Nase Ziemlich deutliche Rauchnote, tendiert in Richtung schmorender Kunststoff. Reifenabrieb auf Teer, Kiefernharz, Tannennadeln, einiges an ätherischen Ölen. Grüne Baumrinde, Stachelberere, Kiwi. So richtig einladend ist das alles hier für mich nicht, wirkt insgesamt ziemlich unreif. Und da ist auch wirklich nicht mehr an Aromen herauszuziehen, das war‘s. 78
Geschmack Nicht zu kräftiger Antritt, viel schmorender Kunststoff, Reifenabrieb, geschwefelte Rosinen, getrocknete Feigen. Trocken, aber weshalb das hier nun so trocken ist, lässt sich beim besten Willen nicht genauer feststellen. Holz, okay, der übliche Verdächtige, aber da ist noch etwas anderes, das den Geschmack deutlich in die trockene Richtung lenkt. Kiefernharz, merkwürdiger Raucheinschlag, wirkt jugendlich. 79
Fazit Die Millstone Dutch Tulip Collection von Zuidam begleite ich seit der No. 1 - und was waren da für Knaller dabei. Wenn man diesen fleischigen, fetten Charakter mag und nicht Scotch-only unterwegs ist, gab es hier schon echte bang for your buck-Abfüllungen. Seit der letzten Abfüllung (No.6) fremdel ich allerdings mit dieser Serie. Wie die No. 6 (Amarone Red Wine) überzeugt mich auch die aktuelle No.7 (1st-Fill Sauternes) überhaupt nicht. Wie schon No.6 kommt auch No.7 sehr jung rüber, trotz einer Reife von sechs Jahren, was ansonsten bei Millstone schon ziemlich ausreichte, um einen echt guten Malt im Glas zu haben. Die anderen Abfüllungen der Serie lagen (bis auf einen Moscatel, aber auch der war gut) ausnahmslos in Oloroso und PX Sherry-Fässern - schätze, dabei sollte Zuidam hier auch zukünftig bleiben, wenn sie ihre Flaschen loswerden wollen.