Nase: Aprikosen, frische Kräuter, ein Hauch Limette, im Hintergrund einem Schatten gleich lauert die Eiche, Trauben, eine Spur Johannisbeere, etwas Himbeere, ein Wechselspiel aus süßlichen und herberen Aromen, Apfel jetzt, und wieder Traube, zwischenzeitlich blitzen Assoziationen von Grappa auf, doch der Whiskycharakter bleibt jederzeit erhalten
Gaumen: Kühler Antritt, weicher Körper, nach einem kurzen süßsäuerlichen Eindruck wird es heiß auf der Zunge, Chilli, dann ebbt die Schärfe ab, es folgen süße und zartbittere Eindrücke, wieder Johannisbeere und Himbeere, die Eiche verlässt das Versteck im Schatten und tritt ins Licht, Schokolade
Abgang: Auch im Abgang zeigen sich die roten Beeren, gepaart mit Malz und leichter Bitterkeit, während die süßeren Noten langsam verblassen bleibt die Eiche am Gaumen haften.
Bewertung: Der Geruch überwältigt mich. Selten habe ich einen so vielschichtigen Whisky gerochen. Trotz der Spannung und der Wechselhaftigkeit passt alles zusammen.
Der Geschmack ergänzt die Aromen aus der Nase und erfüllt die gesteckten Erwartungen, der Abgang rundet den Whisky ab.
Reif, geheimnisvoll, vielschichtig, spannend, tiefgründig - Whisky, was will ich mehr von Dir.
92 Punkte
‐---------------------------- "Don't believe the hype" Public Enemy
Nase: dunkle, süß-säuerliche Eiche. Leichter Schwefel begleitet salzige Lederpolitur. Helle Zitrusfrüchte - dann wieder dunkel werdend - mit matschigen Pflaumen, malzigen, zartbitteren Mandeln und würzigen Kräuter-Honig - lassen dich minutenlang schnüffeln.
Mund: ölige, würzige, prickelnde Kirsch-Eiche mit roter Pfeffer-Schokolade wird begleitet von süß-salziger Lakritze und zartbitteren Mandeln.
Er bleibt halbtrocken mit weißem Pfeffer, süßem Holz und einem intensiven Eichengeschmack lange zurück. Eine Eichenschrankwand par excellence – wär’s mag!
Ein Whisky den ich nicht nach 2, 5 oder 10cl einschätzen könnte!
5,5 von 6 oder 93 WB-Punkte.
Oldie61 Old School
Folgenden Genießern gefällt das: Bruno59 und Gloin
Geruch: deutlich hellfruchtige Aromen, Birne, mehlige Äpfel, überreife Aprikosen, Orangen, altes Heu, Haselnüsse, intensiv Getreide, zartgebräuntes Toastbrot, entfernt Wiesenhonig, Bratapfel, getrocknete Wiesenkräuter, Assoziationen von Calvados, etwas Säuerlichkeit, leichte Pfefferschärfe, eine schöne Nase mit viel Frucht- und Eichenholzaromen, die Kräuternote ist das i-Tüpfelchen
Geschmack: volles Aroma, weich, sehr ölig, elegant, die Nussaromen werden stärker, Birne, mehlige Äpfel, Wiesenhonig, etwas Säuerlichkeit, weißer Pfeffer, die in der Nase noch zurückhaltenden Holzaromen werden intensiver und komplexer, viel alte Eichenmöbel auf dem Dachboden
Abgang: lang, sehr ölig und weich, überreife Birne und mehlige Äpfel bestimmen das Gesamtbild, ein Hauch Pfeffer und altersbedingte, komplexe Eichenaromen
Fazit: eine wunderbare Portfassabfüllung des Hauses Glenfarclas, Weichheit und Eleganz, aber auch einige Altersflecke in Form komplexer Eichenaromen, die aber nie in Schärfe umschlagen, der aktuelle Preis-Leistungsvergleich fällt aber leider negativ aus, für Glenfarclas-Sammler natürlich ein Muss, auch Weihnachtsromantiker sollten sich darin wiederfinden.
Nase: OBF, altes staubiges Bücherregal, Port wird angedeutet, fruchtig....nein...sehr fruchtig. Ein Mix, schwer zu sagen welche Früchte dominieren. Am Ende würde ich sagen: Kirsche. Eichenholz, nicht aufdringlich. Kiefernholz, untermalend. Leicht nussig, leicht schokoladig, in Richtung Kakao. 32 Jahre brauchen etwas Zeit um sich auszubreiten. Je länger er im Glas steht, um so harmonischer wirkt er in der Nase.
Geschmack: Ein Hauch von Leder, das kommt überraschend. Aber lecker. Süßlich, fruchtig, wieder ordentlich Kirsche. Weich, ölig. Tabaknoten kommen auf. Der Port hält sich sehr zurück, sorgt aber dafür der der Malt weich bleibt. Es kommt noch ein leicht schokoladiger Beigeschmack auf und insgesamt der Eindruck, eines absolut in sich selbst ruhenden Malts.
Nachklang: lang und angenehm, ein slow down Whiksy.