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StyrianSpirit
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    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Grund zur Freude..." geschrieben. Gestern

      Ende gut, alles gut ...

      Der Herren-Slalom bei der WM in Aare hat die Medaillen-Bilanz noch gerettet. Marcel Hirscher mit einem grandiosem ersten Lauf zum WM-Titel. Und die Plätze 2 und 3 auch noch für die Kollegen Matt und Schwarz aus Österreich

      Dazu ein 1929er-Baraillon und ein 1990er-Family Cask im Riedel Vinum Bordeaux. So darf der Sonntag weitergehen ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag " Ténarèze Armagnac Château de Pomès Pébérère 1964" geschrieben. 16.02.2019

      Mittlerweile hat der 1964er-Armagnac aus dem Château de Pomès Pébérère seine Qualitäten >> auch im direkten Vergleich mit dem Jahrgangsbruder aus dem Château de Gaube unter Beweis gestellt.

      Dabei war mir die ungeheuer nachhaltig-elegante Intensität des Bas Armagnac noch lieber als die süße Fruchtintensität des Tenareze Armagnacs. Wollte ich das in Punkten ausdrücken, stünde es 94.5 zu 94.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Bas Armagnac Darroze Chateau de Gaube 1964" geschrieben. 16.02.2019

      Mittlerweile ist dieser Armagnac tatsächlich in meiner Genussskala nach oben gewandert -- 94 Punkte würde ich ihm auf jeden Fall verleihen.

      >> Im direkten Vergleich mit dem Tenareze-Armagnac aus dem 1964er-Jahr war es sogar noch ein halbes Pünktchen mehr ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Heute im Glas außer Whisky" geschrieben. 16.02.2019

      Samstag ist Armagnac-Tag -- von wegen gutem Essen, Mehlspeis und so ...

      [[File:Sty_Armagnac1964_HtH.JPG|none|auto]]

      Ein Vergleich des Ténarèze Armagnac Château de Pomès Pébérère 1964, abgefüllt am 13.08. 2018, mit dem 1964er-Darroze, Chateau de Gaube, abgefüllt 2017 (re.). Der Ténarèze Armagnac ist merklich dunkler als der Bas Armagnac. Der Tenareze wurde auf 42% gebracht, der Bas Armagnac ist "Brut de Fut", also naturbelassen, mit 43,8% abgefüllt.

      Geruch Pomès Pébérère: Die volle Karamellsüße mit reifen Pflaumen, Rhabarbekompott mit Zimt; Rancio; Leder, Eichendielen in der alten Bibliothek; zarte Minzfrische. Wieder diese verführerische Fruchtsüße, gepaart mit angenehmen Rancio-Noten, die schon den 1966er ausgezeichnet hat.

      Geruch Château de Gaube: Dichter und kompakter als der Tenareze; ein alter Gentlemen's-Club: dunkles Leder, Möbel aus Mahagoni, ganz feiner kalter Rauch kubanischer Zigarren. Und, überraschenderweise, noch ein Veilchenstrauß mitten im alten Club. Die Edel-Variante.

      Der Tenareze-Armagnac ist die fruchtige Variante mit Rancio; der Bas-Armagnac die Edel-Version davon.

      Geschmack Pomès Pébérère: Das ist schon fein, wie voll-würzig und fruchtig dieser Armagnac den Mundraum erobert; wieder Rhabarberkompott mit Zimt, gefolgt von Eiche, Leder; Rancio; ein paar saftig-reife Pfirsichstücke, ein Minzblatt.

      Geschmack Château de Gaube: Kommt sehr ölig in den Mundraum, wo sofort die herb-rauchigen Aromen dominieren; Mahagoni, Leder, eingedickter Zwetchkenröster.

      Abgang Pomès Pébérère: Auch im Abgang setzen sich die gezimteten Früchte mit Eiche und Leder fort, es kommt noch etwas Espresso hinzu, ehe die Rancio-Noten wieder das Alter anzeigen.

