Nase Was für ein Früchten mit seinen Weingummis und Gummibärchen in der Nase. Ja, die Fruchtnoten wirken ein wenig künstlich, aber das führt zu keinem Abzug in der B-Note, dafür sind sie zu einladend. Maritim und frisch, Limettenschalenabrieb, Ananas, Pampelmusensaft, ganz feiner Torfrauch. Nun ist die Weingummitüte auch leer und die Fruchtnoten rein natürlich. Teilweise nun durchaus mit herben Akzenten (siehe die Pampelmuse), aber generell bleibt er in fruchtig-frischen Fahrwassern. Frische Schnittblumen, Margeriten, frisch angespitzer Bleistift. 89
Geschmack Startet sehr maritim und spielt im Antritt seine nominelle Kraft überhaupt nicht aus, sondern legt sich beinahe weich auf der Zunge ab. Mit Pampelmuse, Ananas und Limettensaft herbfruchtig, keinerlei Anzeichen von Gummibärchen. Kandierter Apfel, Kokoswasser, Zuckerwatte, sehr dunkle Crème Brûlée, dunkle Schokolade mit sehr hohem Kakaoanteil. Wirkt zunehmend holzig, verliert dabei aber nicht seine herbe Fruchtigkeit. 88
Abgang Mittellanger Abgang, nun sehr trocken und eichig, noch immer herbe Fruchtnoten, dazu nun getrocknete (Heide-)Kräuter und Torfrauch. 88
Fazit Rühmliche Ausnahmen wie den Springbank 15 Rum Wood von 2019 und den ein oder anderen Irish Whiskey außen vor gelassen, kommen im Rumfass gereifte Whiskys und ich nicht gerade häufig auf einen gemeinsamen Nenner. Hier nun habe ich wohl eine weitere Ausnahme gefunden, denn bei diesem Kilkerran 16 Rum Wood passt für mich beinahe alles, da seine Campbeltown-Herkunft trotz dieser Fassart sehr schön zur Geltung kommt und er zudem mit Aromen, die man nicht unbedingt mit einer Rumfassreifung in Verbindung bringt, überhaupt nicht geizt.