Geruch: aromenstark, süss, dunkelfruchtig, Rosinenmus, Trockenpflaumen, Karamell, milder Waldhonig, Vollmilchschokolade, alte Erdbeermarmelade, Eiche tendiert zu Schreinerwerkstatt, die Holznoten sind zart und ohne jedwede Schärfe, Orangensaft, eine wunderbare Komposition, mit der Zeit bringen sich die Holzaromen stärker ein, bleiben aber Schmuckwerk, viel Harmonie, ganz weit weg etwas Schafstall, eine leichte Eichenmuffigkeit, ein echter Nasenschmeichler
Geschmack: aromenstark, schwer, leicht sirupartig, sehr süss, weich, leichtes Prickeln, Rosinen, Pflaumenmus, leicht Karamell, der Waldhonig wird würziger, auch die Eichennoten werden intensiver, schwarzer Kaffee, Pfeffer und Ingwer, das hohe Alter zeigt nun doch Ecken und Kanten - so muss es sein
Abgang: mittellanger bis langer Abgang, dunkelfruchtige Süsse, Rosinen, altes Pflaumenmus, eine leichte Holzschärfe, nasse, alte Holzbohlen, trocken werdend
Fazit: ein Spitzenmalt, die Geruchsnoten liegen für mich im obersten Bereich, wunderbar, der Geschmacksteil ist ebenfalls spitzenmässig, kann aber mit dem Geruch nicht ganz mithalten, Luc Timmermann hat hier (wieder) ein erstklassiges Fass ausgesucht
Nase: herbtrockene Eiche im Start, aber sehr schnell kommt ein Aprikosenaroma und bringt Süße mit. Schwerer Honig und dann trockenes, brüchiges Holz, und eine Spur Rauch. Pflaumenmus, Orange, zum Schluss cremig werdend. 1 Stunde im Glas, mehr finde ich nicht. Aber was ich gefunden habe, passst gut, auch wenn mir für einen 1968er etwas die Tanine fehlen. Mit Wasser kommt noch ein wenig Liebstöckl und Sherry
Geschmack: prickrlnder Eichengeschmack, gleichzeitig der sehr schöne Geschmack von "alt", dann kommt das Pflaumenmus aus der Nase auch sofort im Geschmack durch. Eine leichte, schwarzpfefferige Würze, kantig, holzig. Mit der Zeit wachsig, weich, Honig und auch die Orange ist wieder da.
Nachklang schön und lang, Glenfarclas pur, in sich ruhend und trotzdem ordentlich Ecken und Kanten.