      Abgang Chateau de Gaube: Der Abgang bleibt noch länger als der 1964er-Tenareze, auch im Ausklang ist der alte Herrenclub mit Mahagoni, Leder und im Hintergrund auftauchenden zarten Zigarrenrauchschwaden präsent. Rancio, noch ein paar Jährchen reifer. Ganz großes Alterskino.

      Fazit: Auch der 1964er-Tenareze ist ein alt-elegantes, karamell-süßes und fruchtiges Aromenbündel, das große Freude bereitet. Der Unterschied zum 1966er ist nicht groß, die Grundstilistik ähnlich. Ein 94-Punkte-Vergnügen (95/94/94).

      Der 1964er Bas Armagnac ist wirklich ganz anders -- und ich finde ihn noch besser als bei den ersten Tests, denn die Mahagoni-, Leder und zarten Rauchnoten ergeben ein äußerst interessant-elegantes Geschmacksbild. Ich schreib's nochmal: Die "Edel-Variante" eines Armagnacs. 94.5 Gesamtpunkte (95/94/95).

      Noch kurz zum Alkoholgehalt: Der Bas Armagnac ist unverdünnt, der Tenareze aus dem Château de Pomès Pébérère wurde (wie alle Jahrgangs-Armagnacs dieses Anbieters) mit "Petit Eaux" auf 42% gebracht. Diese Verdünnung ist kaum zu merken -- viel mehr als von "natürlichen" 44-45% ausgehend musste nicht verdünnt werden. Der naturbelassene Bas Armagnac wirkt im direkten Vergleich eine Spur öliger; hat aber eine grundlegend andere Charakteristik.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2019" geschrieben. 15.02.2019

      Zitat von matts im Beitrag #861
      Ein Blindkauf: Glenburgie 1995 SV Cask 6522.

      Heute alles ohne Notes, aber das erste cl signalisiert, dass das ein guter Kauf war. Von der Fruchtigkeit kommt er an den Impulsgeber Cask 6508, den unser lieber @SanctTom einmal in Limburg dabei hatte, zwar nicht ganz heran. Er ist auf den ersten Eindruck aber ein rundum schöner Bourbon-Fass-Tropfen. Genau das, was ich mit dem Kauf mal beimischen wollte. Es muss ja nicht immer Sherry und/oder Rauch oder Elsenbrand sein. Die Vielfalt macht's schließlich! Back to topic. Hier gibt es Malz mit einem Anflug von Getreide, helle Frucht in Richtung Birne, Apfel, Pfirsich und vergleichsweise wenig Vanille. Letztere nur ganz dezent. Kein Komplexitätsmonster, aber sehr intensiv und geschmacklich überraschend würzig. Wie gesagt mit der Einschränkung: Spontaneindruck vom ersten Mini-Dram.




      @matts >> Diese Vase wäre auch noch so ein (vielleicht sogar noch besserer) alte-Bourbonfassaromen-Blindkauf-Kandidat ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "StyrianSpirits Samples aus Graz für Österreich & Deutschland" geschrieben. 15.02.2019

      Liebe Leute, es gibt wieder Neues >> in meiner Sampleliste. Unter anderem ist das neben den neuen Pulteneys (15y und 18y) auch wieder ein neuer Armagnac wie der großartige 44jährige Bas Armagnac Domaine de Baraillon 1974 ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Frisch entkorkt" geschrieben. 15.02.2019

      @matts Das wird ja noch ein denkwürdiger Abend ... Für Dich. Und für uns, die wir das mitverfolgen dürfen in Wort und Bild

      Und übertreib's nicht mit den fassstarken Malts, sonst hören und sehen wir dann das ganze Wochenende über nix mehr von Dir ...
      Immer schön und gepflegt auf der Welle bleiben mit gutem und

      Heute beneide ich Dich echt! Und ich hätte auch schon ein paar Ideen, welche Malts mich von Deiner "neuen Liste" schwerst interessieren könnten ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Eure Neuanschaffungen" geschrieben. 14.02.2019

      @galli Sehr toll, diese Armagnac-Auswahl von L'Encantada! Ein erst 2011 gegründeter "unabhängiger Abfüller" und Händler ("Negociant"), der auch ganz interessante Abfüllungen aus nicht mehr existierenden Betrieben anbietet; "Lost Domains" sozusagen wie die Domaine Le Sablé. Ich hoffe, Du lässt uns möglichst bald an Deinen Notes teilhaben ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2019" geschrieben. 14.02.2019

      Zitat von Bruno59 im Beitrag #854
      Ein echter Glendronach-Konkurrent.

