Nase: Lieblich und fruchtig, fast schon parfümiert in Richtung Pflaumenwein, reife Pfirsiche, saftige Weinbeeren und rote Äpfel, Orangen, bisschen Kiwi und überreife Stachelbeere, elegant gereifte Gerstennoten, Honig, erst beim tieferen Schnuppern zeigt sich die würzige Eiche, eine Prise weißer Pfeffer, Muskatnuss, Schokolade mit gerösteten Haselnussstückchen, wenig Vanille, ein kleiner Klumpen Töpferton sowie eine Andeutung an Knetmasse, eine kleines Rauchwölkchen wächst mit der Zeit heran
Gaumen: Sehr weich bis dünn, trotzdem kitzelt der Alkohol bisweilen, das Mundgefühl dreht von kalkig mineralisch zu leicht wächsern, Honig, die Gerste hat malzige Grundzüge, Orangenschale öffnet ein wenig die Tür zur Fruchtabteilung, Pflaume, Rosine, Aprikose, bisschen Apfel, eingeleitet von Kartonagen kommt die Eiche ins Spiel, bleibt aber bis auf eine dezente Bitterkeit recht blass, Milchschokolade, Haselnuss, etwas erdig, wenig Vanille
Abgang: Ziemlich kurz und unspektakulär, Milchschokolade, Karamell, Haselnuss, zum Ende hin muffiger Holzstaub mit leichter Bitterkeit, Vanille, das parfümierte Pflaumenaroma kehrt mit einer geringen Rosinensüße zurück, zu guter Letzt noch ein klitzekleiner Hauch Rauch, endet leicht trocken und erdig
Bewertung: Der Duft gefällt mir mit seiner betörend unaufdringlichen und leicht parfümierten Fruchtigkeit ziemlich gut und steigert meine Vorfreude auf den Gaumenkontakt. Hier fällt der Malt jedoch in seiner Ausdruckskraft stark ab, ohne dass er schlecht wird. Schade, die Verdünnung auf 40% war hier eindeutig zu viel des Guten.
“I definitely was attracted to similar things in punk and science. They both depend on a healthy dose of skepticism.” Greg Graffin