Dimple 12J - 43% - abgefüllt vor 1980 Nase: Wirkt fettig. Der Big T war "klarer" im Ausdruck. Karamell-Toffee-Note. Leicht künstlich parfümiert. Zerlassene ranzige Butter. Leicht "drüber". Mund: Etwas wässrig. Modrig. Staubig, aber absolut im Rahmen. Etwas herbe Eiche. Bißchen "müde". Abgang: Erstmal flach, nur leicht sprittig. Dann kommt ein wärmendes Gefühl auf. Wieder die leicht herbe Eiche.
Fazit: Ist in Ordnung. Nicht so pilzig-modrig, wie beim Erstkontakt aus meiner Flasche.
"Everything in moderation, including moderation." Oscar Wilde
Verkostet auf der Whisky Time Frankfurt am 16.3.24 im "Vintage Blends" Tasting:
Uhu und etwas Rumrosine, am Gaumen dreckige Sherrynoten und deutlicher Islayrauch, die 40% passen gut, er schmeckt nicht dünn. Klarer Favorit vor '70er Chivas Regal 12 und 80er White Horse.
"Drink because you are happy, but never because you are miserable." (G. K. Chesterton).
Nase: Leicht und lieblich mit reifen gelben Früchten und Honig, Mirabellen und Aprikosen, Birnen und Äpfel, minimal Ananas, Stachelbeergelee, die eingestaubte Eiche kommt recht mild daher, Mandeln, helles abgewetztes Leder, ein paar Krümel leichter Drehtabak, Vanille, im Hintergrund sorgen etwas Asche und mineralischer Torfrauch für zusätzliche spannende Aspekte, eine Spur weißer Pfeffer
Gaumen: Mit etwas Honig startend kommt sofort der Torfrauch in den Vordergrund, dünne Flocken teeriger Flugasche setzen sich am Gaumen fest, Butterscotch und Mandelkrokant drehen es wieder in die lieblichere Richtung, Leder, wenig Vanille, der Grainanteil ist nun auch deutlicher zu erkennen, wirkt jedoch in keiner Weise alkoholisch oder spritig und dürfte bedeutend älter als 12 Jahre sein, toastiges Holzmehl, dunkle Vollmilchschokolade, Muskatnuss und weißer Pfeffer, zum Ende hin fruchtiger mit Apfel und Mirabelle sowie ein wenig Aprikose
Abgang: Eher kurz und mild, aber auch ziemlich trocken und mit einer leichten Bitterkeit versehen, Kakao, Leder, Holzstaub legt sich nieder und wird anschließend von einer dünnen Rauchwolke fortgeweht, mineralische Asche mit teerigen Untertönen, im Nachhall tauchen ein letztes Mal die Aprikosen und Mirabellen sowie ein bisschen Vanille auf
Bewertung: Ein guter Blend mit einer gelungenen Balance zwischen Früchten, milder Holzigkeit und leicht schmutzigem Torfrauch. Leider verliert der Whisky im Abgang ein wenig an Ausdruckskraft.