      Glengoyne 25

      @StyrianSpirit In meinem 2018-Release kann ich keinen Schwefel identifizieren.

      Super, danke für die Info; beruhigend zu hören, dass >> dieses Batch (vom 15.1. 2018) evtl. doch eine Ausnahme war (ich fand ihn nicht nur "schwefelig", sondern auch merklich "dünner" als bei früheren Abfüllungen)! Denn grundsätzlich war/ist der 25er-Goyne natürlich großartig ... @Bruno59 Von wann ist denn Deine Abfüllung?

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Kaminabend mit Verkostung (Mission completed)" geschrieben. 14.02.2019

      Liebe Leute, ich wünsche Euch wunderbare Tage mit gutem Wetter, gutem Essen, guten Wanderungen, guten Gesprächen und guten Getränken

      Und ich wünsche Euch vor allem besten Single Malt ebenso wie andere geschmackliche, unterhaltungstechnische und menschliche Sensationen

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2019" geschrieben. 14.02.2019

      Zur Abwechslung einmal zwei Blends im Glas ...

      [[File:Sty_BlendedCadenhead_12u20y_2019.JPG|none|auto]]

      William Cadenhead 12-year-old Sherry Solera Casks 46% und
      William Cadenhead 20-year-old Sherry Cask Batch 1 46% (re.)

      Vielen Dank @bembelman für diese feinen Samples aus Deiner Flaschenteilung!

      Geruch 12y: Leicht grasig, Heu, malzig. Frisch mit etwas frisch gesägtem Holz. Im Verlauf der Zeit noch ein paar schüchterne Sherrynoten.

      Geruch 20y: Sofort ist der Sherry da und wie beim 12er ist auch die Malzigkeit präsent. Erdige Noten, etwas feuchter Keller. Poliertes Holz. Frische.

      Geschmack 12y: In den Mundraum kommt der 12jährige Blend fruchtiger und mit deutlicherem Sherry als er in der Nase erscheint; dann übernehmen wieder die grasigen Noten, das Heu, Malz und das Holz.

      Geschmack 20y: Sherry, Malz (dunkler Bier), Zwetschke. Dunkle Eichenbretter. Sehr rund und angenehm. Ohne jegliche Ecken und Kanten, Höhen und Tiefen.

      Abgang 12y: Der mittellange Ausklang bleibt dem grasig-holzigen Eindruck am Gaumen treu. Durchaus angenehm.

      Abgang 20y: Der mittellange Abgang folgt dem malzig-sherrybetonten Mundgefühl. Wieder sehr rund und angenehm, allerdings wirklich nicht sehr lang.

      Fazit 12y: Ein angenehmer Malt mit Schwerpunkt auf den grasig-holzigen Noten. Der Sherry meldet sich am Gaumen intensiver, auch die Malzigkeit ist hier am deutlichsten zu spüren. Insgesamt ein sehr "runder", "molliger" Malt. Mit 86 Gesamtpunkten (85-86-86) ist er für mich auf einer Ebene mit vielen zehn- bis zwölfjährigen "Einsteigs-Single-Malts" etwa von Glenfarclas oder Tamdhu.

      Fazit 20y: Das ist einfach ein angenehm-rund-malziger Sherry-Scotch, 20 Jahre gereift. Wer diesen Stil mag, ist mit der Cadenhead-Abfüllung bestens bedient. Für mich ergibt das 87 (88-87-87) Gesamtpunkte. Wie ein intensiver Sherry-Single-Malt, nur in Watte gepackt.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Bas Armagnac Domaine de Baraillon 1929/2017" geschrieben. 14.02.2019

      Die ersten Eindrücke haben sich voll bestätigt ...

