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StyrianSpirit
Fassausbrenner
Beiträge: 489 | Zuletzt Online: 22.02.2018
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    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2018" geschrieben. Gestern

      Zitat von matts im Beitrag #1016
      @StyrianSpirit Schöner Vergleich! Glen Garioch ist eine Tastinglücke, die ich in den nächsten Wochen und Monaten unbedingt noch schließen muss.

      Ein Lückenschluss mit Genuss
      Neben der sehr feinen und eigenständigen Standard-Range gibt's überdies noch sehr, sehr tolle "alte" Abfüllungen aus den 70er- und 80er-Jahren. Aber das sind schon wieder ganz andere Geschichten ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2018" geschrieben. Gestern

      Heute ist ja der reinste Garioch-Tag :-))

      Nun also mein schwerst erarbeiteter, direkter Renaissance-Kapitel-Vergleich ...

      Kapitel 1
      Kapitel 2
      Kapitel 3







      Geruch: Das erste Kapitel zeigt zweifelsohne die intensivste Orangen-Nase. Im zweiten Kapitel wird die Nase schon dunkelfruchtiger, malziger; bei beiden Malts ist eine Minzfrischbrise zu spüren. Die Nase des dritten Kapitels ist merklich "gesetzter", die leichte Alkoholfrische ist komplett verschwunden, die Honig- und Waldbodennoten dominieren.

      Geschmack: Das erste Kapitel ist einfach stürmisch mit Orangennoten, hellen Trauben, Vanille und Eiche. Beim 16jährigen wird die Sache malziger, die Kräuter werden wie die Früchte intensiver. Das dritte Kapitel changiert eindeutig Richtung "gesetzter Sherry-Malt". Aber auch hier ist die "Glen-Garioch-Bitterness" präsent.

      Abgang: Im Abgang ist beim 15jährigen das Hellfruchtbukett mit Eiche sehr intensiv. Das zweite Kapitel wiederum ist im direkten Vergleich noch intensiver (Malz, Kräuter!), auch die Eiche ist kräftiger. Das Zusatzjahr des dritten Kapitels führt zu einem noch längeren Abgang, der allerdings Richtung Waldhonig und Dunkelfrucht dreht.

      Fazit: Es ist sicher auch ein Klischee: Aber jedes Jahr mehr bringt für mich eine Spur mehr Genuss. Wer allerdings starke, erfrischende Orangen-Fruchtigkeit liebt, ist mit dem 15jährigen 1st Chapter bestens bedient. Das zweite Kapitel bringt mit seinen 16 Jahren schon merklich mehr Malz und Kräuter mit; Chapter 1 und Chapter 2 lassen auch die Alkoholstärke spüren. Ein erfahrener Kollege hat für die Malts von Glen Garioch den treffenden Ausdruck des "Whisky-Landweins" geprägt.

      Das dritte Kapitel geht schon Richtung "Edeltraube": Die stürmische Minzfrischnote ist weitestgehend verschwunden, die Dunkelfrucht- und trockenen Sherry-Aromen übernehmen das Kommando. Die typische "Glen-Garioch-Bitterness" bleibt. Im 3rd Chapter ist der Genuss aus dem großen Bordeaux-Glas érstmals intensiver als aus dem traditionellen Whiskyglas. Auf das abschließende vierte Kapitel bin ich schon mehr als neugierig ...|addpics|etv-44-83dc.jpg-invaddpicsinvv,etv-46-e0ef.jpg-invaddpicsinvv,etv-47-b349.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2018" geschrieben. Gestern

      Zitat von LDB im Beitrag #1012
      Zitat von DocE.Brown im Beitrag #1011
      Zitat von LDB im Beitrag #1010
      Zitat von DocE.Brown im Beitrag #1006
      Ich läute meinen "Feierabend" mit einem
      "Glen Garioch 15y Sherry Cask Matured"
      ein!

      ... lecker!




      Ja, lecker, aber mehr auch nicht (um mal auf hohem Niveau zu meckern).
      Ich finde für einen Malt zwischen 70 und 80€ hat der "nur" herbe Sherryaromen zu bieten.
      Da ist aus meinerSicht z.B. der Renaissance II wesentlich interessanter und komplexer


      @LDB

      was kommt nach "lecker" ? "geilomat"?

      für mich ist der 15y Glen Garioch lecker ...




