Nase: Oha, hier boxt der Papst im Kettenhemd! Heidewitzka ist hier Musik im Glas... tief dunkle, vollgesogene Armagnac-Pflaumen, so überreif, dass es schon nach Lösemitteln riecht. Es riecht in der Tat wie in den offiziellen Notes: nach altem Armagnac! Etwas karibischer Rumtopf mit helleren Noten, vermengt mit leicht erdigem Sherry und vollgesogener, alter Eiche. Direkt daneben ein moderner Geruch, wie man heute oft bei erstbefüllten eher nassen Sherry-Fässern aus amerikanischer Eiche hat: Lösemittel, Vanille, Sherry, Trockenobst, Pflaumenfleisch mit Paxarette beträufelt. Eine schöne Mentholnote unterstreicht den kühlenden Alkohol, der derartig perfekt eingebunden ist... großartig!
Nase mit Wasser: holt erstmal reichlich Karamel hervor, die Datteln kommen direkt mit der Schubkarre, etwas Würze kommt zu Wort: Liebstöckl, Salbei, Majoran, Musakt und Zimt. Nun auch reichlich Honig (Manukahonig) und frisch aufgeschnittene Orangen, gewärmt von der Sonne, so dass sowohl die ätherische Öle der Schale wie auch das Fruchtfleisch duften.
Körper: richtig schön cremig
Gaumen: Boah! Stumpfer trockener Sherry, satte Eiche mit schwarzem Kampottpfeffer, ebenfalls der alte, lang gereifte Armagnac. Sämtliche Versuche des hellen Rums und der überreifen Früchte mal zu Wort zu kommen, werden direkt von massiv, schwerer Eichenwürze, Trockenheit und Rancio gedeckelt. Was für ein Feuerwerk am Gaumen.
Gaumen mit Wasser: nun leicht salzig und deutlich komplexer. Eine Tiefe und Fülle von Aromen - das ist erstaunlich. Sehr schön orchestriert, nun kann sich auch die Frucht durchsetzen und liefert sehr schön ergänzend ihren Teil zum großartigen Ganzen.
Nachklang: lang, trockener Sherry, satte Eiche, Tabak, em-Eukal mit extra Kirschen, die Armagnac-Pflaume mit Lösemitteln. Amüsant.
Kommentar: Auch hier, wie eigentlich immer: ein Kracher, den Angus & Co. hier wieder abgefüllt haben mit samt dieser feinsinnigen Kritik und Ironie. Mit Sicherheit einer der komplexesten Macallans moderner Tage (ab 2000 destilliert), die ich bisher im Glas hatte. IBs eingeschlossen. Aber definitiv nicht Jedermanns Sache und auch nur wenn man Lust hat, sich auf ewtas einzulassen und Zeit und Demut mitbringt. Nichts, wenn man was "Geisteskrankes" sucht... Es bleibt mir nur zu sagen: "Yes, I really enjoyed this silly, extreme and extremely fun conconction!"
Zitat von Callaman im Beitrag #2Farbe: Macallanbraun mit leichtem Kupferstich
Nase: Oha, hier boxt der Papst im Kettenhemd! Heidewitzka ist hier Musik im Glas... tief dunkle, vollgesogene Armagnac-Pflaumen, so überreif, dass es schon nach Lösemitteln riecht. Es riecht in der Tat wie in den offiziellen Notes: nach altem Armagnac! Etwas karibischer Rumtopf mit helleren Noten, vermengt mit leicht erdigem Sherry und vollgesogener, alter Eiche. Direkt daneben ein moderner Geruch, wie man heute oft bei erstbefüllten eher nassen Sherry-Fässern aus amerikanischer Eiche hat: Lösemittel, Vanille, Sherry, Trockenobst, Pflaumenfleisch mit Paxarette beträufelt. Eine schöne Mentholnote unterstreicht den kühlenden Alkohol, der derartig perfekt eingebunden ist... großartig!
Nase mit Wasser: holt erstmal reichlich Karamel hervor, die Datteln kommen direkt mit der Schubkarre, etwas Würze kommt zu Wort: Liebstöckl, Salbei, Majoran, Musakt und Zimt. Nun auch reichlich Honig (Manukahonig) und frisch aufgeschnittene Orangen, gewärmt von der Sonne, so dass sowohl die ätherische Öle der Schale wie auch das Fruchtfleisch duften.
Körper: richtig schön cremig
Gaumen: Boah! Stumpfer trockener Sherry, satte Eiche mit schwarzem Kampottpfeffer, ebenfalls der alte, lang gereifte Armagnac. Sämtliche Versuche des hellen Rums und der überreifen Früchte mal zu Wort zu kommen, werden direkt von massiv, schwerer Eichenwürze, Trockenheit und Rancio gedeckelt. Was für ein Feuerwerk am Gaumen.
Gaumen mit Wasser: nun leicht salzig und deutlich komplexer. Eine Tiefe und Fülle von Aromen - das ist erstaunlich. Sehr schön orchestriert, nun kann sich auch die Frucht durchsetzen und liefert sehr schön ergänzend ihren Teil zum großartigen Ganzen.
Nachklang: lang, trockener Sherry, satte Eiche, Tabak, em-Eukal mit extra Kirschen, die Armagnac-Pflaume mit Lösemitteln. Amüsant.
Kommentar: Auch hier, wie eigentlich immer: ein Kracher, den Angus & Co. hier wieder abgefüllt haben mit samt dieser feinsinnigen Kritik und Ironie. Mit Sicherheit einer der komplexesten Macallans moderner Tage (ab 2000 destilliert), die ich bisher im Glas hatte. IBs eingeschlossen. Aber definitiv nicht Jedermanns Sache und auch nur wenn man Lust hat, sich auf ewtas einzulassen und Zeit und Demut mitbringt. Nichts, wenn man was "Geisteskrankes" sucht... Es bleibt mir nur zu sagen: "Yes, I really enjoyed this silly, extreme and extremely fun conconction!"