      Mit achtundachtzig Jahren, da fängt das Leben an ...

      [[File:Sty_Claverie1929_erstmals.JPG|none|auto]]

      Armagnac Claverie 1929/2017 40%

      Was erwartet man von einem Spirit, der mindestens 50 Jahre im Fass und dann für mehr als dreißig Jahre in den Dame-Jeannes (große, meist von Korbgeflecht umgebene, mit Kork und/oder Textil nicht ganz luftdicht verschlossene Glasballons) verbrachte?

      Geruch: Ok, die Franzosen haben auch schon 1929 den Grundstein für verführerische Nasen produziert :-)

      Was ich bei der ersten Begegnung wahrnehme: Die wunderbar typischen Armagnac-Rancio-Noten. Dazu dann allerdings angenehm herbe Schwarztee-Aromen. Und noch eine feine Holz- und Fruchtsüße, die ich in dieser Form auch nicht bei den 50-plus-Armagnacs von Faget (Ténarèze-Armagnac Château de Pomès Pébérère 1966/2017) oder Darroze (Bas Armagnac Chateau de Gaube 1964/2017) hatte. Im weiteren Verlauf wird die Fruchtsüße (dunkle Beeren) noch intensiver, zartes Menthol und Eiche sorgen für eine (für mich überraschend) würzige Frische. Und wieder diese herbe Schwarztee-Note, die mich dann doch an den Glen Grant 1956/2008 von Gordon & MacPhail erinnert.

      Die beste Ehefrau von allen meint: "Der ist aber herrlich -- so fruchtig und elegant." Nach einer Weile dann: "Der beste Armagnac, den ich bisher gerochen habe." Ok, vielleicht hätte ich ihr nicht den Preis und das Alter verraten sollen. Und mir selbst auch nicht. Denn natürlich beeinflusst das Wissen um die Rahmendaten und die schöne Flasche mit der 1929 das Geruchs- und Geschmacksempfinden. Gott sei Dank hab' ich mittlerweile einige Vergleichseindrücke von ebenfalls sehr alten Armagnacs und auch Single Malts ...

      Auch dieser Armagnac verträgt ohne Weiteres eine Stunde und mehr an der frischen Luft. Wendete man die alte Single-Malt-Regel mit "1 Minute pro Jahr im Glas atmen lassen" an, hätte dieser 88jährige Armagnac jetzt also eineinhalb Stunden in aller Ruhe im Glas atmen müssen. Ich geb's zu, meine Neugier war größer und ich konnte dem verführerischen Duft schon eine dreiviertel Stunde nach dem Eingießen nicht mehr widerstehen. Allerdings bewegen wir den Armagnac und riechen jetzt schon eine weitere halbe Stunde und ich schreibe parallel dazu meine Notes.

      Interessanterweise kommen nun auch ein paar indische Räucherstäbchen zum Vorschein und der Armagnac von Claverie entwickelt eine "alt-exotische" Note, die mich an den Geruch der 50er-Grands-Assemblages von Darroze erinnert, wo sie allerdings etwas "stürmisch-jünger" auftritt. Das ist einfach eine 96-Punkte-Nase.

      Geschmack: Holla, die Waldfee -- dunkel, dicht und beerenfruchtig. Die Balance zwischen alter Bibliothekseiche, Leder, Waldboden einerseits, den Beerenfrüchten (Schwarzbeeren) mit etwas Zwetschkenröster sowie den herben Schwarzteenoten andererseits ist ziemlich perfekt. Ein ganz fein-frisches Prickeln zeigt an, dass bei Spirits dieses Alters die reine Aromenessenz von 40% mehr als genügend Kraft besitzt, eine erfreuliche Lebendigkeit zu entwickeln. Und schon wieder sind wir bei 95 Punkten.

