Habe letztens das wunderbare Buch "Undaunted Courage" über die Lewis and Clark Expedition von Stephen E. Ambrose gelesen, in dem Whiskey eine überraschend große Rolle gespielt hat.
Wer denkt, dass Whisky in unserem Leben einen zu wichtigen Platz einnimmt, kann sich mal das Verhältnis der Einwohner Amerikas um 1800 mit dem Lebenswasser näher anschauen - für Amerikaner wie Indianer war Whiskey (sicherlich in einem ungesunden Maße) ein essentieller Stoff
Natürlich war ich neugierig und habe mich parallel zum Buch ein bisschen in das Thema eingelesen, schließlich hat man als Whisky Fan dann doch einige offensichtliche Fragen:
Aus was wurde Whiskey gebrannt? Wurde Whiskey gereift? Wie hat das Zeug geschmeckt?
Es scheint leider wenig klare Antworten zu geben aber ein paar interessante Artikel wollte ich hier posten.
Das Beste sind wirklich die Berichte aus den Tagebücher von Lewis und Clark - Beschaffung, der erste Kontakt mit den Sioux, Whisky als Verpflegung, Geschenk, Friedensangebot/Konfliktpotential, Medizin, allgemein das! Mittel der Diplomatie und tatsächlich ein Teil der Erschließung Amerikas!
Bei der Erstlektüre der Journals ist mir das Thema Whisky gar nicht besonders aufgefallen, da lag mein Augenmerk wohl mehr auf anderen Dingen. Ich schau‘s mir aber jetzt noch mal an und bin gespannt.
@Archer Schöne Ausgabe! Das Original im Ganzen muss ich auch unbedingt noch lesen, das Buch von Ambrose zitiert nur teils aus Tagebüchern und bietet dafür verschiedene andere Perspektiven (Thomas Jefferson, Presse, Historiker...)
Der Wert von Whisky damals war schon Wahnsinn, mit einer Flasche konnten ganze Stämme als Verbündete gewonnen werden (wenn auch nur temporär.. )
Es gibt auch die spannende These, dass Lewis durchaus Alkohol abhängig war und der kalte Entzug ihm auf der Reise schon Probleme machte und deutlich schwerere Konsequenzen im späteren Leben hatte.
Wenn dir das Thema gerade so zusagt, werden dir die Original-Reisetagebücher der beiden bestimmt gefallen. Ist nach wie vor überraschend gut lesbar.
Whisky - Feuerwasser - war für die Ureinwohner Nordamerikas etwas völlig Neues. So auch die Pocken. Beides haben die Weißen eingeschleppt, beides trug zu ihrem Niedergang bei. Dem Land ginge es heute ohne äußeren Einfluss sicherlich besser. Und es gäbe noch mehr Büffelherden.