Nase Direkt macht sich der hohe Anteil an Single Pot Still bemerkbar, und zwar in Form von Gewürzen: Majoran, Estragon, Bohnenkraut, Dill, Zimt und Koriander drängen als Erstes in die Nase, bevor Rosinen, getrocknete Feigen und Datteln nur auch die Chance haben, sich zu zeigen. Kommt dann aber gleich darauf, mit Mandelschokolade, Nougat, Marzipan und Karamell. Etwas Popcorn und glasierter Apfel, um die Kirmesabteilung abzudecken. Fügt sich aber gut ein. 86
Geschmack Startet mit Gewürzen, getrockneten Früchten und einer leichten Popcornnote. Wie in der Nase sind die Gewürze sehr ausgeprägt, Majaron und Estragon voran, Dill, Kardamom, Koriander, etwas Zimt, Gewürznelken, Lorbeerblätter. Dazu Rosinenbrot, Werther‘s Echte, Marzipan, Nougat. Das passt hier alles ziemlich gut zusammen. 87
Abgang Mittellanger, leicht trockener, nach wie vor sehr aromenintensiver Geschmack auf der Zunge, die 47% machen sich ziemlich gut. Etwas trockene Eiche, dazu Popcorn, Vollmilchschokolade, Toffee, Marzipan, sehr ordentliche Würze. 86
Fazit ‚Be the Blender‘ bedeutet, dass man sich vor dem Abfüllen der Flasche das Mischungsverhältnis aus Single Pot Still, Single Malt und Single Grain selbst überlegen kann. Nein, 100% funktioniert nicht, habe ich versucht (100% Single Pot Still, was sonst). Und wenn ich die Maschine richtig verstanden habe, muss es ein Blend aus allen drei Whiskyrichtungen sein. Entschieden habe ich mich für 60% Single Pot Still, 20% Single Malt, 20% Single Grain, alles vor Ort von der Tullamore Distillery produziert. Der Grain ist 4-5 Jahre alt, der Malt 6-7 Jahre, der Pot Still 7-8 Jahre (Stand: 10/2022). Das Ergebnis gefällt mir gut, insbesondere die Würzigkeit des Single Pot Still kommt gut durch. Dazu dann die 20% Grain, die ebenfalls ihren recht offensichtlichen Beitrag leisten. Den Anteil, den der Single Malt leistet, kann ich nicht benennen, da wäre es doch mal ganz interessant, eine Abfüllung mit 60% Single Malt-Anteil zu blenden.