Nase Samtweiche Nase, viel Toffee, nur wenig Karamell, kein Malz, kein Nougat, dafür Vollmilchschokolade, Cafe au Lait, Mandelsplitter. Das Waterfordsche Aromen-Quartett: gesprengt. Ein frischgebackener Hefezopf, roter Apfel, Majoran, Kerbel, eine frisch gemähte Wiese mit hohem Wildkräuteranteil. Mit der Zeit nimmt die Würze zu, begeben sich die Fruchtnoten in den Hintergrund. Frisch, fruchtig, reif. 88
Geschmack Toffee und Karamell schimmern durch, aber da ist so viel mehr an schokoladigen und in Richtung Mandel/Marzipan tendierende Noten, dass dieser Ersteindruck beinahe schon in den Hintergrund tritt. So gesehen ein völlig anderer Eindruck auf der Zunge, als ich ihn nun von unzähligen Single Farm Origins, Arcadians, Cuvées etc. gewohnt bin. Floral und gleichzeitig leicht herb, satte Gewürznoten. 88
Abgang Mittellang, nun doch noch ordentlich Toffee, Marzipan, Haselnüsse, Mandeln, etwas Pfeffer, ein kalter Espresso. 88
Fazit Im März 2024 fand ein Waterford Online-Tasting statt, den enthaltenen Organic Killone hatte ich mir noch aufgehoben. Zwischenzeitlich hatte ich ihn schon mal im Glas - als zweiten Dram auf der Whiskey Live Dublin 2024 -, und er hatte mir saugut gefallen. Dieser Eindruck bestätigt sich nun. Kein „klassischer“ Waterford, und dennoch mit seinen nur fünf Jahren schon sehr weit und reif. Hätte ich ne Flasche, würde sie nicht sehr lange vorhalten.