Eigentlich wollte ich auf dem Festival keinen Ardbeg kaufen, aber er hatte mir beim kurzen Probieren dort doch recht gut geschmeckt. Und für 80 GBP kann man ja mal eine Ausnahme machen. Lustig war, wie er mir angepriesen wurde. Dolce wurde mir übersetzt und es wurde extra darauf hingewiesen, dass er 15GBP günstiger als der letztjährige Festival Whisky sei.
Nase: Beim Riechen am Korken konnte ich sofort Ardbeg erkennen. Den Namen trägt er zurecht. Er riecht wirklich süß. Ein Brennen in der Nase habe ich nur, wenn ich intensiv rieche. Nach einer Weile im Glas kommt auch hier das Ardbeg Profil durch. Später wird er würziger. Karamell. Muss an Flan denken
Gaumen: Die 47,8% scheinen mir fast etwas zu wenig zu sein. positiv formuliert: da brennt nichts. Der zweite Schluck macht viel mehr Spaß, da habe ich wieder die Süße, aber auch eine leichte Salznote. Noch später bitzelt dann doch tatsächlich etwas auf der Zunge bei mir.
Abgang: lang und trocken. Kaum Bitternote. Ich tendiere schon fast zu sehr lang
Fazit: Ja, der ist auch jetzt zu Hause noch lecker. Was mich wundert ist, dass der so zahm rüberkommt, wahrscheinlich habe ich in den letzten Tagen zu viel(e) fassstarken Whisky probiert... Für 80 Pfund habe ich da nichts falsch gemacht, aber es wäre jetzt auch nicht schlimm, wenn ich ihn nicht gekauft hätte
Nase Eine für einen Ardbeg ungewöhnlich süße Nase: Rosinenbrot und reife Trauben, saftige Brombeeren. Dazu ordentlich gewürzig, hier führen Kerbel, Piment und Gewürznelken ein kleines Tänzchen auf. Frische Eiche, Möbelpolitur (es brennt ein wenig in der Nase). Getrocknete Kräuter, feuchtes Stroh, etwas Kuhstallgeruch. 83
Geschmack Fruchtig-süßer Antritt. Daneben gibt es schon irgendwie die typische Ardbeg-Asche, den von Kippen überquellenden Aschenbecher, aber das wirkt insgesamt ziemlich ausgebremst und hat nicht wirklich etwas mit dem Ardbeg-Feeling vergangener Tage gemein. Und es fehlt definitiv die Zitrone, ohne die der Ardbeg-Aschenbecher einfach nicht komplett ist. Leicht metallisch. Kiwi, Stachelbeere, frische junge Birkenzweige. 83
Abgang Kurzer Abgang mit einer ordentlichen Menge an grünen Birkenzweigen, Stachelbeere und Kiwi. Aschiger und junger Torfrauch, dünnt recht schnell aus. Metallisch, torfrauchig. 82
Fazit Ganz nice für einen Smokehead. Ach so, ist ein Ardbeg, na dann. Auch hier wird aus einem X kein U, nur weil man das vielleicht ganz gerne so hätte. Schade.
Im ersten Eindruck zeigt der in der Nase und am Gaumen als ein junger, torfiger Malt mit leicht fruchtigen Grapefruithaut, Meeresbrise und einer leichte Chlornote. Als Fazit bleibt es ein austauschbarer, trinbarer Malt, wo ich aber auch nicht mehr erwartet hatte. 82/100
Hatte ihn gestern im Glas während eines Tastings mittendrin. Die anderen Beteiligten fanden ihn ziemlich mäßig und attestierten einen Ausfall. Aus meiner Sicht war er trinkbar, die aufgesetzte Süße passte rein, der Torf/Rauch war nicht so gut, Nachklang völlig ok und mit dieser Prozentstärke auch nicht bissig. Hatte zwar einige Malts vorher ohne Islayeinschlag, eventuell muss ich den noch mal irgend wann allein probieren. Mal schauen was dann daraus wird? 79/100
"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer." Gustave Le Bon
sehr schön dunkelgoldenglänzend leigt der im Glas.
hier wurde der Dolce ja schon ausführlich beschrieben, ganz neue Erkenntnisse kann ich dazu nicht beitragen. Für mich ein etwas zu polierter Ardbeg. Das weinige im Geschmack ist mir persölich etwas zu viel, das erdige was cih im ardbeg so mag ist dafür zu wenig. Solide, aber nicht bemerkenswert.