Nase Trockener und kalter Rauch, ein kokelnder Reifenstapel, Radiergummiabrieb, junge Birkenzweige, Stachelbeermarmelade. Aschige Kohle. Eine Rauchnote wie keine andere - und sie steht dauerhaft im Glas, es tritt kein Gewöhnungseffekt ein. Jedenfalls nicht in der Art, dass man den Rauch irgendwann nicht mehr wahrnimmt. Allerdings gibt es dann doch eine andere Art von Gewöhnung, denn der anfänglich auf mich stinkig und nicht sehr schmackhafte Rauch gefällt mir in seiner Originalität immer besser. Aber er ist nach wie vor nichts für Zartbesaitete. 84
Geschmack Die Note von kokelndem/glimmendem/brennendem Gummi setzt sich auf der Zunge nahtlos fort, diese Rauchnote fräst sich förmlich in die Zunge hinein. Mit seinen 46% gibt er sich ganz schön kräftig. Stachelbeere, Kiwi, Grapefruit, dazu mit frischem Gras, jungen Zweigen und Edamame betont pflanzlich. 84
Abgang Mittellangen bis langer (!) Abgang (ein Paradebeispiel für einen vom Raucharoma getragenen Abgang), wird immer zugänglicher, auch in Bezug auf die Rauchnote, die nun leicht speckig wirkt - aber immer dennoch gummibetont bleibt. 83
Fazit Da isser also, der erste eigene Single Malt der Ardara Distillery. Heavily peated, 55 ppm, triple distilled. Das erklärte Ziel des Brennereiinhabers James Doherty ist es, das County Donegal in Bezug auf Whisky zum Islay von Irland zu machen. Das kommt mir als Friend of Laphroaig etc. natürlich sehr entgegen, auf diesem Weg werde ich ihn gerne begleiten. Diese Erstausgabe hat gute Anlagen, insbesondere dieses ganz spezielle Aroma von kokelndem Gummi dürfte ein Alleinstellungsmerkmal auf der gesamten grünen Insel darstellen.
Für mich vielversprechend was da aus der Ardara Destillerie kommt. Rauch, Frucht, süße passt gut zusammen. Geruch
85 Eine klasse, angenehme Rauchnote strömt aus dem Glas. Endlich mal was mit einer guten Portion Rauch aus Irland. Der Rauch wirkt kühlend und hinterlässt einen dezent gummiartigen Eindruck. Leicht Getreide-lastig das ganze hier. Heu, Kamillentee, Müsli mit einer leicht malzigen Süße. Zugleich aber auch etwas säuerlich fruchtig mit Stachelbeeren, Limetten und Kiwis. Dazu kommt Vanille und Holz. Geschmack
86 Süßlich und fruchtiger Antritt am Gaumen. Der kühlende Rauch wirkt hier etwas pappig und wiederum gummiartig, hinterlässt aber einen positiven Eindruck. Das harmoniert gut mit den säuerlichen Früchten, die auch am Gaumen präsent sind. Malz, Getreide, Vanille bringt Süße mit. Dazu als Kontrast die Eichenwürze. Tolles, rundes Geschmacksbild. Auch der Alkoholgehalt passt für mich. Abgang
84 Mittellanger Abgang, dezent speckiger Rauch, Tee, Getreide, leicht hell-fruchtig,