Nase: Sehr einladend, überreife ‘‘Williams‘‘ Birnen mit latentem Hang zu Eisbonbons, saftige grüne Äpfel, Quitte, eine erfrischende Zitrusfruchtigkeit wechselt zwischen ‘‘Amalfi‘‘ Zitronen und Pink Grapefruit, süße grüne Stachelbeeren, Goldkiwi, diese lebendige Fruchtigkeit erfährt eine geschickte Umrahmung durch mildes toastige Eiche und viel Vanille mit einem kleinen Hauch Kokos, Müsliriegel mit Honig und Mandeln
Gaumen: Großartiges Mundgefühl, Wildblütenhonig mit kleineren Bienenwachsstückchen tritt einen Schritt zur Seite und lässt die belebende Fruchtparade einmarschieren, Liebesapfel, reife Birnen, Pfirsiche, Kiwi, überreife Stachelbeeren, gezuckerte Pink Grapefruit, mit Milchschokolade und Mandelkrokant taucht das getoastete bitterstofffreie Holz auf, robust malzig, Butterscotch, Vanille, minimal Kokos, Cappuccino mit Kakaotopping, bisschen Kamille und Thymian
Abgang: Mittellang und sehr geschmeidig, wächserner Honig, die feinen milden Eichentöne verblassen unter Freisetzung von viel Vanille und etwas Kokosnuss, Mandelschokolade, bisschen Zimt und Muskatblüte, liebliche Fruchtaromen werden untergewoben, Pfirsich, Aprikose, Apfel, Birne, Kiwi, Mandarine, malziges Getreide klingt aus, es entsteht sofort die Lust auf das nächste Schlückchen
Bewertung: Nur ein bisschen über 46% nach 13 Jahren Reifung bei einem fassstarken Malt ist schon sehr untypisch. Die Flaschenanzahl lässt ein leckendes Fass ausschließen, wodurch eigentlich nur noch eine relativ geringe Füllstärke oder eine sehr intensive Reifung in Frage kommen. Aufgrund der wunderbaren Aromendichte und der ausgestrahlten Reife würde ich auf das Zweite tippen, was aber letztlich auch egal ist, denn es kommt ja schließlich nur auf den Genussfaktor an, welcher bei diesem feinen ‘‘Macduff‘‘ ausgesprochen hoch ist.
“I definitely was attracted to similar things in punk and science. They both depend on a healthy dose of skepticism.” Greg Graffin