      @DocE.Brown
      He, peace, Doc, lecker ist der für mich auch, der 15yo. Aber wie gesagt, ich fand ihn jetzt nicht "geilomat" (davor kommt bei mir noch voll lecker / sehr gut / extrem gut / klasse / spitzenmäßig ...),
      dazu war er mir zu herb und ja, sorry, letztlich doch etwas zu eindimensional. Aber du brauchst dich nicht angegriffen zu fühlen.
      Ich bin jetzt bestimmt nicht völlig versnobt, wenn ich sage, der schmeckt mir jetzt nicht so gut wie andere Whiskies.
      Das soll aber nicht heißen, dass du den Vorabend deines Wiegenfestes nicht mit diesem Malt einläuten sollst.

      Also ich finde den 15jährigen Glen Garioch Sherry auch sehr gut (will heißen 88-89 Punkte für mich). Den 1999er-Sherry-Garioch finde ich allerdings noch "knuspriger". Der kratzt schon an den 90 Punkten. Die Garioch-Malts sind einfach gut ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2018" geschrieben. Gestern

      @DocE.Brown Jo, ich werde berichten ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2018" geschrieben. Gestern

      Zitat von DocE.Brown im Beitrag #1006
      Ich läute meinen "Feierabend" mit einem
      "Glen Garioch 15y Sherry Cask Matured"
      ein!

      ... lecker!



      Und ich genieße den vorverlegten Feierabend gerade mit dem direkten Vergleich aller drei Renaissance-Kapitel. Die Maltologie kann schon anstrengend sein ... ;-))

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2018" geschrieben. Gestern

      Heute im Glas ist das dritte Kapitel der Glen Garioch Renaissance -- nach 15 und 16 Jahren ruhte dieser Malt 17 Jahre in Ex-Bourbon- und -Sherryfässern; abgefüllt wurde nicht kühlgefiltert und wieder in Fassstärke ...

      Glen Garioch Renaissance 3rd Chapter 17 yo 50,8%





      Dieses dritte Renaissance-Kapitel ist die logische Fortführung der vorangegangenen. Nun geht es allerdings Richtung "alter Malt" mit noch mehr Dunkelfrucht, sehr schönen Honig- und Kräuternoten und der feinen "Glen-Garioch-Bitterness". Dieses Kapitel ist dem zweiten näher als dem ersten, naturgemäß. Für mich sind das eindeutig 90 Punkte.

      Anders als beim 1st und 2nd Chapter gibt es meiner Wahrnehung nach auch eine Steigerung aus dem großen Glas: Der Malt ist nochmal eine Spur "tiefer" und "reifer", ohne von der Würze zu verlieren, was 91 Genusspunkte ergibt.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Glen Garioch The Renaissance 3rd Chapter" geschrieben. Gestern

      Glen Garioch Renaissance 3rd Chapter 17 yo 50,8%

      Nun also das dritte Kapitel der Glen Garioch Renaissance -- nach 15 und 16 Jahren ruhte dieser Malt nun 17 Jahre in Ex-Bourbon- und -Sherryfässern; abgefüllt wurde wieder in Fassstärke und jedenfalls nicht kühlgefiltert.





      Geruch: Die Nase zeigt schon im Erstauftritt das kräftige Glen-Garioch-Aroma: Malz, reife Birne, Honig, etwas Majoran, Waldboden. Erinnert mich spontan an das 2nd Chapter. Von der Alkoholstärke ist kaum etwas zu spüren.

      Aus dem Bordeauxglas: Nun kommen tatsächlich wieder die dunklen Beerenfrüchte sowie der Waldhonig stärker ins Bewusstsein, Malz und Birne sind im Hintergrund, dafür ist eine angenehme Minzbrise präsent.

      Geschmack: In den Mund kommt auch das dritte Kapitel voll und bärenstark. Die Birne ist sofort im Vordergrund, dann folgen Eiche, Kräuter und die typische Glen-Garioch-Bitterness. Charakteristik: Fruchtig-würzig.

      Aus dem Bordeauxglas: Jetzt drückt er mehr an, die Minze überzieht das Birnenkompott; in der zweiten Welle folgen nun sehr reife Schwarzbeeren Zwetschken und Honig, wieder angerichtet im Eichenkorb. Die Glen-Garioch-Bitterness ist erst im Abgang präsent.

      Abgang: Der Ausklang ist wieder birnenfruchtig, grundiert mit schöner Eichenbitterkeit. Ganz eindeutig ein ein Highlander aus Oldmeldrum.

      Abgang Riedel Vinum Bordeaux: Auch aus dem großen Glas dreht das Aromenspiel nun in Richtung Waldkräuter und angenehmer Eichenbitterkeit.

