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Flaschenteilung
StyrianSpirit
Torfstecher
Beiträge: 150 | Zuletzt Online: 22.09.2017
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07.04.2017
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    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas" geschrieben. 20.09.2017

      Bowmore The Devil's Casks – Small Batch Release III, 56.7%
      im Vergleich mit
      Bowmore Laimrig 15y Batch 4 2014 54,1%



      Auf dringende Empfehlung eines ganz tollen Oldies und Whiskyexperten hab' ich einen Laimrig Batch 4 erhalten (danke vielmals für die Probe!) und will ihn nun auch gegen den Devil's Casks Batch III vergleichen ...

      Nase Devil's Casks: Ja, das ist eine tiefe Sherrynase. Leichter Bowmorerauch, etwas nasser Waldboden, eine frische Brise Alkohol. Dunkle Pflaumen, Backaromen melden sich ebenfalls, Majoran und etwas Kardamon.

      Nase Laimrig: Hier ist alles sanfter vertreten: Der Rauch, die Erdtöne und der Sherry. Die Kräuter geben eine feine Grundierung; alles in allem die geheimnisvollere, zurückhaltendere Nase.

      Geschmack: Aus dem Nosingglas kommt der Teufelsfassmalt mit starkem Alkoholantritt, Erdigkeit, der Bowmore-Muffigkeit vulgo ordentlichem Höllenfeuer und gut vernehmbarer Eichenbitterkeit auf den Gaumen. Das Ding hat nicht ohne Grund 56,7% Alkohol. Nichts für Unentschiedene; im Himmel und im Fegefeuer trinkt man anderes.

      Geschmack Laimrig: Der kommt schön ölig in den Mund, der Alkohol prickelt sanft, dann stärker werdend, der Rauch geht eher Richtung Selchrauch, hat etwas von der "Bowmore-Muffigkeit" verloren. Dann kommt eine schöne Kräuternote durch, die den Sherry gut ergänzt. Für mich das etwas angenehmere Mundgefühl -- und ganz erstaunlich empfinde ich den Alkohol viel weniger stark als in den Devils Casks.

      Abgang: Im Abgang dominieren beim Devil's Casks die etwas bitteren Eichen-, Waldboden- und Kräuternoten. Und natürlich der Bowmorerauch. Dieser Malt bleibt lange präsent. Für Bowmorefreunde sicher ein Vergnügen.

      Abgang Laimrig: Der Abgang wiederum ist auch beim Laimrig eichenbetont und auch die Kräuter- und Waldbodennoten bleiben gut in Erinnerung.

      Fazit: Der Bowmore Devils Casks Batch III ist ein guter Malt. Stark und vor allem für Bowmorefreunde sicher ein Vergnügen. Für mich bringt dieser Bowmore 88 Punkte. Der Laimrig 15y Batch 4 ist der sanftere, rundere Malt mit dem (für mich) angenehmeren Raucharoma. Macht 89 Punkte.

      Mit ein wenig Wasser: Hier zeigt der Teufelsmalt seine süßere Seite, wobei diesmal zuerst der Sherry präsent ist, ehe die dunklen Früchte übernehmen. Auch am Gaumen tritt er nun weicher und vor allem vielfältiger auf, was sich auch im Abgang fortsetzt. Das ist nun ein Malt, dem ich aus dem Whisky-Nosingglas auf jeden Fall etwas Wasser (vier Tropfen bzw. einen halben Teelöffel) gönnen würde.

      Auch der Laimrig gewinnt mit ein paar Tropfen Wasser etwas an Sherrytiefe und Fruchtsüße. Am Gaumen ist er freundlich-stark, ebenfalls eher im Fegefeuer als in der Hölle angesiedelt. Der Abgang ist ähnlich dem Devils Casks, aber nicht so intensiv. Auch der Laimrig verträgt etwas Wasser.

      Mein persönliches Resümee: Beides gute Malts. Mir persönlich fehlt einfach das Bowmore-Geschmacksbegeisterungsgen, sodass ich mir in beiden Preisklassen andere Malts (Benromach 10y 100 Proof, Tamdhu Batch Strength II, Ardbeg Uigedeail, Old Pulteney 17y, Lagavulin DE, Old Pulteney 1990 u.ä.) aussuchen würde.
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    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Frisch entkorkt" geschrieben. 20.09.2017

      Und noch einer, der mittlerweile offen ist ...



