Nase: erst pappig, dann malzig. Es brauxcht etwas Zeit bis der zitronige, salzige und Hafenwassergetränkte Duft sich ein wenig durchsetzt.Leicht vergorene Aprikose, ein Hauch Kokos, das ist schon ne Menge mehr als ich von diesem Malt erwartet habe.
Geschmack: schöner, salziger Antritt. Weit besser als die Nase, Eiche, Vanille, Apfel, Birne, Malz und Karamell. Allewrdings sind die 40% zu wenig. Auch dfer Nachklang ist mir nicht lang genuig, wenngleich er wärmend wird und eine Spur Honig hinterlässt. Insgesamt absolut solide. auch mit der gewissen Wiedererkennung, das es eben ein Pulteney ist. Wenn man ein wenig Geduld aufbringt, wird er sogar leicht süffig.
Gaumen: wässriges Malz, gepökelte Birnenschalen, Vanille, Zitronenöl, Kokosnussmus, im Hintergrund etwas Minze, Kakao, Eiche,
Abgang: bestenfalls mittellang: salziges Malz, Vanille, ein Hauch Minze, Zitronenschaleninnenseite, rappeltrockene Holzwürze, etwas sprittig
Bewertung: Erkennbar ein malziger Pulteney: salzig, fruchtig, nussig und von schokolierter Holzwürze im Abgang, insgesamt aber ein eher dünner Malt, dem 6% mehr an Alkohol vermutlich deutlich mehr Substanz und Körper gegeben hätten, ob dessen von mir lediglich ein befriedigend- und das Gelöbnis, auf den Ankauf eines Großsamples dauerhaft verzichten zu wollen.
Kurz: Dünn!
Bewertungslegende: sehr gut = top Whisky für besondere Anlässe | gut = Whisky zum Genießen | befriedigend = leckerer All Day Dram | ausreichend = kann man trinken, muss man aber nicht | mangelhaft = nicht mein Geschmack
"Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln." (Otto von Bismarck)
Ich hatte ihn für die Seebestattung meines Schwiegervaters besorgt, passte gut und da waren überwiegend Nicht-Whiskytrinker.
Bevorzuge ihn aus dem Distiller's Glas, dann kommen die 40% besser rüber und er wirkt etwas konzentrierter.
Nase: typisch Pulteney, aber leichter, Pappe, Malz, Aprikosenhauch, salzig-mineralisch, leicht kreidig, mehr Bourbonfass als erwartet (fruchtig-vanillige Süße)
Gaumen: etwas pfeffrig, etwas dünn, dabei aber leicht ölig, zitronig, ein bisschen Spülwasser, Malzbrot, Holz
Abgang: mittel bis kurz, trocken, es bleibt Salz,pfeffrige Schärfe, etwas Holzbittere.
Für die €25, die ich bezahlt habe und weil ich den Stil prinzipiell enorm mag, finde ich ihn ordentlich (80 Punkte), wobei man damit unter Newbies vermutlich keine Konvertiten schafft. An der Küste trinkt er sich gut und jetzt gerade, nach 10 Tagen Abstinzenz, ist es für mich ein passender, sanfter Wiedereinstiegs-Dram.
"Drink because you are happy, but never because you are miserable." (G. K. Chesterton).
Nase: Riecht schon recht fruchtig aber auch ziemlich jung. Es tut ihm gut, in paar Minütchen im Glas zu atmen. Vanille, säuerliche Äpfel, Zitrusnoten, Leinentuch, Kreide, unreife Birnen, leicht fermentierte Äpfel, grüner Tee, Salzblüten, Zitronentarte, Eichenwürze.
Gaumen: Auch hier am Gaumen jung, fruchtig, leicht herb, aber auch verhältnismäßig voll und cremig im Mund - mehr als ich bei der geringen Trinkstärke vermutet hätte. Vanille, Äpfel, Birnen, Salzblüten, Karamell, Zitronenzeste, Aprikosen, Spritzgebäck, Eichenwürze.
Eine Abfüllung, der man ihre Jungend noch stark anmerkt. Ich selbst finde es spannend, einen so jungen Pulteney zu verkosten, aber als Whisky-Einsteiger (die Zielgruppe?) würde ich ganz bestimmt einen Glenfiddich 12 vorziehen, den man für einen ähnlichen Betrag im Handel bekommt und der doch deutlich, deutlich harmonischer daherkommt. Dank an @MisterBird für die Flaschenteilung!
Leicht zitronesk, etwas ölig, bisschen Küste: Also diesen Pulteney kann man gut so wegschlabbern, interessanterweise hat der old bottle flavour (oder kommt das vom Boden des Hafens?) und wirkt so wie ein okayer, wenngleich zugegeben etwas alkoholschwacher Standard aus vergangenen Tagen. Nice. Große Schlucke helfen sehr. In Summe allerdings nix besonders Tolles, probiert haben reicht vollkommen. 81 P.