Nase Der erste Eindruck: Werkstatt und Schwefel – nicht aggressiv, aber präsent. Dann Reifengummi, als hätte man kurz an einem alten Fahrradschlauch geschnuppert. Ein Hauch von Abgasen.Doch darunter, wie durch einen öligen Schleier, schimmert moderner Sherry hervor: satt, dunkel, mit einem Anflug von Trockenfrüchten. Eisen liegt in der Luft, rostig, mineralisch und irgendwo im Hintergrund Maschinenöl, Schraubenschlüssel, ein Hauch Werkbank.
Geschmack Der erste Schluck ist ein Kontrastprogramm. Süße, fast überbordend. Honig, dickflüssig, goldgelb. Sirup, Zucker. Dazu ein pfeffriger Kick, der die Süße. Dunkle Früchte, Pflaumen, Datteln, vielleicht ein Hauch von Brombeere. Und der Dreck bleibt, aber er stört nicht. Im Gegenteil. Er verleiht Tiefe, Charakter, eine gewisse schmutzige Eleganz. Nicht perfekt, aber verdammt interessant.