      Ein Wiederkehrer, weil Lieblingswhisky:
      Der Glen Garioch Renaissance 2nd Chapter 16 yo 51,4%

      Beliebt am Whiskybuffet ebenso wie bei allen, die Glen Garioch entdecken wollen. Dunkle Früchte, helle Früchte, Sherry, Eiche, Glen-Garioch-Würzigkeit. Der geborene "Weekend-Dram" ... :-)

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    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Frisch entkorkt" geschrieben. 20.09.2017

      Zitat von Marcus2 im Beitrag #109
      Zitat von StyrianSpirit im Beitrag #108
      Nun ist er geöffnet ...



      Die ersten Samples sind abgefüllt und auch schon auf dem Weg. 25cl sind im Rahmen der Flaschenteilung noch zu haben. Riechen tut er schon mal ganz hervorragend, der Bowmore aus den Devils Casks ...


      Schmeckt auch gut.

      Das hoffe ich auch :-) Ich werde berichten. Und vergleichen ...|addpics|etv-13-cf0c.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Frisch entkorkt" geschrieben. 19.09.2017

      Nun ist er geöffnet ...



      Die ersten Samples sind abgefüllt und auch schon auf dem Weg. 25cl sind im Rahmen der Flaschenteilung noch zu haben. Riechen tut er schon mal ganz hervorragend, der Bowmore aus den Devils Casks ...|addpics|etv-13-cf0c.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Flaschenfriedhof - frisch geleert" geschrieben. 19.09.2017

      Das Ende eines Lieblingsmalts ...



      Tamdhu Batch Strength Batch 002 58.5%
      Einige Proben sind auch an Whiskyfreunde nach Deutschland und Österreich unterwegs, sonst wär' diese rekordverdächtig schnelle Leerung gar nicht möglich gewesen. Und da jedem Ende auch ein Anfang innewohnt, ist eine neue Flasche schon im Blick ... :-)|addpics|etv-12-1983.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Schön hier zu sein. Danke" geschrieben. 18.09.2017

      Auch von mir ein herzliches Willkommen!
      Und weil man/frau beim Whiskytrinken ohnehin niemals auslernt, ist das hier auch einer der besten denkbaren Plätze zum Gedanken- und Informationsaustausch ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Ich wollte einfach mal DANKE sagen!" geschrieben. 17.09.2017

      Zitat von Harvey im Beitrag #9
      Zitat von Classic im Beitrag #3
      Hoffentlich haben wir mit der Flasche deinen Geschmack getroffen.



      Und wie! Genau mein Beuteschema! Zum Glück hab ich ein Sample mal von @IronChic bekommen. So kann die Flasche lange auf einen besonderen Anlass warten!


      Auch von mir noch einmal alles Gute! Und in einem gelingenden gemeinsamen Leben werden sich im Laufe der Zeit noch viele besondere Anlässe ergeben, wirst schon sehen ... Darauf ein

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Ardbeg Uigeadail" geschrieben. 16.09.2017

      Geruch: Kraftvoll, Rauch, Torf, süß. Ardbeg ist schon sehr fein für starke Geister. Nach einem stressigen Arbeitstag tut es manchmal ganz gut, in den Whisky-Sandsack zu boxen. Majoran, Thymian, etwas schwarzer Pfeffer, Meersalz. Und wieder mal Speckpflaumen über einem leicht torfigen Lagerfeuer gebraten.

      Geschmack: Der Ardbeg ist sofort prickelnd im gesamten Mundraum, dann kommen die Mullbinden, Majoran, Meersalz, Speck, Rauch. Als ich diesen Ardbeg das erste Mal getrunken habe, war er mir unverdünnt zu stark. Jetzt passt er bestens. So ändern sich die Zeiten. Der Grundton aber bleibt: Kraft, Rauch, Salz, Torf, Sherry, Pflaumen, Notfallmedizin.

      Abgang: Auch im Abgang dominiert das Rauchig-Medizinische, ergänzt um schöne Sherrynoten und Pflaumensüße. Es folgen Eichenbitterkeit und die Salzigkeit von ein paar vergossenen Tränen.

