Sehr intensives Aroma! Schwer und kräftig, mit Sherryaromen, alt, voll, leicht süß. Trauben, Honig, das Holz nur erahnend.
Heftiger Antritt, volle Breitseite im Mund. Die Säfte schaffen Milderung, alles wird cremig, weich, rund. Die leichte Süße des Sherry bleibt, die Intensität des Aromas auch. Lange bleibt der aromatisch auf der Zunge, die Zeit vergeht wie im Traum.
Dieser Cask Owner möchte man sein. Herrlich!
maltaholic
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“Whisky, like a beautiful woman, demands appreciation. First you gaze, then it's time to drink.” ― Haruki Murakami
Nase Ein noch glimmender und rauchender Kerzendocht, überreife Früchte, modriger Keller, schimmelige Pappe, Paprikagewürz. Das klingt nach einer abgefahrenen Aromenmischung. Ist es auch. Anfangs kam mir das nicht so lecker vor, dann aber beruhigte sich die Lage und die Aromen fanden irgendwie doch zueinander. Und im Zusammenspiel sieht das dann alles schon etwas besser aus. 77
Geschmack Startet mit verbranntem Gummi, faulem Obst und einer auch darüber hinaus gammelig wirkenden Note. Hier ist neben dem Obst irgendetwas deutlich über dem Mindesthaltbarkeitsdatum. ‚Oft länger gut‘ findet hier eindeutig keine Anwendung. Ein Blick in die offiziellen Tasting Notes: was hatten die denn im Tee. Okay, bei ‚Taste‘ ist ihnen auch nichts anderes als ‚sumac (Essigbeere), lemonade, heather honey‘ eingefallen. Essigbeere kannte ich bis dato nicht, aber wenn sie so in reif schmecken sollte wie andere Früchte in drüber, weiß ich, welche Beeren ich nicht probieren muss. 75
Abgang Dankenswerterweise ist der Spuk schnell vorüber, ein bisschen feuchte Pappe und schimmeliger Keller erinnerern aber daran, dass dies hier nun wirklich kein Zuckerschlecken war. 74
Fazit Eine interessante Erfahrung. Ansonsten: siehe oben.