Status bei Genießern: Die Brennerei ist seit über 90 Jahren stillgelegt. Den Genießern ist diese Brennerei, aus Mangel an verfügen Abfüllungen, nahezu nicht bekannt.
Brennerei: Die Brennerei wurde 1829 von Alexander Bonthrone in Auchtermuchty gegründet, dessen Familie sie auch bis zu ihrer Schließung 1926 leitete.
Alfred Barnard bereiste die Brennerei Mitte der 1880er Jahre, sodass mit seinen Aufzeichnungen eine detaillierte Beschreibung der Destillerie vorliegt. Nach seiner Beschreibung besaß sie eigene Mälzböden und eine Mühle. Die Mühle sowie die restlichen Anlagen der Brennerei wurden durch drei Wasserräder angetrieben. Der Whisky wurde in je einer Wash Still und einer Spirit Still gebrannt, von denen die erste ein Volumen von 960, die zweite ein Volumen von 460 Gallonen besaß. Die Jahresproduktion betrug zu dieser Zeit etwa 20.000 Gallonen und wurde fast in gesamter Menge als reiner Malt Whisky nach Leith, London und Glasgow verkauft.
Die typischen Aromen, durch welche sich der Malt Whisky der Auchtermuchty Brennerei auszeichnete, ist heute nur noch schwer nachzuvollziehen. Bei Whiskybase sind lediglich 3 Flaschen dieser Destillerie gelistet. Die beschriebenen Aromen sind vor allem Vanille, Zitrusfrüchte sowie leichte Rauch- und Salznoten.
@Hobbit hat die grundlegenden Kerninformationen übernommen. Nun wollen wir sie mal fotografisch untermalen.
Die Belegschaft um 1900, genaues Datum und Urheber unbekannt - auf Grund des Alters gemeinfrei. Die Brennerei soll 1829 mit 3000 Gallonen im Jahr gestartet sein, Alfred Barnard schreibt von 20.000 Gallonen. Das Datum rund um 1900 passt insofern, als das viele Brennereien auf Grund des Pattison-Crashs 1898 ihre Produktion drosselten und entsprechend viele Menschen ihre Arbeit verloren - ich denke hier sehen wir die "Rumpfbelegschaft" um einen Betrieb aufrecht zu erhalten.
Die Brennerei ist in den letzten Jahren immer weiter verfallen, die Reste machen heute einen kümmerlichen Eindruck. Per private license kann ich euch hier den letzten halbwegs okayen Eindruck wiedergeben - Rund um 1992 sollen die Aufnahmen entweder entstanden sein oder wurden in diesem Jahr archiviert.
Warum waren die Gebäude dann noch in solch einem guten Zustand? Weil die von Auchtermuchty in Stratheden umbenannte Brennerei zwar 1926 geschlossen wurde, die Mälzererei bleibt aber bis in die 1970er Jahre im Betrieb. Das Zolllager wurde 1931 von Arthur Bell gekauft und blieb bis 1989 in Betrieb.
Wichtig ist zu sagen, dass die historische Brennerei auf dem folgenden Fotos immer nur der jeweils untere Teil gewesen ist, quasi der Steinbau - die metallenen Aufbauten kamen erst im reinen Mälzereibetrieb hinzu.