      Dann kommt nochmal die Nase: Nach den ersten beiden ausführlichen Schlucken ist das Nachriechen immer ein besonderes Erlebnis. Der 1929er-Armagnac macht auf, wird noch lebendig-frischer mit enormer Frucht- und wieder Eichensüße, auch die indischen Räucherstäbchen melden sich. "Der ganze Raum duftet jetzt schon wunderbar!" meint die beste Ehefrau von allen. Was viel Zeit, Liebe, Handwerk und Leidenschaft bewirken können ...

      Noch ein Schluck. Man kann diesen Armagnac lange im Mund rollen lassen, wobei die alten und exotischen, erdigen und frischen, kräuter- und teebetonten Noten ein hervorragend lebendiges Spiel entwickeln.

      Abgang: Nun also der endgültige Abgang, der bisher ja immer der Anfang des Verriechens und Verkostens war. Der 1929er-Armagnac wärmt. Nicht wild, sondern sanft und bleibend. Damit ist er dem Glen Grant 1956 viel ähnlicher als meinem geliebten 73er-Glassaugh, der mit seinen knapp 52% nach 39 Jahren auch im Abgang noch für Furore sorgt.

      Fazit: Schon ein einmaliges Erlebnis. Ungeheuer intensiv, erstaunlich fruchtig, überraschend exotisch. Alles in feinster Balance. Lässt man sich Zeit für diesen historischen Armagnac, wird man belohnt. Für mich ergibt das nach dem ersten Kennenlernen ein 95-Punkte-Vergnügen (96-95-94), bei dem vor allem der Geruch eine enorme Bandbreite entwickelt.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Aktuell im Glas 2019" geschrieben. 13.02.2019

      Mittlerweile ist das Family Cask 1998/2017 natürlich schon im Glas ...



      ... gelandet und der erste Dram genossen; nun startet bereits der zweite seine genussauslösende Wirkung im Premium Snifter. Warum? Weil der Malt eines ist: Saugut wie immer! |addpics|etv-dr-d718.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Frisch entkorkt" geschrieben. 13.02.2019

      Zitat von matts im Beitrag #983
      @StyrianSpirit Ein guter Bekannter und eines meiner Highlights des letzten Jahres. Klasse Abfüllung! ...aber wem erzähle ich das... Dennoch stoße ich mal virtuell an.

      Ein zurück!
      Nachdem der 25er-Goyne in der 2018er-Abfüllung schwefelhalber als Sherryverführer gerade ausfällt und das 1990er-Family-Cask in all seiner Hyperintensität manchmal nach Abwechslung ruft, war mir wieder mal nach genau diesem 1998er ...

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Frisch entkorkt" geschrieben. 13.02.2019

      Alter Bekannter ...



      Man kann ja nie genug Family Casks offen haben :-) Und das Glenfarclas Family Cask 1998/2017 ist einfach ein toller fruchtig-würziger Sherry-Malt. |addpics|etv-dq-c934.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Old Pulteney 18" geschrieben. 13.02.2019

      Die ersten Eindrücke haben sich bestätigt ...

      Old Pulteney 18y

      Geruch: Echt jetzt? Auf die erste Nase der volle Gummiabrieb, Süße mit Schwefel. Das könnte einer dieser gummierten Edradours sein! So eine Nase hatte ich noch bei keinem Pulteney. Ok, nach einer Stunde im Glas und viel Schwenken kommen dann doch noch ein paar Bourbonfassaromen; aber die Gumminase (Kinderschlauchboot: viel zerronnenes Eis und Sonnencreme) überdeckt dann doch wieder alles. Also auf diesen Geschmack bin ich schon sehr gespannt ... (Vom Aussehen und den Eckdaten her dachte ich eigentlich, das könnte der intensivere 17er mit Potenzial zur 25er-Alternative sein. Von der Nase her ist er bestenfalls eine Alternative zum 13jährigen Edradour.)

