Der Bieber sieht erstmal harmlos aus aber die Abfüllung hat es in sich! Auf der Flasche steht, dass es sich um ein "Dry" 1st Fill Oloroso Fass aus der "Bodega Baron" handelt. (Ein Finish von 24! Monaten) Ich habe keine Ahnung was mit "Dry" gemeint ist. War es ein trockener Oloroso? War das Fass besonders trocken? Eine andere Bedeutung? Ich kann nur sagen, dass der Whisky alles, nur nicht trocken, geworden ist. Er ist unglaublich süffig mit einer interessanten Süße, die nicht an die typische Sherrysüße erinnert. Die "Feigenmarmelade" aus der Beschreibung passt sehr gut. Fruchtig, leicht würzig und ziemlich ölig. Die milden 52,2% machen ihn besonders gefährlich.
Eine Profil wie ich, in der Art, noch nicht im Glas hatte. Sollte das wirklich an dem "besonderen" Fass liegen, wovon ich mal ausgehe, dann verstehe ich nicht, warum das Fass so wenig "beworben" wird. Es wird nur auf dem Etikett erwähnt, weder auf der Caskhound website, noch in der Whiskybase oder anderen online shops, wird das Fass und seine Herkunft beschrieben. Genau solche Infos zu den Fässern, die selten zu finden sind, wären doch interessant für Whiskynerds!
Ein großartiger Miltonduff aus der "Animals of Scotland" Reihe, die sowieso mehr Aufmerksamkeit verdient hat!
das Dry bezieht sich darauf, dass wenig Restcontent also Sherry Suppe mit im Fass war. Bedeutet generell schon mal weniger Farbe und weniger Süße.
Das scheint sich bei den Fässern der Bodega, die Tilo direkt aus Spanien bezieht, als Trend herauszustellen. Zumindest galt das bei allen 3 Whiskys, die ich als Sample im Glas hatte und bei denen ich weiß, dass die Fässer von dieser Bodega kamen + eben die Aussage von Tilo himself zu dem Punkt.
Indirekt kommt aber noch hinzu, dass die Bodega bei Ihren Sherrys, die sie produziert, generell einen nicht ganz so süßen Stil verfolgt.
p.s. der Animals Dailuaine hatte auch ein Finish Cask der Bodega
@starviewer Der Fuchs war auch gut, die Bodega muss man sich merken. Fässer und ihre Herkunft und Eigenschaften sind super interessant, transparenter gehen Abfüllungsbeschreibung doch nicht. Bin ich sicherlich nicht der einzige Fan von. Kann der Caskhound ruhig deutlicher in seinen Produktbeschreibungen bewerben/"kennzeichnen"
@Cyril_F genau das ist nicht so trivial, denn auch die Benennung der Bodega, von der die Fässer kommen, ist mit dem Thema Namensrechte verbunden. Werden diese nicht explizit zur Nutzung freigegeben, darf da auf der Flasche oder im offiziellen Marketingmaterial nichts stehen. Wenn man die Bodega vielleicht mal im Newsletter erwähnt, kräht da eher kein Hahn nach.
Gibt da auch Bodegas die Ihren Namen eben nur in Verbindung mit eigenen Produkten genannt sehen wollen.
Zu Beginn hatte Tilo ja auch mal Fässer der Bodega Fernando de Castilla dabei, wo er dann im Zweifelsfall von FdeC Fässern gesprochen hat, die auch eher trockene Fässer waren. Der Linkwood Deerhound war so eine Abfüllung. Kleiner Tipp, auch wenn es noch was hin ist. In Q2 kommenden Jahres dürfte ein 10y Caol Ila kommen, der 6-7 Jahre in einem Fernando de Castillo Fass gefinisht wurde. Wenn Dir die Fassstilistik also zusagt, mal im Hinterkopf behalten und dann ein Auge drauf werfen. Bei mir ist der auf jeden Fall als Watch List Whisky abgespeichert