      Fazit: Dieses dritte Kapitel der Glen-Garioch-Renaissance ist die logische Fortführung der vorangegangenen. Nun geht es allerdings Richtung "alter Malt" mit noch mehr Dunkelfrucht, sehr schönen Honig- und Kräuternoten und der feinen Glen-Garioch-Bitterness. Dieses Kapitel ist dem zweiten näher als dem ersten, naturgemäß. Für mich sind das eindeutig 90 Punkte.

      Anders als beim 2nd Chapter gibt es meiner Wahrnehung nach auch eine Steigerung aus dem großen Glas: Der Malt ist nochmal eine Spur "tiefer" und "reifer", ohne von der Würze zu verlieren, was 91 Genusspunkte ergibt. |addpics|etv-42-3701.jpg-invaddpicsinvv,etv-43-7861.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag " Glen Garioch The Renaissance 2nd Chapter" geschrieben. Gestern

      Glen Garioch The Renaissance 2nd Chapter 16y

      Geruch: Sehr fruchtig, reife Birne, auch dunklere Früchte, Honigaroma. Mit ein paar Tropfen Wasser noch blumiger, fruchtiger.

      Geschmack: Kommt weich und ölig an im Mund, dunklere Früchte, ich spüre auch die Eiche. Mit etwas Wasser im Mund sehr cremig-weich, aber mit allen Aromen.

      Abgang: Schöner langer Abgang, wärmend, Eiche im Hintergrund. Mit Wasser nicht ganz so lang, dennoch wärmend und man spürt die Eiche noch.

      Fazit: Eine sehr runde Sache. Aus dem Besten der Ex-Bourbonfass- und Sherry-Welt ist etwas sehr Eigenständiges und erstklassig Neues entstanden. Zählt immer noch zu meinen Lieblings-Whiskys. Für mich ergibt das 89 Punkte.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Glen Garioch The Renaissance 1st Chapter" geschrieben. Gestern

      Glen Garioch The Renaissance 1st Chapter 15y

      Geruch: Die erste Nase aus dem Whiskynosingglas ist geprägt von sehr feiner Marillenfrucht, Orangen und ein wenig warmem Streuselkuchen. Unterlegt wird das Ganze von Minzfrische, zu der sich in weiterer Folge auch ein paar helle Trauben und grüne Äpfel gesellen.

      Geschmack: In den Mund kommt der Glen Garioch sehr fruchtig, da sind neben Marillen auch die Orangen präsent und es beginnt sich sofort eine feine Pfefferschärfe auszubreiten. Nun taucht auch das Muskataroma auf.

      Abgang: Der Ausklang ist mittel bis lang, die Früchte mit den Schärfe-Aromen werden nun ergänzt um die, für Glen Garioch so typischen, Eichennoten. Ein sehr feiner fruchtig-scharfer, eichenangereicherter Abgang.

      Fazit: Glen Garioch macht bekanntermaßen tolle "Sherry-Bomben", aber auch die Sherry-Bourbonfass-Kompilationen sind ausgezeichnet. Im direkten Vergleich zum 2nd Chapter der Brennerei-Renaissance sind wir hier auf der noch fruchtigeren Seite, während die Back- und Eichenaromen weniger stark ausgeprägt sind. Das 2nd Chapter ist vielleicht eine Spur runder und voller; das erste Kapitel saftig-frischer. Ergibt 88 Punkte für mich.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Macduff 1991/2017 26yo IM Chieftain's" geschrieben. Gestern

      Überraschung zum Jahresbeginn 2018 ...





      Macduff 1991/2017 26y 46% Chieftain's Choice

      Geruch: Tiefer Sherry, dunkle Beeren auf einem feuchten Waldboden, leichter Rauch zieht durch's Gebüsch. Etwas Eiche meldet sich, die Beerenfrüchte kommen wieder, der Malt macht wunderbar ölige Beine im Premium Snifter. Die Vorfreude steigt.

      Aus dem Bordeaux-Glas: Nun sind die Waldbeeren saftiger und leicht angequetscht. Der Sherry kommt wunderschön zur Geltung, die Eiche ist zuerst da, von weiter Ferne grüßt die letzte Lagerfeuerrauchschwade. Und diese Legs im großen Vinum Bordeaux! Ein bissl erwärmen, ein wenig schwenken, nun wird der Sherry noch intensiver und auch die angekokelte Eiche wird stärker.

      Geschmack: Das prickelt ordentlich, nun übernehmen Wachs- und Kräuternoten, der Sherry und die Waldbeeren treten in den Hintergrund. Der Boden ist feucht, wir befinden uns am Meeresstrand, vielleicht auf Islay, vielleicht an der Küste der nördlichen Highlands.

