Nase Ja, die 100% Bourbon versucht er gar nicht erst groß zu verstecken. Hat er auch nicht nötig. Und der Kilkerran-Stil ist ebenfalls direkt mit am Start: ein handwarmes Karamellbonbon, a.k.a. Werther‘s Echte in schwitziger Kinderhand. Viel Vanille und Honig, Zitronenzesten, Ananassaft (ungesüßt), Pampelmuse, eine Ahnung von Torfrauch, aber noch weniger als in seinem Vorgänger-Batch #11. Mineralisch, maritim und salzig, dagegen kommt auch die andauernde Karamell-Note nicht an. Insbesondere die mineralische Note nimmt immer mehr an Fahrt auf, je länger der Whisky Sauerstoff zieht. Und dann tritt auch irgendwann Karamell in den Hintergrund, überlässt der mineralischen und maritimen Note das Feld, der Blick hebt sich, geht über die Düne hinaus, Horizont ist erkennbar, salzige Meeresgischt riechbar. 88
Geschmack Ganz klassischer Bourbon-Cask-Antritt, keine Spur zu kräftig. Mandarinen, Orangen, Ananas, Honig, Vanille - ganz der Vorgänger. Von Beginn an maritim und mit salzwasserfeuchtem Kieselstein ausgestattet, nur leicht pfeffrig, ansonsten cremig und mit etwas jungem Holz unterwegs. Frischer Hefeteig, geraspelte Mandeln. 88
Abgang Mittellanger Abgang (und das bei nur acht Jahren im Fass), maritim, mineralisch. Ohne Karamell, dafür getrocknete Orangenschale, Pampelmuse, Zitronenzesten, etwas schwarzer Pfeffer. 88
Fazit Mein Fazit zum Vorgänger-Batch: „Genau so würde ich mir selbst einen jungen Ex-Bourbon Kilkerran backen.“ kann ich für dieses Batch ganz schamlos kopieren.