Nase: Saftige ‘‘Red Delicious‘‘ Äpfel, viel Steinobst, Pflaumen und Kirschen, Pfirsiche, Orangen, die ein oder andere Weinbeere kurz vor dem Rosinenstadium, subtil muffiges und ein wenig eingestaubt wirkendes Eichenholz mit etwas Vanille und Zimt liefert den Rahmen für dieses einladend reife und fruchtige Geruchserlebnis, bisschen Tabak, Schokolade mit erhöhtem Kakaoanteil, in weiter Entfernung verwelkt ein Wildblumenstrauß
Gaumen: Der schokoladige Antritt wird schnell durch süß-säuerliche Fruchtaromen von Pflaumen und Sauerkirschen erweitert, erneut auch Orangen und Pfirsiche, mit der Zeit wird die antiquierte Eiche lauter, Leder und erdiger Tabak, eine Prise Zimt, Feigenkranz, Früchtebrot mit angebrannten Korinthen, Walnuss mit leicht bitterem Häutchen
Abgang: Mittellang und eher trocken, Pfirsich, minimal Vanille, kalter schwarzer Kaffee, dunkle Schokolade, getrocknete Orangenschale, leicht erdig schleichen sich Leder und Tabak im Schatten der robusten Eiche an, im Nachhall erfahren die reifen Äpfel ein verspätetes Comeback, Holzstaub legt sich abschließend darüber
Bewertung: Das dürfte wieder mal ein 2001 befülltes Fass der Edrington Group gewesen sein. Nicht übermäßig komplex, aber ein schöner, vom fehlnotenfreien Sherryfass geprägter Malt. Trotz seines trockenen Abgangs süffig und vor allem lecker!
“I definitely was attracted to similar things in punk and science. They both depend on a healthy dose of skepticism.” Greg Graffin