      Aus dem Bordeaux-Glas: Sofort kommt die Frucht, dann aber der Rauch, das Wachs taucht wieder auf, die erdigen Noten, der Sherry natürlich. Würze und Wachs übernehmen in der zweiten Welle. Bei vielen Sherry-Malts aus dem Bordeauxglas sind auch am Gaumen Sherry und Dunkelfrucht dominierend. Hier ist nun ein sehr spannend-gleichwertiges Wechselspiel zwischen Sherry, Dunkelfrucht, Würze, Wachs und Rauch zu beobachten.

      Abgang: Der Abschluss ist mittellang bis lang und sehr vielschichtig, denn beim Nachschmecken melden sich nun wieder der trockene Sherry und die Beerenfrüchte, die Wachsigkeit vergeht, der Rauch braucht etwas länger, um sein Leben auszuhauchen. Nachhaltig und schön.

      Aus dem Bordeaux-Glas: Auch hier ist der Abgang lang, intensiv und vom Kräuter-Eichen-Wachs- und Sherry-Dunkelfrucht-Wechselspiel geprägt. Ebenso nachhaltig und vielschichtig.

      Fazit: Ein außergewöhnlich guter Sherry-Malt. Die Nase ist wunderbar vielschichtig und changiert mit Fortdauer der Zeit im Glas zwischen Sherry, Beerenfrucht, feuchtem Waldboden, Rauch und etwas Holz. Am Gaumen dreht der Malt dann Richtung Würze, Rauch und Küstenaromen. Im langen Abgang kommen nochmal Sherry und Dunkelfrucht. Sehr lebendig.

      In diesem Malt vereinen sich manch typische Merkmale eines Glengoyne 25 mit einem Pulteney 21 und jenen des 25er-Bunnahabhain. Dennoch ganz eigenständig in seiner verspielten Lebendigkeit. Ein 93-Punkte-Malt.

      Aus dem Riedel Vinum Bordeaux liegt der größte Unterschied in der Nase, wo der Malt wieder mal dunkelfruchtiger und "gesetzter" wirkt. Am Gaumen und im Abgang sind aber dieselben schönen Aromen-Wechselspiele nachzuvollziehen wie aus dem Premium Snifter. Ergibt für mich ebenfalls denkwürdige 93 Genusspunkte.

    • StyrianSpirit hat das Thema "Macduff 1991/2017 26yo IM Chieftain's" erstellt. Gestern

    • StyrianSpirit hat das Thema "Glen Garioch The Renaissance 3rd Chapter" erstellt. Gestern

    • StyrianSpirit hat das Thema "Ardbeg 20y 1996/2016 IM Chieftain's" erstellt. Gestern

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Bunnahabhain 1987/2017 Wy Scallop Diver's Dram" geschrieben. Gestern

      Einundwanziger-Pulteney, dividiert durch Achtzehner-Grant, ergänzt um etwas Zwölfer-Bunna ...



      Bunnahabhain 1987/2016 46%, Scallop Diver's Dram, Wemyss Malts

      Geruch: Grüner Apfel, Zitrusnoten, Rauch, ein bisschen Majoran. Nach einiger Zeit gesellt sich etwas halbreife Kiwi dazu, die rauchige Würze grundiert das Arrangement mit einer anregenden Basslinie.

      Aus dem Bordeaux-Glas: Nun treten die Zitrus-Noten in den Hintergrund, die Äpfel werden rotbackiger und etwas süßer (Kronprinz), eine angenehme Minz- und Kräuterfrische ergänzt das entschieden voller wirkende Aromen-Bukett.

      Geschmack: Sehr, sehr angnehm prickelnd. Die zitronig-säuerliche Fruchtigkeit wird um schöne Würznoten ergänzt, der Rauch ist am Gaumen kaum zu spüren. Dieser Malt ist wirklich sehr, sehr süffig. "Süffig" gehört zum Whisky-Bullshit-Bingo-Repertoire, ich weiß, hier passt es aber.

      Aus dem Bordeaux-Glas: Welch feines Prickeln grundiert den sofort präsenten reif-süßen Kronprinz-Apfel. Tatsächlich schwindeln sich jetzt ein paar Zwetschken in den Obstkorb, zum Majoran kommt noch etwas Zimt mit Koriander. Der Rauch bleibt wieder im Hintergrund.

      Abgang: Der Ausklang dieses Bunnahabhain bleibt ganz nah am Mundgefühl. Wieder stehen wunderbar säuerliche Fruchtaromen im Vordergrund, unterlegt von feinen Kräutern und statt des Rauches, der in der Nase zu vernehmen war, künden nun dezente Eichennoten vom Alter dieses Single Malts.

