Glen Albyn 1974 - 2000, 26 Jahre, 46%. First Cask. Ausbau: Keine Angabe, die Nummer des Fasses war die 1589, ich vermute ein Bourbon Hogshead (2nd fill)
Nase: Honigmelone und ein Korb voller Zitrusfrüchte. Wir haben da Limetten, Orangen und Kumquat, aber auch Bergamotte. Dahinter etwas Möbelpolitur und antikes Eichenholz mit Metallbeschlägen und Patina. Dahinter kommen einerseits Honig und Bienenwachs auf, andererseits aber auch Menthol und Zitronenmelisse, abgerundet wird der Eindruck von süßen Aprikosen und einem feinen Hauch Gewürznelken.
Gaumen: Kräftiger als ich vermutet hätte, trotz der Trinkstärke. Anfangs dominiert noch eine gewisse Bitterkeit, diese wird aber schnell von einer Honigsüße abgelöst. Akazienhonig, Raps, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Blutorangen. Dazu Orangenabrieb und etwas Minze, Pfeffer, Melisse und Ingwer, altes Zeitungspapier und Druckerschwärze. Insgesamt ist der Geschmack weniger fein und deutlich intensiver mit dem Fokus auf Holz, Gewürzen und diversen Kräutern.
Abgang: Eher lang, der Glen Albyn beruhigt sich nun wieder etwas, die Bitterkeit nimmt sofort merklich ab, Kräuter und Gewürze verschwinden recht schnell, dafür bleibt die Honigsüße mit Walnüssen und trockenen Holzaromen noch recht lang.
Fazit: Einer Brennerei der ich nachweine, genauso wie dem direkten Nachbarn Glen Mhor. Ein schöner Stil der richtig gut zu langen Reifezeiten passt. 86/100 Punkte (2025)