Nase: frisch, schöne säuerliche Zitrusnoten, etwas Wachs, dazu cremiges Malz, frischer Sauerteig. Ersraunlich schön verwoben. Etwas Kräuter wie Kamille, Anklänge von Kresse, Koriander, dazu Quitten und grüne Äpfel. Alles ummantelt von einer Gersten-Eichen-Note.
Körper: leicht ölig
Gaumen: süß und saftig, Honig, barley sugar dazu schöne, klare Akzente der Eiche, roter Kampott-Pfeffer im Kombination mit dem öligen Körper und dieser klaren sehr schön verwobenen Struktur... einfach schön. Am Gaumen würde ich ihn blind locker ein zweistelliges Alter zuordnen.
Nachklang: mittel, überraschend mit gelben Früchten, ein Hauch von Tabak, Eiche, crispy barley
mit Wasser: Wasser stört ihn kein bisschen und entlockt ihm etwas mehr Breite und macht ihn richtig kuschelig wohlig.
Kommentar: Vom Etikett nur 7 oder 8 Jahre, aber das Destillat und die refill Fässer haben hier in verhältnismäßig kurzer Zeit etwas wirklich Schönes entstehen lassen - sofern man bereit ist, sich drauf einzulassen. Ein Malt der die Spreu vom Weizen zu trennen scheint... Wieder ein Zeuge dieser zum Glück unterschätzen Brennerei.
Nase Zu Beginn verschlossen und leicht muffig. Eine gasige Note steigt auf, unangenehm präsent. Mit etwas Zeit zeigt sich Frucht. Dazu Kräuter, eher trocken als frisch. Das Gesamtbild bleibt unstet. Es wirkt nicht ganz sauber.
Geschmack Der Start ist mild. Dann baut sich Pfeffer auf, trocken und deutlich. Der Dram wirkt insgesamt schlank, fast dünn. Würze ist da, aber ohne Tiefe. Im Abgang herb, leicht bitter. Dazu eine seifige Note, die hängen bleibt und stört.
Fazit Schwer zugänglich und mit deutlichen Schwächen. Wirkt, als hätte mein Sample schon einen Schritt zu viel Luft gesehen. Schade. Die Notes von @Callaman kann ich leider nicht bestätigen.