      Fazit: Dieser Ardbeg ist ein Ardbeg durch und durch. Unter den Rauchern sicher einer der besten und am besten zu trinkenden Malts.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas" geschrieben. 16.09.2017

      Der Old Pulteney 17y 46% begleitet mich schon längere Zeit und das ist auch nicht die erste Flasche, die nun zur Neige geht. Seltsamerweise hatte ich diesen klaren, schönen Malt noch nie im Rotweinglas. Also nutze ich die letzte Gelegenheit ...



      Nase: Hatte ich schon mal erwähnt, dass Old Pulteney zu meinen Lieblingsdestillerien zählt? Hier ist der Grund: Durch einen schönen zarten Salzgischtnebel melden sich Kräuter, Sherry und ein paar reife helle Trauben. Sehr klar, sehr fein, mit leichter Minzfrische. "Maritimer Charakter" at its best ...

      / Aus dem Bordeaux-Glas: Einmal mehr ereignet sich das Frucht-und-Sherrynasen-Wunder. Einerseits sind die dunklen Trauben sofort da, dann etwas hellere Vanille, gefolgt vom Sherry. Ganz elegant, die leichte Meeresbrandung grüßt erst nach dem zweiten, dritten Verriechen von Ferne.

      Geschmack: Aus dem Whiskynosingglas erobert der Siebzehnjährige in schönster Klarheit den Mundraum: Die Salzigkeit, gepaart mit Sherrynoten und diesmal mit dunkleren Früchten. Und, Donnerlittchen, jetzt hab' ich doch tatsächlich und erstmals Bienenwachsgeschmack am Gaumen. Selten stehen die Aromen so klar konturiert nebeneinander.

      / Aus dem Rotweinglas: Nun kommt ein Frucht- und Sherrybonbon in den Mund. So frisch und fruchtig und doch schön sherrytrocken, es ist eine Freude. Und irgendwie ein anderer Whisky. Eine kräuterige Würzigkeit ergänzt schlussendlich das formidable Gesamtbild.

      Abgang: Der mittellange Ausklang gibt noch einmal eine Zusammenfassung des Maritimen, gepaart mit hell-dunkler Frucht, Sherrynoten und zarter Eiche.

      / Aus dem Rotweinglas: Auch der Ausklang bleibt diesmal ganz anders als aus dem Nosingglas: Die Hell- und Dunkelfruchtkomponenten samt Sherryanteil stehen weiterhin klar nebeneinander; im Abgang nun ergänzt durch ein leichtes Eichenaroma.

      Fazit: In meinen ersten Notes zu diesem Malt hab' ich 88 Punkte vergeben. Dabei bleibt es unbedingt. Mein Fazit damals: "Ein sehr heller, 'spritziger' Malt mit angenehm 'maritimer Note'." Ich würde heute das "Helle" eher mit "Klarheit" beschreiben. Und kein Wasser mehr zusetzen.

      Charakteränderung total: Im Rotweinglas flasht mich dieser Malt mit dreieinhalb Zusatzpunkten. Es ist ein völlig neues Erlebnis. Ebenso klar wie aus dem Nosingglas, aber die Charakteristik verschiebt sich von Maritim-Salzgischt-Sherry in Richtung Frucht-Sherry-Minzfrische. Damit sind wir bei 91.5 Punkten gelandet. Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Die wunderbare maritime Klarheit aus dem Nosingglas bleibt ebenso erinnerungswürdig.

      Warum hab' ich Depp den 17er-Pulteney bisher nie aus dem Rotweinglas getrunken? Weil er so, wie er war, einfach gepasst hat. Und jetzt steh' ich da mit der Erkenntnis, dass, wenn man einen 17jährigen Pulteney kauft, gleich zwei charakterlich völlig verschiedene erstklassige Malts erhält. Jetzt werd' ich wohl auch den 17er nachbestellen müssen. Hört das denn nie auf?|addpics|etv-11-4943.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Glendronach Grandeur 25 (Batch 8)" geschrieben. 15.09.2017

      Geruch: Der Duft steigt dem Genussfreudigen schon von Ferne entgegen. Die erste Nase überrascht mit einer Bratapfelnote, die das Bukett dunkler Früchte vortrefflich grundiert (diese Note erinnert mich an den 25jährigen Glenfarclas). Besonders fein ist die Minzfrische, die sich zu den zunehmend fülligeren alten Noten gesellt. Im Vergleich zum 21jährigen Glendronach Parliament ist die Fasseiche jedoch ganz dezent im äußersten Hintergrund. Ein Grandeur muss nichts mehr beweisen.

