Nase: Die von Gewürzen wie Curcuma und Korianderpulver geprägte Holzigkeit leitet über viel Sandelholz hin zu einer üppigen Getreidegrundlage aus Röstmalz, ins Tropische gehende hellfruchtige Noten bilden einen lieblichen Gegenpol, Pfirsich, Mango und Papaya, Passionsfrucht, Grenadilla, Lychee, bisschen Pflaumenwein, Vanille und Kokos werden deutlicher, Paranuss, Muskat, Piment, die Eiche wirkt zunehmend getoastet
Gaumen: Beeindruckend fruchtiger Beginn, Pink Grapefruit, Pfirsich, Mango und Ananas, Passionsfrucht, erst nach einem ausgiebigen Kontakt mit den subtil säuerlichen Fruchtaromen treffe ich auf das toastige Eichenportal mit Ausdünstungen von Sandelholz sowie Vanille und Kokos, dahinter wartet die röstige Malz-Gewürzmischung, Tonkabohne, Muskatnuss, Piment, Zimt, leicht erdig, Galgant, Cumin, dunkle Schokolade, geröstete Paranüsse
Abgang: Langer Abgang, gleich nach dem Runterschlucken zeigt sich kräftige Eiche mit leichter Bitterkeit wie bei einem zu dicken Nusshäutchen, Zartbitterschokolade, Sandelholz, es folgt ein Schwall Vanille und Kokos, Tonkabohne, Curcuma, Piment, mit einer kleinen Verspätung ziehen die tropischen Fruchtaromen wieder aus dem Rachen empor und schwingen auf dem getoasteten trockenen Holzparkett ausgiebig nach
Bewertung: Hier wurde ein schönes Einzelfass der Piccadily Brennerei abgefüllt, das mir im Vergleich zu Fass #1449 merklich besser gefällt. Das Grundprofil aus gewürzlastigen Holzaromen, röstigem Malz und hellen tropischen Früchten ist hier zwar genauso vorhanden, aber die einzelnen Komponenten sind besser aufeinander abgestimmt und unterdrücken sich nicht gegenseitig.
“I definitely was attracted to similar things in punk and science. They both depend on a healthy dose of skepticism.” Greg Graffin