      Geschmack und Abgang: Himmel, im Mund spielt der 18er dann seine ganze Kraft aus, Marke Sherrykracher. Auch süß, aber nicht mehr so süß wie in der Nase, melden sich nun Zwetschkenröster und Schwarzbeeren. Ähnelt in kurzen Momenten auch einem Refill-Sherryfass wie dem Fassstark-Clynelish. Und beim zweiten Schluck dann doch wieder diese Edradour-Gummiboot-Süße. Schwefelhölzer. Im Abgang wird nochmal um Eiche ergänzt, ehe wieder diese künstlichen Süßenoten auftauchen. Irgendwie reagiere ich empfindlich auf sowas. Wenn man das mag, ok. Ich finde den 18er nach den ersten Drams auch im Mundgefühl und Abgang weniger gelungen.

      Fazit: Das war Nicht-Liebe auf den ersten Blick. Vielleicht gewinnt er mit viel Sauerstoff, Zeit und Gewöhnung. Wer auf kräftig-gummisüße Edradour-Malts mit Schwefel steht, wird auch diesen Pulteney mögen. Ich mag das mittlerweile weniger, und von Pulteney brauch' ich sowas schon gar nicht. Der erste Eindruck ergibt für mich einen 87-Punkte-Malt (88-87-86). Kann man probieren, muss man aber nicht.


      Stellung des neuen 18ers in der Pulteney-Range:
      Sicher besser, weil einfach überrachend-interessanter, als der 12jährige Einstiegspulteney. Diese prononcierte Note nach geschwefelt-gummiertem Sherryfass ist halt nicht meins und passt m.E. so gar nicht zu Pulteney. Wie eine Sherry-Bourbonfass-Mischung geht, beweisen der neue 15er und der alte 17er (vom Pulteney 21y nicht zu reden). Und natürlich der großartige 25er. Von der reinen Reifung in Sherry-Casks einmal abgesehen, wie der 23jährige Pulteney aus Fino-Fässern zeigt; aber das ist etwas unfair und eine ganz andere Geschichte.

      Der 18er sticht aus der Pulteney-Range hervor und wirkt für mich schon arg "designt". Auch der Preis von rund 120 Euro ist auf die aktuelle Marktlage hin gestaltet. Da finde ich den neuen 15jährigen Pulteney den grundsätzlich besseren und für die Destillerie viel charakteristischeren Malt. Auch der Preis des 15ers mit rund 70 Euro (alle Preise Stand Februar 2019) ist der aktuellen Marktlage geschuldet, geht aber vom Preis-Genuss-Verhältnis her absolut in Ordnung.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Informatives zu Armagnac: News, Blogs, Foren, Videos u.ä." geschrieben. 13.02.2019



      Neues Altes und (für mich) ganz Neues über Land, Leute und Spirit: Der "Definitive Guide to Armagnac" in der gebundenen Ausgabe, der "Life Lover's Guide" und "Duck Season" (re.), "a delicious memoir about the eight months food writer David McAninch spent in Gascony — a deeply rural region of France virtually untouched by mass tourism — meeting extraordinary characters and eating the best meals of his life."

      Apropos "Duck Season": Das Kapitel über Armagnac hat mich dazu bewogen, das Buch zu bestellen. Einfach großartig, wie hier u.a. ein Essgelage während des Brennens beschrieben wird ...

      Zitat
      Discovering the Joys of Armagnac
      [...]
      The festivities began, in the accepted tradition of Gascon male bonding, with a ridiculous quantity of charcuterie — boudin, andouillette, Ibérico ham, saucisson, pâté de tête — and two enormous slabs of foie gras. With this we consumed many glasses of what the wine merchant called the “small stuff”: a couple of Languedocs, a Chinon, a Nuits-Saint-George, a juicy Châteauneuf-du-Pape. We ate and drank standing up, off plastic plates, with the alembic throbbing away next to us, infusing our clothes with wood smoke. For a while, the men engaged in shop talk. The foie gras buyer lamented the renewal of the ortolan ban. The restaurateur talked about a shortage of oysters in the Arcachon Bay. Luc complained about the rising price of Basque wines. But as bottles continued to be emptied, the banter got looser and faster, and soon had escalated to a full-bore gasconade, bristling with put-downs and dirty jokes.