      Geschmack: Mon Dieu. Das nenne ich elegante Fülle. Am Gaumen melden sich die dunklen Aromen zuerst, dann gesellt sich der Bratapfel dazu, ehe der gesamte Mundraum von Pflaumenkompott mit Minzfrische belegt wird. Beim Nachriechen wird der Grandeur immer voller, was sich im Nachschmecken ebenfalls zeigt. Dann materialisiert sich am Gaumen, man weiß nicht woher, ein wunderbar sämiges Rhabarberkompott.

      Abgang: Im langen, warmen Ausklang rufen sich dann die Eichenfässer in Erinnerung. Und es sind zweifellos nur die besten Fässer, ohne jede störende Extreme. Sie sind nur extrem gut.

      Fazit: Wieder einer jener Whiskys, die auf den ersten Eindruck phantastisch sind. Und von denen man weiß, dass sie im Laufe der Zeit zulegen – einerseits weil man selber erfahrener wird und andererseits, weil dieser Whisky den Sauerstoff dankbar aufnehmen und in seine Substanz bestens integrieren kann. Für mich ergibt das 94 Punkte.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Macallan 18 Fine Oak (diverse Batches)" geschrieben. 15.09.2017

      Nase: Leicht sherrytönig. Erinnert mich beim ersten Taste an den Tullibardine 25y. Es kommen dann aber auch die typischen Bourbonfass-Aromen nach.

      Geschmack: Hat einen ordentlichen Antritt im Mund, würde man den 43% gar nicht zutrauen. Dabei erinnert er mich sogar an den 21jährigen Old Pulteney. Es folgen dann Vanille und etwas Würze (Kräuter, Salz).

      Abgang: Der Abgang ist mittellang.

      Fazit: Für mich ein etwas "unentschiedener" Macallan, der aber im Laufe einer Flaschenleerung noch die eine oder andere Überraschung birgt ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag " FT Bowmore The Devil's Casks – Small Batch Release III" geschrieben. 15.09.2017

      Die Liste für den Bowmore The Devil's Casks – Small Batch Release III:

      StyrianSpirit: 5cl
      Whiskyfreunde: 10cl (res.)
      Schottendicht: 10cl
      tajse: 10cl
      chefkoch!: 5 cl
      ...

      Rest: 30cl

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas" geschrieben. 14.09.2017

      Heute musste wieder einmal etwas Kräftigeres ins Glas. Eine Wiederbegegnung nach mehr als einem halben Jahr ...



      Ardbeg Uigeadail 54.2%

      Geruch: Kraftvoll, Rauch, Torf, süß. Ardbeg ist schon sehr fein für starke Geister. Nach einem stressigen Arbeitstag tut es manchmal ganz gut, in den Whisky-Sandsack zu boxen. Majoran, Thymian, etwas schwarzer Pfeffer, Meersalz. Und wieder mal Speckpflaumen über einem leicht torfigen Lagerfeuer gebraten. Ein paar salzige Tränen noch, weil man sich gerade eine harte Linke eingefangen hat.

      / Aus dem Bordeaux-Glas: Und wieder ereignet sich das Frucht-und-Sherrynasen-Wunder. Selbst der starke Uigeadail zeigt zuerst seine süße Seite mit den Speckpflaumen. Fast möchte man ihn streicheln. Hinter den schönen Sherrynoten kommt dann aber immer stärker der leicht getorfte Lagerfeuerrauch, dann die Kräuter. Ein wahrer Gentleman-Boxer.

      Geschmack: Aus dem Whiskynosingglas ist der Ardbeg sofort prickelnd im gesamten Mundraum, dann kommen die medizinischen Mullbinden, Majoran, Meersalz, Speck, Rauch. Als ich diesen Ardbeg das erste Mal vor fast einem Jahr getrunken habe, war er mir unverdünnt zu stark. Jetzt passt er bestens. So ändern sich die Zeiten. Der Grundton aber bleibt: Kraft, Rauch, Salz, Torf, Sherry, Pflaumen, Notfallmedizin. Für die harten Schläge im Leben.

      / Aus dem Rotweinglas: Das Erstauftrittsprickeln ist sanfter, aber breitflächiger und länger. Die reinste Kräutersalzbrause. Mjam. Der Sherry und die Dunkelfrüchte fehlen mir jetzt gar nicht -- so stark sie am Gaumen waren, so unmerklich halten sie sich nun im Hintergrund.

