Nase: Eine verbesserte Version des 15er 40%, mit Orange, und auch ein wenig Speyburn-Birne. Auch ein Hauch Rumtopf - auch wenn das nicht sein kann. Wirkt leicht pafürmiert. Dazu Schokolade, Mandelgeleebanane, Zwetschgenmus. Deutlich intensiver als der 15er. Irgendwas mit Inger, vielleicht Ingwergebäck - kein frischer Ingwer. Eher leicht weihnachtlich. Würzig, gebacken. Am Ende ist es Sherry, klar. Und man merkt auch hier deutlich die fehlenden 6%.
Geschmack: Süffig. Gefährlich. Kann man gut wegtrinken und wie auch der 15er mit 40% scheint er genau dafür gemacht zu sein. Scotch ohne Identität, ohne Tiefe. Unspektakulär und enttäuschend, denn es ist eher Ballerstoff. Riecht super, riecht interessant, ist im Geschmack aber kein 18er sonder einer für große Gläser. 0,0 Trinkwiderstand.
Nachklang zu kurz. Lecker, Atemluft riecht gut, aber zu kurz. Ein 18er in 40% ist kein gutes Experiment.
"Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln." (Otto von Bismarck)
Zitat von leotrulla im Beitrag #3Das klingt ein wenig wie "neue" Speyburn nur noch vom UA, @Nordmann ?
Das kommt ganz drauf an, welche Ziele man selbst verfolgt. Beide,, 15 + 18, sind soweit " ok". Für Whiskytrinker, die nicht aufs Geld gucken müssen, die einfach mal was leckeres auf der Couch brauchen. Für Whiskyfreaks ist das " einmal probiert - reicht" . Der neue 10er hingegen ist gut , PLV top, auch der Speyburn Rum Cask ist gut - besonders für den Sommer , in mehreren Varianten. Für uns, den Speyburn Clan, sind das unverzichtbare Flaschen die in unser Museum mussten und die auf der Mission "alles was Speyburn je gemacht hat, macht und machen wird trinken wir" keine Missachtung dulden. Die Frage des Nachkaufens würde ich nicht mal klar mit "nein" beantworten, denn für sich genommen sind sie ok. Nur im direkten Vergleich mit ihren Vorgängern haben sie keine Chance. Warum Inver House das macht......mehrere spekulative Szenarien sind möglich.
"Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln." (Otto von Bismarck)
"Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln." (Otto von Bismarck)
Nase Süßer Sherry. Dahinter Vanille dazu Leder. Schokolade schiebt sich nach vorn. Milchschokolade zuerst, dann etwas Kakao. Alles wirkt angenehm, ruhig, gesetzt. Kein Spektakel, kein Feuerwerk. Wer alte, tiefdunkle Sherry-Monster erwartet, wird hier nicht fündig. Alles wirkt harmonsich.
Geschmack Der Antritt ist schlanker als gedacht. Fast dünn. 40% zeigen hier ihre Grenze. Ein kleiner Pfefferimpuls blitzt auf, mehr Hinweis als Attacke. Dann rollt Süße an. Viel davon. Sherry begleitet von Vanille und einer ordentlichen Portion Eichenwürze. Die Würze bleibt kontrolliert, keine Bitterkeit. Schokolade taucht wieder auf, diesmal etwas herber. Die Textur bleibt leicht. Das nimmt ihm Tiefe, macht ihn aber zugänglich. Süffig trifft es gut. Man nimmt noch einen Schluck, ohne lange zu zögern. Der Nachklang ist mittellang, süß und würzig.
Fazit Nicht zu vergleichen mit den älteren 18ern. Dieser hier geht einen anderen Weg. Er will gefallen. Und das tut er. Vielleicht sogar ein Stück süffiger als der Vorgänger. Keiin großer Wurf. Und manchmal ist genau das genug.