Gut salzige Nase, hat was von Salzkaramell, viele reife hellere Früchte. Schwer-süßer Waldhonig und etwas Weinfass im Hintegrund. Auch bei dieser Abfüllung ein wenig Kräuternoten in der Nase, allerdings sind die leichter, nicht so "würzig". Mit der Zeit kommt tatsächlich eine Lakritznote. Auch wird die Nase immer erdiger, mehr vom Weinfass setzt sich durch. Schöne Nase, für mich fast wie eine Mischung aus dem Sutherland 2008 und dem Sutherland 2013.
Am Gaumen erstmal merkare Würze und Zitrusnoten, die sich zusammen verstärken. Weniger von dem Salz und mehr von den Kräutern. Weich und ölig auf der Zunge, dafür kräftiger in den Backen. Nasses Holz und nasses Gras, klingt nicht so appetitlich, ist jedoch ein schöner Kontrast zu der doch sehr süßen Nase. Ergänzt sich gut und macht das Glas spannender. Natürlich schon noch genug Süße aber mit etwas dreckigen Noten.
Der Abgang ist recht unspektakulär aber dafür sehr ausgiebig. Das Holz kitzelt noch eine Weile und die süßen Weinnoten bleiben auch überdurchschnittlich lang im Gedächtnis. Wieder hinten raus verdammt süffig, da will man mehr...
Starke Abfüllung, gefällt mir außerordentlich gut. Ist schließlich auch eine 19-Jährige Katze für knapp 200 Euro Ein deutliches Upgrade zu der 9-Jährigen Katze (obwohl die mir auch überraschend gut gefallen hat) und weniger kontrovers als die 14-Jährige. Insgesamt auch komplexer, allerdings muss ich gestehen, dass die 14-Jährige Schwarze Katze mein Favorit geblieben ist. Ich liebe einfach diese dreckigen Noten und das hatte sie einfach mit Abstand am meisten.
Ein schöner Abend, an dem ich gelernt habe, dass Clynelsih deutlcih mehr zu bieten hat, als ich ursprünglich angenommen hatte. Vor allem mit den maritimen, dreckigen Noten habe ich gar nicht gerechnet.
Vielen Dank, für die Erfahrung! @aspa Freu mich schon auf die restlich Kätzchen!