      Abgang: Auch im Abgang aus dem Nosingglas dominiert das Rauchig-Medizinische, ergänzt um schöne Sherrynoten und Pflaumensüße. Es folgen Eichenbitterkeit und die Salzigkeit von ein paar vergossenen Tränen des Schmerzes. Oder des Glücks.

      / Aus dem Rotweinglas: Auch der Abgang ist würze- und eichenbetont und zeigt weniger Frucht und Sherry als in der Nase. Sozusagen das konvexe Gegenstück zum konkaven Nosingglas.

      Fazit: Dieser Ardbeg ist ein Ardbeg durch und durch. Unter den Rauchern sicher einer der besten und am besten zu trinkenden Malts. Für mich sind das 90 Punkte. Treffer.

      Aus dem Rotweinglas ist die Nase besser. Am Gaumen schemckt mir der Ardbeg aus dem Nosingglas mindestens gleich gut oder leicht besser, ebenso wie im Abgang. Insgesamt gibt es diesmal einen Gleichstand zwischen beiden Gläsern -- welches man gerade nimmt, ist Geschmackssache und stimmungsabhängig.

      Mit ein wenig Wasser: Nun zeigt der Ardbeg auch im Nosingglas seine süße Seite, ehe Minzfrische, Kräuter und die leicht torfgeschwängerte Rauchigkeit folgen. Sehr angenehm. Auch am Gaumen zeigt sich zuerst die Süße, das Prickeln ist kaum vorhanden, die Kräuter kommen und die Speckpflaumen. Fast schon ein Gentleman-Boxer, der er auch im Abgang bleibt.

      Aus dem großen Riedel-Glas bewirken ein paar Tropfen Wasser eine noch tiefere sherrygrundierte Süße, die aber unmittelbar von einem sehr schönen Kräuterbukett eingefangen wird. Eigentlich ist das jetzt ein anderer Whisky. Am Gaumen melden sich nun die süßen und fruchtigen Anteile sehr schön, ehe er sich im Abgang aus dem großen Glas wieder ganz kräuter-salzig und eichenbetont verabschiedet. Mit etwas Wasser gibt es ganz leichte Vorteile für das Bordeaux-Glas -- aber auch das ist ebenso subjektiv wie tagesform- und stimmungsabhängig. |addpics|etv-10-3a0d.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag " FT Bowmore The Devil's Casks – Small Batch Release III" geschrieben. 14.09.2017

      Ich darf kurz an die Bowmore-Teilung erinnern -- 35cl sind noch zu haben ... :-)

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas" geschrieben. 12.09.2017

      Glenglassaugh 2009/2017, Hand Bottled at the Distillery, 60.1%



      Geruch: Der Wein ist sofort in der Nase; auch optisch sorgt die Reifung im Weinfass für einen rostbraun-orangen Farbton. Dann meldet sich noch Malz und offenbar sind die dunklen Beeren des Glassaugh-New-Make während der Weinfassreifung auch nicht ganz verloren gegangen.

      Mit etwas Wasser wird der Single Malt zugänglicher, fruchtiger, die Malzaromen gewinnen an kräuteriger Frische, die herbe Weinigkeit tritt etwas zurück hinter eine jugendliche Beerensüße.

      Geschmack: In den Mundraum kommt der junge Glassaugh ebenfalls kräftig und weinig. Das müsste ein Fass von eher herbem Rotwein gewesen sein. Nun ist auch die Eiche zu spüren, Kräuter melden sich, und wieder die dunklen Johannisbeeren. Die 60% Fassstärke meldet sich bei der Ankunft, integriert in weiterer Folge aber sehr schön die unterschiedlichen Aromen.

      Mit ein paar Tropfen Wasser verliert er etwas an Schärfe und wie schon in der Nase nimmt auch am Gaumen die Beerensüße zu. Dass dieser Malt in einem Weinfass lagerte, bleibt aber unverkennbar.

      Abgang: Im Ausklang ist dann die Eichenbitterkeit zu spüren, die die herben Rotweinaromen ergänzt. Der Abgang mit etwas H2O ist weniger eichenbetont, dafür wieder fruchtiger.

      Fazit: Eine sehr interessante Variante für Weinfassfinishliebhaber. Durch die kräftige Fassstärke und den ebenso kraftvollen Glassaugh-Grundton bleibt und entwickelt sich viel Substanz für ein längeres Verweilen und spätere Begegnungen. Ergibt für mich starke 87 Genusspunkte.