      At around ten o’clock, Jean-Christophe flipped shut his ledger and stood up. In an unexpectedly macho flourish, he grabbed a shovel that had been leaning against the wall, opened the hatch of the firebox, and, releasing a dazzling shower of sparks, shoveled a pile of hot coals onto the room’s stone floor. Over the spread-out coals he laid a grill grate. Then he threw on the rib eyes. After sixty seconds or so, he flipped them. Sixty seconds after that, he took them off. The thick steaks had fraternized with the coals just long enough to color the meat’s exterior and soften the fat; inside was cool, crimson, uncooked flesh. This, the young Cugini butcher told me emphatically as we repaired to a long dinner table at the room’s far end, was as it should be.

      We were too distant from the alembic for its heat to warm us, so we ate dinner in coats and scarves. The steaks tasted deeply of tangy, bloody aged beef. As the meat disappeared, the wines got older: a 2008 Vacqueyras, a 2001 Saint-Julien, a 1982 Haut-Médoc, and, as we were mopping the juices from our plates, a 1964 Saint-Émilion Grand Cru, its label mostly rotted away. It was a musty artifact, shot through with skeins of dark fruit and a distant echo of tannins. Dessert was store-bought chocolate truffles. We ate them like peanuts, tossing the foil wrappers onto the bloody steak platter.

      Never once did the machine-gun chatter slow down. After a while, I stopped trying to follow along, though the others took no account of this—every few minutes, someone would toss a non sequitur my way as if I’d been listening the whole time:

      “You’ve got to fry the bird whole!” “Never trust a Béarnais!” “I didn’t even get her name!” “Whaaaassuuuuuuuuup!”

      At length the Armagnac came out: a half-dozen bottles, each a different vintage and a different blend. I wish I could remember how they tasted. But it was late, and my palate had given up the ghost. The restaurateur, who was sitting next to me, took a sip of one, closed his eyes, and said: “Like Baby Jesus in a velvet suit.”
      [...]
      https://www.thedailybeast.com/discoverin...oys-of-armagnac


      |addpics|etv-dp-a214.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Bas Armagnac Darroze Grands Assemblages 40 Ans d'Age" geschrieben. 13.02.2019

      Gut, auch einmal von jenen etwas zu lesen, die mit Armagnac nach den ersten Versuchen nichts anfangen können!
      Wie immer und überall ist es auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und es ist ebenso eine Frage der Erfahrung, welche Aromen man am Gaumen und im Abgang entdecken kann. Meiner Erfahrung nach sind Armagnacs natürlich anders als Whiskies, aber nicht weniger "komplex" oder "intensiv".
      Die einen sind beim ersten Kennenlernen spontan begeistert (bei mir was das so), andere brauchen etwas Zeit, sich an die spezielle Geschmacks- und Aromenwelt zu gewöhnen und wieder andere finden eben keinen Zugang dazu und Geschmack daran. Wär' ja auch schlimm, müsste alles wie Whisky schmecken oder müssten alle alles ganz wunderbar finden!
      Sláinte! & Santé!

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Old Pulteney 15" geschrieben. 12.02.2019

      Die ersten Eindrücke haben sich bestätigt ...

      Old Pulteney 15y 46%

      Geruch: Klar, maritim, küstenwürzig. Und noch mit dem Schuss Sherry und Backstubenaromen. Sozusagen der 17er, der Richtung 25er-Pulteney geht. Ist der 2006er "maritimer Bourbonpulteney pur", ist dieser hier nun die (schon für den 17er) ebenfalls typische "glasklar-maritime Pulteney-Bourbon-und-Sherryfass-Melange". Oh ja, so lieb' ich meine Pulteneys, wenn ich das als "fassstarker Pulteney-Brand-Ambassador" in aller Offenheit und mit der gebotenen Objektivität sagen darf :-)

      Geschmack und Abgang: Sehr vergnüglich! Kristallklar, nun zuerst mit Sherrysüße und Backstube, die in Vanille übergeht. Alles schön minzfrisch grundiert mit den pulteneytypischen 46%. Auch die Eiche kommt. Dann wieder Sherry, Zimt und eine Prise Meersalz. Erstaunlich voll für seine 15 Jahre und dann doch wieder leicht im Genuss. Die Balance zwischen Sherry- und Bourbonfass ist absolut gelungen. Im mittellangen Abgang meldet sich dann nochmal die Eiche mit etwas Espresso.

