Art: Single Malt Region: Islay Abfüller: Brennerei
Alter: 14 Jahre Abfülldatum: März 2026 Fasstyp/en: 75% FF Bourbon & 25% French Red Wine Alkohol:54,2% Preis: ~120€ Ausgabepreis Limitiert auf 12000Flaschen (laut WB)
Nase: Sehr schön fruchtig, leicht spritzig, zudem auch mit einer feinherben Note, wohl von den Rotweinfässern beigesteuert. Vanille, Blütenhonig, Limetten, kandierte Zitronen, frische Äpfel und Birnen, ein Hauch Bitterorange und Enzian, Cassis, Brombeeren, Stroh, Shortbread, Buttermilch, Salzblüten, Rosenwasser, gedörrte Aprikosen, Mirabellenmarmelade, eine Spur Muskat, Eichenwürze.
Gaumen: Kraftvoller Antritt, sehr schön voller und cremiger Körper. Süß und opulent, dabei aber auch spritzig. Der Alkohol ist toll eingebunden. Von den Aromen her ein Spiegelbild der Nase, allerdings kommen noch sehr schöne mineralische Noten hinzu.
Abgang: Mittellanges bis langes Finish, leicht herb. Shortbread, Vanille, Bitterorangen-Aroma, Grapefruit, Enzianwurzel, Bratapfel, getrocknete Orangenscheiben, Eichenwürze.
Eine schöne und gut komponierte Abfüllung, mit der man wie in einem Forschungs-Unterseeboot auf Entdeckungsreise gehen kann. Sie zeigt sich sehr schön wandlungsfähig und verändert sich fortwährend im Glas. Gefällt mir!
Geruch: Erster Eindruck sehr rund und ausgewogen. Nach etwas Zeit im Glas zeigt sich der unverkennbare Brennereicharakter deutlich und verleiht dem Whisky das gewisse Etwas. Dazu frische rote Früchte.
Geschmack: Die Aromen aus der Nase setzen sich fort. Die Weinfassreifung harmoniert wunderbar mit dem Destillat und bringt eine angenehme Kombination aus roten Früchten und einer feinen Würze mit. Der Brennereicharakter bleibt präsent und sorgt für Struktur, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Abgang: Kräftige Eichenwürze, die zum Ende hin spürbar in Bitterkeit übergeht und den Abgang klar prägt.
Fazit: Ein schöner Story‑Whisky, der auch im Glas zu überzeugen weiß.
"We don't make whisky for everyone. We make it for people who care." (Jim McEwan, Master Distiller Bruichladdich 2001–2015)
Mit etwas Zeit: deutliche Getreide- und v.a. Malznoten; dazu grüne Birnen; frische Äpfel; Shortbread
Tasting:
Malz; Pfeffrige Schärfe; Karamell; Zitrusnoten; Malzigkeit; maritime Noten; noch mehr Karamell; sehr mundfüllend und cremig; metallische und mineralische Noten; Fruchtigkeit geht zurück, kippt mehr in Richtung Malz und Karamell; leichte Röstaromen und Gerbstoffe; Blütenhonig; "klebt ewig" am Gaumen
Mit Wasser deutlich mehr Malzigkeit, die Zitrusnote bleibt weitgehend erhalten.
Der 14jährige Yellow Submarine von Bruichladdich ist das Re-Remake des ursprünglichen Yellow Submarine, der abgefüllt wurde, als ein mysteriöses Uboot vor Islay ins Netz ging, Bruichladdich wegen Biowaffenverdachts von der CIA überwacht wurde und vermutlich hatten auch kleine grüne Männchen die Finger im Spiel…EGAL.
Die Nase ist verdammt stark und erinnert mich als Kilkerran-Fanboy erstaunlicherweise an diverse Campbeltown Malts. Kippt nach etwas Zeit im Glas mehr in Richtung gemälztes Getreide mit Zitrusnoten.
Am Gaumen -typisch Laddie- erstmal scharf/pfeffrig, beruhigt sich aber auch recht schnell; dafür unglaublich mundfüllend und geradezu klebrig am Gaumen. Auch der Abgang fügt sich gut in die Getreide/Gebäck-Charakteristik. Alleine die 25% French Red Wine möchten sich mir nicht so richtig erschließen.
Für Hardcore Laddie-Fans sicherlich ein Pflichtkauf, für mich in jedem Falle auch eine Erweiterung meines Whiskyhorizontes.