      Dieser Malt erinnert mich spontan auch ein wenig an den Tullibardine 228 Burgundy Finish, der aber entscheidend "lieblicher" daherkommt. Der Glassaugh ist da viel entschiedener und herber, kräftiger. Da muss man schon dahinter sein und sich Zeit lassen, um die vielen und vielen anderen Aromen zu entdecken. |addpics|etv-y-15b2.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Glenfarclas 105 60% NAS" geschrieben. 12.09.2017

      Geruch: Eine angenehm frische Bratapfel- und Sherry-Brise steigt in die Nase. Sogar ein bissl Streuselkuchen ist zu riechen, Anis würzt das Farclas-Aromenbukett. All das wirkt um einiges "griffiger" als beim zehn- und zwölfjährigen Glenfarclas aus der "Basisrange", die ich vor Kurzem im Glas hatte. Beim weiteren Verriechen tauchen hellere Früchte auf, auch etwas Vanille deutet auf die wahrscheinlich ebenfalls vorhandenen Ex-Bourbonfässer. Starke Nase.

      Geschmack: Jetzt merkt man schon die 60%. Aber nicht unangenehm, denn gleichzeitig wird er enorm süß, der Streuselkuchen meldet sich, Zimt ebenso. Ich werde sogar kurz an den Vierzigjährigen erinnert! Im Hintergrund taucht nämlich ein sehr schönes Eichenaroma auf ...

      Abgang: Der Ausklang des 105ers ist mittellang und wechselt schön von der Fruchtigkeit über die Würze zur gut vernehmbaren Eiche. Ganz hervorragend. Wieder eine Fassstärke, die auch ohne Verdünnung bestens genießbar ist.

      Kommentar: Dieser Glenfarclas ist hervorragend. Der Hausstil ist eindeutig erkennbar und wunderbar eingebunden in die 60%-Abfüllung. Nicht nur als Einsteiger in die Farclas-Range zu empfehlen.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Glenfarclas 12" geschrieben. 12.09.2017

      Geruch: Der Zwölfjährige von Glenfarclas hat eine schön intensive Nase mit Bratapfel- und Malzaromen, im Hintergrund taucht etwas Kräuterwürze auf; Anis. Der Duft wirkt insgesamt voller und reifer als beim Zehnjährigen.

      Geschmack: Kommt leicht cremig in den Mund, etwas Sherry ist zu spüren, die Backaromen und schließlich eine Bitterkeit vom leicht Metallischen in eine zarte Eichenbitterkeit gehend. Im Grunde ein sehr ähnliches Geschmacksprofil wie beim Zehnjährigen, jedoch deutlich runder und angenehmer.

      Abgang: Der Abgang ist eher auf der kurzen Seite, es dominieren die Eiche und Backaromen.

      Fazit: Ein runder, gut trinkbarer Malt, der das Familiengesicht von Glenfarclas schon sehr gut zeigt. Für mich die deutlich bessere Einstiegsvariante als der Zehnjährige.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Glenfarclas 10" geschrieben. 12.09.2017

      Geruch: In die Nase steigen Getreide, Malz und die für mich typischen Glenfarclas-Bratapfelaromen.

      Geschmack: In den Mund kommt er doch etwas metallisch, dann meldet sich etwas Sherry, ehe die leichte Bitterkeit (vielleicht Eiche) wieder übernimmt.

      Abgang: Ein eher kurzer bis mittlerer Abgang. Die leichte Bitterkeit tritt langsam in den Hintergrund, Malz und etwas Sherry rufen sich in Erinnerung.

      Fazit: Die leichte metallische Note lässt auf die relative Jugend schließen; im Übrigen ist das Glenfarclas-Aromenprofil schon klar präsent und letztlich ist es ein freundlicher, gut trinkbarer Einstiegsmalt.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag " FT Bowmore The Devil's Casks – Small Batch Release III" geschrieben. 12.09.2017

      Die Liste für den Bowmore The Devil's Casks – Small Batch Release III:

      StyrianSpirit: 5cl
      Whiskyfreunde: 10cl (res.)
      Schottendicht: 10cl
      tajse: 10cl
      ...

      Rest: 35cl

Empfänger
StyrianSpirit
Betreff:


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