      Fazit: Eine ganz herrlich Nase wird fortgesetzt am Gaumen mit dem formidablen Bourbon- und Sherryfass-Wechselspiel, ergänzt um Backstubensüße und zart-maritime Würze. Ist für mich auf mindestens einer Stufe mit dem 17er. Das Schöne ist: Diesen Malt kann man "einfach so" genießen und man kann ihn auch "in alle Bestandteile zerlegen". Wer Glenfarclas ohne Sherryturbo mag (also etwa den 25er aus der Standardrange oder ältere 4th-Fill-Casks), sollte diesen Malt ebenfalls mögen. Ergibt 90 Genusspunkte (91-90-89) für mich.

      Stellung des neuen 15ers in der Pulteney-Range aus meiner Sicht:
      Meilenweit vom 12er entfernt. Auch besser als der 2006er, der für mich der erstklassige "typische Pulteney-Einstieg" in die maritime Bourbon-Pulteney-Welt bleibt (für mich 88 Punkte). Nach den ersten Tests finde ich den 15er auch mindestens so spannend wie den alten 17er -- wobei dieser mich aus dem großen Rotweinglas ziemlich geflasht hat. Nach dem ersten Eindruck im Premium Snifter ist der 15er in seiner glasklaren Bourbonfass- und Sherry-Mischung aber noch verführerischer. Zum 19 Jahre alten Pulteney aus dem Bourbonfass von Gordon & MacPhail fehlt ihm dann doch das altersbedingte ganz feine Aromenspiel. Und der 25er kann eigentlich alles, was der 15er kann, nur eine Klasse besser -- und noch etwas mehr.

    • StyrianSpirit hat einen neuen Beitrag "Brexit - Was kommt auf uns zu?" geschrieben. 12.02.2019

      Zitat von Tom na Gruagaich im Beitrag #120
      Zitat von JörgW im Beitrag #119
      Die Briten, mit denen ich häufig telefoniere (geschäftlich) und man dann so ins plaudern kommt, die verstehen es selber nicht. Alles in allem eine ziemlich zwiegespaltene Nation/Gesellschaft.
      Schade, einfach nur schade.


      Jep, das habe ich auch von Freunden dort gehört. Das Land ist irgendwie wie gelähmt, da jeder bei egal was er größeres oder längerfristiges plant, egal ob Privatperson oder Firma, erstmal auf den 29.03. wartet. Für mich unverantwortlich, da nicht relativ schnell Planungssicherheit zu schaffen und so wie es ausschaut wird das bis zum letzten Ende gezogen. Aus diesem Grund gibt es allerdings nun eine Sache, die die Briten egal ob pro oder contra Brexit, eint: das Vertrauen in ihre Politiker ist dahin. Bin mal gespannt, wie das bei den nächsten Wahlen wird.

      Wie gesagt, nicht meine Meinung, sondern Eindrücke von in UK lebenden Freunden.

      So, und leider wird es schon wieder politisch, aber ehrlich gesagt ist das Thema Whiskyverfügbarkeit für Deutschland beim Brexit wohl das kleinste Problem.

      Ich denke auch, dass die Verfügbarkeit von Whisky und speziell Scotch Single Malt nicht das Problem sein wird. Es wird halt vielleicht um etwa 20% teurer werden -- wobei der Gutteil der Steigerung ja bereits eingepreist ist bzw. gerade wird (damit man in drei bis sechs Monaten, je nach realem Brexit-Termin, sagen kann, "aber wir geben die eigentlich notwendige Preissteigerung nicht an unsere Kunden weiter!"). Rein politisch gesehen ist das, was gerade in Frankreich passiert, viel entscheidender (und m.E. gefährlicher) für Europa. Aber das ist eine andere Geschichte.

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StyrianSpirit
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