Nase: kräftig für 46%, intensive Kleber/Lacknote voran. Dahinter zermatschte rote Früchte (Erdbeere, Pfirsich), Rosenseife, Bleistiftspähne (für mich klassisches Virgin Oak Aroma.). Wenig Süße, viel Lack und etwas Säure/florales. Gaumen: wird deutlich fruchtiger als die Nase. Der Alkohol ist präsent aber nicht störend, Bleistiftspähne, Rosenseife, und frischer, säuerlicher Fruchtsaft sind die Hauptaromen. Der frisch-säuerliche Eindruck aus der Nase setzt sich fort, wird ausgeglichen von einem angenehm schmalzigen Mundgefühl. Abgang: hier wird's holziger: auch weniger Bleistiftspähne sondern eher "klassische", säuerlich-würzige Eiche. Dazu ein Kirschkernkissen, das alles bleibt recht lange im Mund hängen.
Fazit: Insgesamt ein tolles, untypisches Sherrybrett. V.A. die Rosen/Bleistiftspähne kenne ich eher von Virgin Oak, die Klebernote überrascht bei der Reifung im australischen Wetter nicht und bindet sich gut in die restlichen Aromen ein. Bei 10 Jahren nicht übermaßig komplex, aber eine nette Abwechslung dank der Wandlung von "Lack satt" in der Nase zu mehr Frucht & Fass im Mund. Bei mir sind's gerade 28°C draußen, bei dem Wetter ein passender, kräftiger Sipper