Eichhörnchenwhisky vom Eichhörnchen, vielen Dank für das Sample @Rhisky!
Ein Tullibardine aus der schönen Serie "Animals of Scotland" vom Caskhound, mit den wunderbaren Designs der Küstlerin Lana Mathieson.
Nase: Tiefer süßer sherry, kandierte Früchte, winterliche Gewürze, ein wenig Kräuter, einfach Weihnachtsmarkt! Zunge: würzige Weinnoten, Kräuter, leicht bittere Früchte, angenehmer Pfeffer, schmackhaftes Holz Abgang: die Würze bleibt (ich finde noch 5min danach neue Gewürze), Speichelfluss hält an, fühlt sich an, als ob ich ein ausgedehntes Abendessen an einem Winterfeiertag hinter mich gebracht habe, wow.
Was ein interessantes Sherryfass! So viele Kräuter und Gewürze hätte ich aus einem PX Fass niemals erwartet und hatte ich in der Art auch insgesamt noch nicht im Glas. Für "nur" 9 jahre und so viel Prozent, ein Menge an Geschmäckern/Gefühlen. Der hat Spaß gemacht!
hier hat scheinbar die Kombi aus Rohbrand und Fass wunderbar funktioniert. Für mich ist der Tullibardine Brand ein eher kräftiger und auf der würzigen Seite stehender New Make, der von Süßweinreifungen deutlich profitiert, dem Fass durch seine kräftige Art aber eben auch Paroli bieten kann.
@starviewer Dem würde ich vollkommen zustimmen. Dass diese Kombination funktioniert, habe ich jetzt auch schon häufiger bemerkt. Dabei konnte ich mit Tullibardine früher überhaupt nichts anfangen. Mittlerweile sind das Abfüllungen, nach denen ich aktiv Ausschau halte. Gerade die würzigen Weinreifungen (speziell "herzhafte" Kräuter) sind genau meins.
Deshalb stand ich auch schon drei mal im Geschäft vorm Regal und war am überlegen, ob ich den Halley's Comet 2024 mitnehme. Soll eine recht würzige Sherryreifung sein. Leider gibt es nicht viele Tasting Notes zu der Abfüllung, ich habe bis jetzt nur das Video vom Mr. Z gefunden. In dem Video beschreibt er einerseits einige der gesuchten Noten (Kräuter, Antikholz, Walnuss), andererseits hatte er bisher öfters mal einen ganz anderen Geschmack als ich.