Nase Deutlicher Torfrauch mit hohem Anteil an Heidekraut, würziger Tannenhonig, Kiefernharz, das aber schnell wieder vergeht. Je länger im Glas, desto weicher, nasenschmeichelnder. Vanillepudding, nun süße Erdbeeren, aber auch - als herber Kontrapunkt - Zitronenschalenabrieb. Nach einer Weile kommt doch wahrhaftig der Geruch von Kinderschokolade auf, dazu Nougatpralinen und Toffee.
Geschmack Woher nimmt er, der aus einem Bourbon Cask kommt, nur diese Fruchtsüße? Irgendetwas in Richtung Rosinen und getrocknete Feigen, vielleicht auch rote Johannisbeeren. Seine 58.9% klingen auf dem Papier heftig, sie sind es auf der Zunge jedoch in keinster Weise. Warmer und trockener Torfrauch, Heidekraut, geröstete Pinienkerne, Walnuss. Wie in der Nase gibt es auch auf der Zunge einen leicht zitronig-herben Gegenpol zu den süßen Früchten, eine gelungene Kombination. Mandelschokolade, Milchkaffee, Toffee, Karamell, eine Prise Pfeffer sowie Chilipulver - und immer noch diese schmackhafte Torfrauchnote.
Abgang Mittellang bis lang, langsam trocken werdend, torfrauchig, nach wie vor mit Heidekrautakzenten. Marzipan und Nougat, langsam abklingende Fruchtnoten.
Fazit Wirklich faszinierend, was aus diesem Kornog nach zehn Jahren in einem Bourbon Cask geworden ist. In einem Blindtasting hätte ich jedenfalls nicht auf eine reine Ex-BC-Cask-Reifung getippt.
Nase: Ausgesprochen angenehmer Rauch mit leicht-maritimem Touch. Insgesamt sehr ausgewogen und elegant. Brennende Stauden in der Ferne, salzige Meeresbrise, Honig, Vanille, sanfte Zitrusnoten, Toffee, Milchschokolade, ein Hauch flambierte Ananas, Mandarinchen-Sahnetorte, ein Hauch Safran, Walderdbeeren, Eichenwürze.
Gaumen: Sehr kraftvoll im Antritt, dennoch ist der Alkohol gut integriert. Wieder sehr schöner und auch kräftiger Rauch mit prägnanten Salz-Aromen, der aber mit sehr spannende, herbalen Noten verwoben ist. Entferntes Feuer am Meer, verbrannte Kräuter, Stauden und Tannenzweige, Salzblüten, Heidehonig, flambierte Ananas, Zitronenzeste, trockene Rosinen, geröstete Pinienkerne, Wacholderbeeren, ein Hauch Anis und Piment, Eichenwürze.
Abgang: Mittellanges Finish, leicht herb. Herbaler Rauch mit maritimen Anklängen, Grapefruitschale, mineralisches Wasser, ein Tropfen Schwedenkräuter, Wacholderbeeren, Eichenwürze.
Eine tolle Abfüllung, die m.E. in der selben Liga wie viele geliebte Islay-Abfüllungen spielt, aber auch, gerade mit den krautigen Aromen, eine schöne Portion Eigenständigkeit mitbringt! Gefällt mir richtig gut!