Nase: Eine wunderbar hellfruchtige Eröffnung, reife Aprikosen und Pfirsiche, Mandarine, saftige gelbe Äpfel, Quittengelee, auch tropische Anklänge mit Ananas sowie Goldkiwi und Honigmelone lassen sich ausmachen, elegante liebliche Gerste, milde getoastete Eiche verstreut trockenes Holzmehl, Milchschokolade mit Mandelkrokant, Butterscotch, immer mehr Vanille wird durch den Luftkontakt herausgelockt, ebenso wie ein wenig Kokosnuss, im Hintergrund eine Andeutung an Nubukleder, Muskatnuss und eine kleine Prise weißer Pfeffer
Gaumen: Das Aromenbild des Geruchs wird im Mund konsequent fortgeführt, Honigmelone und Ananas verbinden sich mit reifen Äpfeln und Pfirsichen, Quittenbrot, Sahnetoffee, geschmeidige Gerste mit subtil grasigen Untertönen, die Eiche trifft ein und hat eine ordentliche Würze im Gepäck, weißer Pfeffer und kandierter Ingwer peppen das seidige Mundgefühl auf, Mandeln, Honig, die Früchte kommen in Form einer vollreifen Goldkiwi und Stachelbeergelee zurück, Milchschokolade, Vanille und Kokosnuss zur gefälligen Abrundung
Abgang: Bis auf das leicht wärmende Prickeln weißen Pfeffers und einer dezenten Ingwerwürze ein sehr sanfter und gerade noch mittellanger Ausklang, trockenes Holzmehl, Karamellschokolade, Mandelmus, grasiges Gerstenmalz, Honig, Vanille, Kokosnuss, mit zeitlichem Versatz steigen die hellfruchtigen Aromen erneut aus der Kehle empor
Bewertung: Für mich die Blaupause eines eleganten und gut gereiften 21jährigen Speyside Single Malts, der trotz seiner Verdünnung auf 43% noch genügend Mundfülle und Aromendichte besitzt, um mir richtig gut zu gefallen. Nicht herausragend, aber ungemein rund und einfach nur lecker!
“I definitely was attracted to similar things in punk and science. They both depend on a healthy dose of skepticism.” Greg Graffin