      Aus dem Bordeaux-Glas: Auch aus dem großen Glas folgt der Abgang dem Mundgefühl. Die fein prickelnde Hell- und Dunkelfrucht-Mischung geht über in eine angenehme Kräuter- und Gewürznote (Zimt, Majoran); nach einiger Zeit des Nachschmeckens kommen dann wieder die fein säuerlichen Aromen. Sehr interessant; vielschichtig.

      Fazit: Davon, dass dieser Malt 28 Jahre in einem Sherry Butt verbracht haben soll, ist in der Nase aus dem Spiegelau Premium Snifter nichts zu merken; es dominieren die hellen Früchte, dafür ist die "Bunna-Kräuternote" angenehm präsent. Dieses Phänomen setzt sich am Gaumen und im Abgang fort, wennglich der Malt, je länger im Glas, immer "reifer" wird. Ein verdammt gut trinkbarer Bunnahabhain.

      Aus dem Riedel Vinum Bordeaux wirkt der Malt voller und reifer, ohne dass jetzt in der Nase die ganz typischen Sherry- oder Dunkelfrucht-Noten in den Vordergrund kämen. Dunkelfruchtigkeit meldet sich erst am Gaumen, ergänzt in der Würze um Zimtaromen. All das ergibt eine feine Mischung aus hellen und dunklen Früchten, Süße und Säure, die auch im langen Abgang wechselnd hervortritt. Die ohnehin schon tollen 90 Punkte aus dem Spiegelau Premium Snifter steigern sich aus dem Bordeaux-Glas zu ganz starken 91 Punkten. Hervorragend.

    • StyrianSpirit hat das Thema "Bunnahabhain 1987/2017 Wy Scallop Diver's Dram" erstellt. Gestern

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2018" geschrieben. Gestern

      Erstmals im Glas war gestern (ab dem 1:0) der Ardmore 20y 49,3%: Ein wunderbar trinkbarer torfrauchig-süßer Malt mit sehr klarer Aromenstaffelung. Die 20 Jahre Reifung hinterlassen kaum Spuren -- keine Eiche, kein Thymian & Majoran, kein feuchter Waldboden. Und von mehr als zwei Tropfen Wasser sollte man/frau die Finger lassen, sonst verliert der Malt entscheidend an Kraft und Dichte. Alles in allem ein süffiger "Wegtrink-Malt" für lustige Runden mit Frucht- und Islay-Fans ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Ardmore 20" geschrieben. Gestern

      Ardmore 1996 20y 49,3%

      Geruch: Vanille, weiße Trauben, Torfrauch. Sehr angenehme Mischung -- alle Komponenten stehen klar nebeneinander. / Mit etwas Wasser tritt der Rauch entscheidend zurück, Vanille-Süße tritt in den Vordergrund.

      Geschmack: Auch im Mund und am Gaumen dominiert diese überraschend klare Aromenstaffelung. / Auch am Gaumen führt das Wasser zu einem vanillig-süßeren Ersteindruck, der Rauch kommt dann aus der zweiten Welle. Das Ganze wirkt nun etwas lasch.

      Abgang: Der Ausklang ist angenehm, rund und mittellang. / Der Ausklamg mit Wasser ist nicht viel kürzer, aber weniger dicht.

      Fazit: Einfach ein ganz toll trinkbarer torfrauchig-süßer Malt mit sehr klarer Aromenstaffelung. Die 20 Jahre Reifung hinterlassen kaum Spuren -- keine Eiche, kaum Kräuter, kein feuchter Waldboden. Und man sollte kein oder max. zwei Tropfen Wasser dazugeben, sonst verliert der Malt entscheidend an Kraft und Dichte. Ein schöner "Wegtrink-Malt" für lustige Runden mit Frucht- und Islay-Fans. Macht starke 89 Punkte für mich.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2018" geschrieben. Gestern

      Zitat von maltaholic im Beitrag #999
      Nevis Dew Blended Scotch Whisky, 40%

      Gestern bei der Verabschiedung eines Kollegen habe ich den stehen sehen. Hat wohl irgendetwas mit Ben Nevis zu tun. Probierte ihn einfach...

      Im Aroma etwas stechend. Wirkt nicht jung, trotz NAS. Süße Noten, Eichengeschmack.

      Im Mund etwas angenehmer, habe ihn auch etwas stehen lassen. Aprikosen, Pfirsich, und zugleich etwas Nelke und Vanille.

      Kurzer, fruchtiger Abgang.

      Geht so...

      Und eine ordentliche Portion in einem ordentlichen Glas :-) Sehr vernünftig

Empfänger
StyrianSpirit
Betreff:


Text:
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