Geruch: volles Aroma, cremig, ja sahnig, leicht säuerlich, Rosinen, frische Sägespäne, Orangen, dunkle Kirschen, das Eichenfass dominiert - trotz der deutlichen Fruchtsüße - das Bouquet, Waldhonig, Karamell, wie erwartet dehnen sich die Eichennoten mit der Zeit in ihrer Komplexität noch aus, kurzzeitig etwas Kümmel
Geschmack: vollmundig, kraftvoll, merkliches Prickeln, Rosinen, Waldhonig, Traube-Nuss-Schokolade, reife Kirschen, Karamell, ein wenig weißer Pfeffer, die Eichennoten zeigen ihre herberen Nuancen
Abgang: mittellanger bis langer Abgang, Rosinen, Waldhonig, weißer Pfeffer, die Schokolade wird nun deutlich kakaohaltiger, der Malt gibt sich immer noch sehr kraftvoll, leicht bitter, trocken werdend
Fazit: ich gebe eine 2- (toller Malt) in meinem Bewertungsschema, dieser alte Glenfarclas zeigt schöne Sherrynoten, die Wirkung des Eichenfasses ist mir aber zu intensiv für eine bessere Bewertung, der Kampf zwischen Süße und Würze ergibt keine Harmonie.
Viel feiner Sherry. Rosinen, Rum, kandierte Früchte, ein Hauch Kuhstall. Wird mit der Zeit immer süßer. Eingekochte Trockenfrüchte, feines Holz, Nelke und Leder.
Gaumen:
Sehr rund und ausgewogen. Zimt, Johannisbeere, Süßholz, Tabak, Haribo Weingummi, Orange, Schokoalde, Tee. Gegen Ende noch Kirschn oten und ein bisschen Armagnacwürze.
Abgang:
Lang, fein und mild.
Bewertung:
Mein Highlight aus den Abfüllungen (2001, 2002, 2003, 2000, 1998, 1992, 1993, 1996)
Harmonisch und perfekt gereift, von der Nase bis zum Abgang. Er hat alles, was man von einem sauber gereiften Glenfarclas erwartet.
Nase: Rosinen, Pflaumen, Datteln, Kaffee, Schokolade, ein Hauch Tabak, etwas feuchte Gartenerde, Pfirsich, Karamell, ein Hauch Möbelpolitur
Gaumen: Mittlerer Antritt, fester Körper, leicht ölig, trocken auf der Zunge, deutlich würzige Eiche mit einer leichten Bitterkeit, dunkle Brotkruste, angebranntes Karamell, ein wenig Aprikose, Trockenfrüchte Im zweiten Schluck leicht säuerlich, Kirschen und weißer Balsamico
Abgang: Warm, deutliche Bitterkeit, wiederr die dunkle Brotkruste, Malz, ein Erinnerung an getrocknete Aprikosen, sehr lang
Bewertung: Der Geruch ist umwerfend und bringt alles, wirklich alles mit, was man von einer Sherry-Einzelfass-Abfüllung erwartet: intensive Aromen, Vielschichtig und dunkel. So muss es sein. Im Geschmack zeigt sich dominant Eiche, die fruchtige Eindrücke treten deutlich in den Hintergrund. Der Bruch zwischen Geruch und Geschmack ist recht hart und trotz seiner Intensität etwas enttäuschend, da der Geruch eine andere Erwartung geweckt hat. Das verbessert sich deutlich im zweiten Schluck, die Eiche bleibt dominant. Der Abgang bildet einen schönen Kompromiss aus Geruch und Geschmack und somit einen versöhnlichen Abschluss.
Ein fordernder Whisky mit unterschiedlichen -Schwerpunkten in Geruch und Geschmack. Etwas für Freunde knackiger Eichentöne. Insgesamt ein sehr guter Whisky.
90 Punkte
‐---------------------------- "Don't believe the hype" Public Enemy
Farbe: tolle mitteldunkle Farbe. Nase: Bukett öffnet sich allmählich, mit Wasserzugabe: wunderschöner Duft, Sherry, Rumrosine, Aprikose/Mirabelle, absolut fehlerfrei. Geschmack: herber als gedacht, kein Schwefel, Eiche deutlich, langer Nachklang, fruchtig, leichte Bitterkeit (fast zu viel), keine Cremigkeit, Rumrosine war zwar in der Nase findet sich aber nicht im Geschmack wieder. Finish: etwas Süße kommt erst im Abgang, leider fast etwas adstringierend; zwar keine Fehltöne aber Schwere und Tiefe des Geschmackserlebnisses fehlen. 89 Punkte