Nase: Sehr speziell, eigenwillig und mineralisch. Apfelmost und etwas Flieder, dahinter verschiedene Gewürze und gärender Hefeteig, außerdem finde ich Weintrauben, etwas säuerliche Ananas, Kreide und eine zarte Torfnote.
Gaumen: Süß und trocken, leicht herb. Auch hier erst einmal Apfelmost, dazu aber auch Limetten, Erde und etwas Salz, Torf und Heidekraut. Anschließend entwickelt der Coleburn eine recht würzige Bitterkeit die vom Eichenholz angetrieben wird.
Abgang: Lang und wärmend, erinnert an trockenen Champagner, zumindest hinterlässt er ein prickelndes Gefühl im Mund. Etwas Honigsüße, einiges an Pfeffer, ein Hauch Tabak und Menthol.
Fazit: Blind hätte ich diesen Whisky eher in Inverness und weniger in der Speyside verortet, der Stil ist eigenwillig aber spannend. 86/100 Punkte (2024).