Nase: Überraschend schottisch, ist mein erster Inder, deshalb habe ich erst irgendwie was anderes erwartet. Starker Rauch und Süße sind die zu Beginn stärksten Aromen. Der Rauch wirkt eher medizinisch als Lagerfeurerrauch. Danach entwickeln sich ordentlich Würze und Kräuter. Nach ca. 20 min kommen auch ein paar rote Früchte dazu. Die Nase ist schon mal interessant und kräftig.
Mund: Die ersten 2 Sekunden war er sehr seidig und ölig, dann kommt aber mit viel Getöse der Rauch und die Würze zum Vorschein. Der maschiert richtig vorwärts: Pfeffer, heftiger Rauch (der hier noch stärker daher kommt als in der Nase), etwas Tabak und Ledernoten, die Früchte kommen wieder erst am Schluss. Der Alkoholgehalt ist für mich genau richtig getroffen.
Abgang: Etwas Orange, Karamell, dunkler Honig und stärker werdende Eiche. Mittellang bis lang würde ich sagen. Der Rauch verblasst nicht und setzt einen schönen Kontrapunkt zur dominanter werdenden Eiche. Nun zeigt sich auch Zartbitterschokolade.
Sehr schöner Whisky, den ich vermutlich bilnd sofort nach Schottland geschickt hätte. An meinen aktuellen rauchigen Favoriten in diesem Preissegment, den Laphi Triple Wood kommt er jedoch mMn nicht ganz ran. Von mir gibt's verdiente 87 Punkte. Eine schöne Islay-Alternative.
Nase: Geräucherte Orangen und Steinobst (Pfirsiche und Aprikosen), kandierte und gesalzene Kumquats, Honig, rote Lakritze, ein mineralischer Unterton begleitet, ausdrucksstarke Gerste verbindet sich mit aromatischem Rauch, Sanddorn, Marzipankartoffeln, holzige Ananas
Gaumen: Rote Lakritze, gesalzene kandierte Kumquat schließt sich an, Honig, prickelnd tritt das Eichenholz hervor, die Mango wirkt harzig, aromatischer Rauch, Wacholderschinken, leicht salzig, ein mineralisch erdiger Grundton, getrocknete Ananas, Ingwer
Abgang: Recht lang, Röstkaffee, die Eiche wird intensiver ,Vanille taucht auf, schwarzer Tee, rote Lakritze, geräucherter Wacholderschinken, der aromatische Rauch hält sich recht lange, mineralisch, leicht salzig, Ingwer, leicht erdige Kartoffelschalen, ein metallisches Schimmern blitzt auf, geräucherte Makrele
Bewertung: Dieser indische Single Malt zeigt eine hübsche Komplexität und ist durchaus schön gereift, allerdings läuft er insgesamt nicht ganz rund. Die Verbindung des prickelnden Mundgefühls mit den erdigen mineralischen Aromen des rauchigen Brands passt nicht ganz zusammen. Ein wirklich guter Whisky, aber für die Spitzenklasse Indiens fehlt einfach das gewisse Etwas.
Nase Papaya, Maracuja, Guave, Mangosteen, Banane, dazu eine Gewürmischung aus Zimt, Kurkuma, Cumin, Koriander, Gewürznelken und ein wenig Anis. Geriebener Ingwer, Milchschokolade. 85
Geschmack Wesentlich weniger fruchtbetont als in der Nase, dafür Ingwer, Anis und etwas Lakritz, frisch gemahlener Pfeffer. Maracuja, Guave und Banane später dann doch, aber weniger intensiv als in der Nase. Weiße Schokolade, gelsalzener Naturjoghurt. 83
Abgang Kurzer Abgang. Die Fruchtaromen treten recht schnell ab, schwarzer Pfeffer, geriebener Ingwer und Gewürznelken bleiben noch etwas länger, dazu Milchkaffee. 82
Fazit In der Nase wartet er mit schönen Frucht- und Gewürzaromen auf, auf der Zunge ist er mir allerdings zu blass. Und im Abgang geht im schnell die Puste aus. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Alkoholgehalt von über 50% hierbei Abhilfe schaffen könnte.