Preisgefüge: Wie viele unter den Lost Distilleries gehen die Preise auch von Millburn durch die Decke.
Besonderheiten: keine
Status bei Genießern: Viele Genießer schätzen Millburn sehr, wenn sie die Ehre haben einen zu probieren.
Brennerei: Die Brennerei lag bei Inverness und war eine der ersten legalen Brennereien des Landes. Es folgten diverse Besitzerwechsel und eine zeitweise Stilllegung von 1851 und 1876. Danach wurde sie neu erbaut. 1922 folgte eine Erneute Renovierung nach einem Brand. 1937 ging Millburn schließlich an DCL (Diageo). 1985 wurde sie geschlossen und ist heute ein Restaurant und Hotel.
Typische Aromen und typische geschmackliche Merkmale: Viele der erschienenen Abfüllungen lagerten sehr lang sodass sie Noten nach tropischen Früchten und Leder sowie eine angenehme leichte Rauchnote zeigen.
Auch hier steuere ich gerne ein Foto der Brennerei bei. Dieses Foto soll aus den 1970er Jahren stammen, das genaue Jahr und Datum ist unbekannt. Es wurde mir auf Nachfrage vom Diageo Archiv zur nicht kommerziellen Verwendung zur Verfügung gestellt.
Und dann liefere ich noch eine Brennereibeschreibung nach....
Millburn soll bereits 1805 gegründet worden sein, dies ist höchst umstritten und begründet sich auf einer Veröffentlichung von Alfred Barnard im Jahre 1887.
Die ersten Nachweise einer Millburn Distillery gehen auf das Jahr 1825 zurück, in den folgenden Jahrzehnten gab es eine Menge Besitzerwechsel, zeitweise Stilllegungen und Nutzung als Getreidemühle, die heute bekannte und geschlossene Brennerei geht auf einen Bau im Jahr 1876 zurück. Anschließend hieß die Brennerei auch mal „Inverness Distillery“.
An einem Mittwochvormittag im Jahre 1922 fiel Millburn einem verheerenden Feuer zum Opfer, welches sich von der Getreidemühle aufs Dach ausbreitete und anschließend den Großteil der Gebäude zerstörte, das eigentliche Still House sowie die angrenzenden Lagerhäuser konnten durch einen schnellen Löscheinsatz gerettet werden. Alles andere wurde zügig wieder aufgebaut, folgendes Foto ist auf das Jahr 1923 datiert und hier wird wieder fleißig produziert (unter einem neuen Dach).
Millburn 1923 Diageo.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Millburn im Jahre 2023 - Quelle: Diageo Archive
im weiteren Verlauf kam Millburn über Distillers Company Ltd. zu Scottish Malt Distillers und hielt sich in der Whiskykrise noch bis 1985, bevor die Brennerei geschlossen und Teile der Gebäude abgerissen wurden. Grund dafür war der mangelnde Platz zum Ausbau und damit zur Effizienzsteigerung der Brennerei. Reste der Brennerei sind heute ein Hotel und Restaurant.